Streit um Früherkennung: Hautkrebs unter der Lupe

DPAMehr als 20.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an schwarzem Hautkrebs. Jetzt gibt es Streit über die Vorsorge: Ist die Arzt-Kontrolle mit beleuchteter Lupe eine Leistung, für die der Patient extra zahlen muss?

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...846390,00.html
  1. #1

    Alarmismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer seinen 35. Geburtstag hinter sich hat, sollte seiner Gesundheit zuliebe alle zwei Jahre zur Hautkrebs-Früherkennung gehen.

    Hautkrebs: Ärzte streiten mit Krankenkassen um IGeL-Leistung - SPIEGEL ONLINE
    Liebe Leute, dieser Satz ist in seiner Bedingungslosigkeit einfach nur Quark. Wer nicht der entsprechende Hauttyp ist, wer keine Leberflecke oder sonstige Hautveränderungen/anomalien aufweist, wer in der Familie weit und breit keinen Krebserkrankten hat, wer jemanden hat, der gelegentlich seinen Körper intensiver betrachtet, der braucht sein Leben lang nicht zum Hautarzt.
  2. #2

    Abzocke

    Ich ging zur Früherkennung und die Ärztin fragte mich,
    ob sie nur so mal schauen soll oder genau hingucken.
    Ich, in der Annahme, dass es zum Beruf des Arztes gehört
    genau und nicht ungenau hinzuschauen, fragte nach.
    Sie: ja genau heisst mit dem Mikroskop für 16 Euro
    Zuzahlung.
    Ich war geschockt aber musste ja einwilligen.
    Fazit: Der Zeitaufwand ist der gleiche, der Unterschied ist
    nur dieses Gerät.
    Was kostet so ein Ding? 100? 200?
    Egal, nach einer Woche hat so ein Arzt die Anschaffung raus
    und verdient sich jahrelang damit eine goldene Nase.
    Man stelle sich vor, ich kaufe mir ein Fernglas für 100 Euro und
    vermiete das 10 mal am Tag für je 16 Euro für 5 min an andere,
    die gezwungen werden, mein Fernglas zu mieten.
    Das macht einen Gewinn von 40 000 pro Jahr.
    Bei einer Lebensdauer von mindestens 12 Jahren kommt man
    auf eine halbe Million!
    Das ist so, als kaufe man sich ein Los für 100 euro mit garantiertem
    Mindestgewinn von 500 000.
    Ich kenne niemand, der das nicht sofort machen würde.
    Alf
  3. #3

    Dummes Gerede

    Zitat von Pat-Riot Beitrag anzeigen
    Liebe Leute, dieser Satz ist in seiner Bedingungslosigkeit einfach nur Quark. Wer nicht der entsprechende Hauttyp ist, wer keine Leberflecke oder sonstige Hautveränderungen/anomalien aufweist, wer in der Familie weit und breit keinen Krebserkrankten hat, wer jemanden hat, der gelegentlich seinen Körper intensiver betrachtet, der braucht sein Leben lang nicht zum Hautarzt.
    Man kann nicht alle Stellen am Körper einer Eigenkontrolle unterwerfen.
    Hier stellt sich doch die Frage: Was ist (unter dem Strich) billiger für die Kassen, die Bezahlung der Vorsorge oder die Kosten wenn etwas eintritt.
  4. #4

    Zitat von pirx64 Beitrag anzeigen
    Man kann nicht alle Stellen am Körper einer Eigenkontrolle unterwerfen.
    Hier stellt sich doch die Frage: Was ist (unter dem Strich) billiger für die Kassen, die Bezahlung der Vorsorge oder die Kosten wenn etwas eintritt.
    Es hängt auch von der Kasse ab, ob sie die Behandlung/das Screening bezahlt.
    Zudem: Es sind nicht immer die wirklich auffälligen Muttermale, die Hautkrebs auslösen können. Das ist mit dem bloßen Laienauge nicht immer erkennbar.
  5. #5

    Ich setze noch einen drauf. Meine Frau war bei der Früherkennung und als Beamtin hat Sie Anspruch auf Beihilfe* (50%; der Rest läuft über die private Krankenversicherung). Bei jedem Arzt ist man daher gezwungen erstmal ein Schriftstück zu unterschreiben, das man alles selbst bezahlt, was nicht über Beihilfe und Krankenkasse gedeckt ist (wobei der Arzt natürlich keine Zeit vorher alles daraufhin zu prüfen O-Ton) Wenn man das nicht tut, wird man auch nicht behandelt. So auch in dieser Praxis einer Hautärztin. Nach Augenkontrolle wurde auf Grund einer Auffälligkeit ein Foto gemacht, um bei einer Nachuntersuchung einige Wochen später eine Veränderung zu beurteilen. Dieses Foto (was glücklicherweise nichts ergeben hat) kostet 80,00 € und wird nicht erstattet! Schließlich sei meine Frau noch nie an Hautkrebs erkrankt und im ersten Verwandschaftgrad sei auch kein Hautkrebs ausgebrochen. Warum wird die Führerkennung grundsätzlich übernommen, aber eine Maßnahme die ja zwingend für ein belastbares Ergebnis ist nicht???

    Daran zeigt sich, dass das System kaput ist. Anstatt zu bezahlen was Sinn macht im Sinne der Gesunderhaltung und Gesundung des Menschen zerreden die Interessenverbände jedliche Neuerung zu einem Kompromiss, der keiner Seite hilft, weder dem Patienten, noch dem Arzt noch der Krankenkasse. Und eine unfähigen Politik fällt nichts besseres ein als dieses Moloch Gesundheitsfonds aufzumachen...

    *Beihilfe richtet sich mittlerweile nach dem gesetzlichen Leistungskatalog
  6. #6

    Wer hat das erfunden?

    Früherkennung mit dem bloßen Auge = kostenlos, bzw. von der Kasse gezahlt

    Aber Dermatoskop = Behandlung = Patient muss zahlen.

    Nach derselben Logik sollte eine Frau für Brustkrebs Früherkennung nichts zahlen, aber für die OP danach also Behandlung sollte sie zahlen

    Wer versteht es?
  7. #7

    Dreister gehts nimmer

    Das Dermatoskop ist oft nötig, um überhaupt eine Beurteilung machen zu können. Das Argument, schon vorher mit blossem Auge etwas "Auffälliges" zu sehen, zieht also nicht. Bei sehr kleinen Muttermalen muss man halt mit Dermatoskop gucken. Herztöne hört man auch mit Stethoskop besser, obwohl es auch mit Ohren auf der Brust gehen würde...
  8. #8

    Passt wunderbar...

    ins Schema!

    anderer fall - ähnliches ergebnis:
    Beim Augenarzt zahle ich für eine Untersuchung auf Glaukom (familiäre Vorbelastung) als Igel.
    Sobald glaukom diagnostiziert wurde und ich somit erkrankt bin (was ich ja erst merke wenn ich schon Ausfallerscheinungen habe und somit erste schädigungen) zahlts die Kasse - was ein Quark!

    Das kommt dabei raus wenn man Gesundheit als ware auf den Markt wirft!
    Ohne rote socken zu tragen - es gibt bereiche des Lebens in denen ich nicht die Privatwirtschaft haben möchte:
    Stromnetze, Verkehrsnetze, Telekomunikationsnetze UND GESUNDHEIT!
  9. #9

    5 Sekunden für 16Euro

    lykkia hat eine 5-minütige Behandlung mit dem Gerät für 16 Euro hinter sich? Ich hatte 5 Sekunden und mußte 16 Euro löhnen. Technikerkasse übernimmt? Ha ha! Was für ein Unsinn! Schön wär´s. Das gesamte System ist so marode wie unsinnig. Natürlich kosten medizinische Geräte, aber das ist Wucher, Betrug und Abzocke. Wenn mein Arzt das Gerät ganze 5 Sekunden braucht, um sich den "Makel" anzuschauen, dann erwarte ich eine mindestens angepasste Forderung. Pauschal bedeutet nämlich eine Einladung zum Betrug.