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Streit um Euro-Schuldenländer : Stunde der Scharfmacher

dapdDie Töne in der Euro-Krise werden immer schriller: Nationale Ressentiments leben wieder auf, die CSU will an Griechenland ein "Exempel statutieren". Italiens Ministerpräsident Monti warnt im SPIEGEL eindringlich vor einer Zerstörung Europas - und sorgt selbst für neue Spannungen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...848330,00.html
  1. #1

    Liebe Italiener & Griechen & Deutsche!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Töne in der Euro-Krise werden immer schriller: Nationale Ressentiments leben wieder auf, die CSU will an Griechenland ein "Exempel statutieren". Italiens Ministerpräsident Monti warnt im SPIEGEL eindringlich vor einer Zerstörung Europas - und sorgt selbst für neue Spannungen.

    Wie in der Euro-Krise die Töne immer schriller werden - SPIEGEL ONLINE
    Das könnte den Finanzfuzzis so passen, daß wir (glücklicherweise "nur" verbal) aufeinander einprügeln. Mal auf Null: niemand hier in Deutschland will, daß es dem griechischen oder italienischen Normalverbraucher schlecht geht. Der Normaldeutsche hat einfach die Nase voll von Regierungen, die immer wieder den Steuerzahler zur Kasse bitten, wenn ihre geliebten Banken sich verspekuliert haben. Noch deutlicher: es besteht eine erhebliche Abneigung dagegen, unter dem Deckmantel "Euro-Hilfe" die Renditeerwartungen der Goldman-Sachs-Fritzen oder der französischen Bankrentiers zu erfüllen!

    Warum wohl wollen sie alle an Staatsanleihen? Wie schön ist das denn, da haftet ein ganzes Volk einschließlich ungeborener Kinder! Der schuftet dann nur für die Zinsen der Reichen!

    Wir sollten alle miteinander die argentinische Lösung wählen. Dann kann sich Herr Monti das Geld von seiner Hochkapitalisten-Mafia holen, und wenn er sich an die italienischen Superreichen nicht herantraut, muß er das vor dem ganzen italienischen Volk zugeben. Gleiches gilt für spanische Politiker, die das Volk mit Zinsen belasten, nur um ihren Schwager einen sinnlosen Flughafen zu bauen (und dabei die Arbeiter wahrscheinlich noch zu Hungerlöhnen abzufinden) oder für griechische Funktionäre, die zu viele Reeder in der Verwandtschaft haben. Dasselbe gilt natürlich auch für die Geburtstagsgäste der Frau Merkel, die Freiflugspendierer des Herrn Özdemir und die Gasaufsichtsratspostenlieferanten der Herren Schröder und Fischer.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Töne in der Euro-Krise werden immer schriller: Nationale Ressentiments leben wieder auf, die CSU will an Griechenland ein "Exempel statutieren". Italiens Ministerpräsident Monti warnt im SPIEGEL eindringlich vor einer Zerstörung Europas - und sorgt selbst für neue Spannungen.

    Wie in der Euro-Krise die Töne immer schriller werden - SPIEGEL ONLINE
    Auch dieser Artikel weist darauf hin, dass das mißglückte €uro- Experiment schleunigst beendet werden muß wenn es in Europa nicht wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen ( Krieg )kommen soll.
  3. #3

    Stunde der Scharfmacher

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Töne in der Euro-Krise werden immer schriller: Nationale Ressentiments leben wieder auf, die CSU will an Griechenland ein "Exempel statutieren". Italiens Ministerpräsident Monti warnt im SPIEGEL eindringlich vor einer Zerstörung Europas - und sorgt selbst für neue Spannungen.

    Wie in der Euro-Krise die Töne immer schriller werden - SPIEGEL ONLINE
    Der Titel ist ziemlich daneben. Jeder, der nicht in die Euro-Euphorie einstimmt, wird als Antieuropäer hingestellt. Ob ich den Herren abnehme, das sie die Aussagen ernst nähmen, das steht auf einem anderen Blatt. Gerade die Medien hätten die Aufgabe, das Handeln der Euro-Retter mal genauer zu analysieren und nicht nur deren Katastrophenszenario nachzuplappern.
  4. #4

    Unterste Schublade

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Töne in der Euro-Krise werden immer schriller: Nationale Ressentiments leben wieder auf, die CSU will an Griechenland ein "Exempel statutieren". Italiens Ministerpräsident Monti warnt im SPIEGEL eindringlich vor einer Zerstörung Europas - und sorgt selbst für neue Spannungen.

    Wie in der Euro-Krise die Töne immer schriller werden - SPIEGEL ONLINE
    Mensch, Leute beruhigt euch. Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass hier nationale Befindlichkeiten zum Zuge kommen sollten.

    Gut, wir Deutschen sind Erbsenzähler und neigen dazu den anderen zu erklären, was "richtiges" Leben ist. Dabei mögen wir uns selbst nicht so richtig.

    Liebe Leute im Süden: Locker bleiben, lächeln und reden lassen. Deutschland mutiert nicht wieder zu einer Dikatur mit einem Schreihals an der Spitze. Auch wir haben gelernt. Jedenfalls die meisten von uns.
  5. #5

    Troika nur Dekoration

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Töne in der Euro-Krise werden immer schriller: Nationale Ressentiments leben wieder auf, die CSU will an Griechenland ein "Exempel statutieren". Italiens Ministerpräsident Monti warnt im SPIEGEL eindringlich vor einer Zerstörung Europas - und sorgt selbst für neue Spannungen.

    Wie in der Euro-Krise die Töne immer schriller werden - SPIEGEL ONLINE
    Da die Griechen die letzten Spar- und Privatisierungszusagen nicht annähernd realisiert haben, von Strukturanpassungen ganz zu schweigen, kann es in der Tat nur das Aus für GR bedeuten.

    Ansonsten wären IWF, EU, EZB lediglich bemitleidenswerte Staffage.
  6. #6

    Subsidiarität steigt wieder im Kurs

    Selbst die sozialistische Linke sieht in diesen Tagen ein, dass jenseits des EU-Supra-Nationalismus durchaus nicht alles schlecht sein muss und und es durchaus auch die demokratische Substanz des Nationalstaaten zu verteidigen gilt. Wenn kleinere, regionale Einheiten in Europa sich wieder wichtiger nehmen, ist das doch grundsätzlich begrüßenswert.
  7. #7

    Undenkbar

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Auch dieser Artikel weist darauf hin, dass das mißglückte €uro- Experiment schleunigst beendet werden muß wenn es in Europa nicht wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen ( Krieg )kommen soll.
    Wer will schon Krieg? Bis auf die Rüstungslobby dürfte kein Interesse bestehen. Ich fahre lieber nach Spanien und mache Urlaub, trinke meine Cappu in Rom.

    Sie interpretieren zu viel in diesen Zirkus. Die CSU macht Wahlkampfgetöse, aber wer wählt diese Dösbaddel schon? Eine Partei die ihren Mund schon immer viel zu voll genommen hat.
  8. #8

    Scharfmacher?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Töne in der Euro-Krise werden immer schriller: Nationale Ressentiments leben wieder auf, die CSU will an Griechenland ein "Exempel statutieren". Italiens Ministerpräsident Monti warnt im SPIEGEL eindringlich vor einer Zerstörung Europas - und sorgt selbst für neue Spannungen.

    Wie in der Euro-Krise die Töne immer schriller werden - SPIEGEL ONLINE
    Monti ruft Regierungen eindeutig dazu auf, Parlamente zu umgehen/missachten.

    Wer das kritisiert, ist ein "Scharfmacher".

    Ich wünsch' mir ganz viele davon. Das ist nämlich vielleicht unsere letzte Chance, den Ausstieg aus dieser Allianz der Größenwahnsinnigen doch noch hinzubekommen.
  9. #9

    Begründete Eigeninteressen zum Selbsterhalt!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Töne in der Euro-Krise werden immer schriller: Nationale Ressentiments leben wieder auf, die CSU will an Griechenland ein "Exempel statutieren". Italiens Ministerpräsident Monti warnt im SPIEGEL eindringlich vor einer Zerstörung Europas - und sorgt selbst für neue Spannungen.

    Wie in der Euro-Krise die Töne immer schriller werden - SPIEGEL ONLINE
    Die seit über zwei Jahren andauernde Eurorettung (Bankenrettung und
    Staatsüberschuldungsrefinanzierungskrise) hat diese Krise kaum
    beenden können. Die Haftungsübernahmen und die Volumina der
    Hilfsleistungen haben sich immer weiter ausgedehnt.

    Der Zeitpunkt, um eine klare Strategie zu formulieren und diese auch
    durchzusetzten wäre der Mai 2010 gewesen. Die Errichtung der EFSF
    war aus deutscher Sicht ein sehr schwerer politischer Fehler. Ebenso
    der Ankauf von Staatsanleihen. Der Target 2 Mechanismus ist nicht
    limitiert und materiell kaum besichert. Der ESM ist nun ein weiterer
    Schritt in die totale Vergemeinschaftlichung, dieser wurde von der CSU mitgetragen.

    Die Ausweitungen der Haftungsübernahmegarantien, die weitere
    Monetarisierung durch die EZB und die damit einhergehende
    Sozialisierung von Fremdschulden und von Fremdrisiken bleiben selbst
    nach einem Austritt Griechenlands weiter bestehen.

    Leider kommen nun diese Forderungen von der CSU viel zu spät. Von
    den anderen im Bundestag vertretenen Parteien hingegen ist kaum eine
    Gegenposition zu erwarten. Der Euro ist und der Euro war ein rein
    politisches Projekt, deshalb wird es auch von keiner Partei ernsthaft
    kritisch hinterfragt oder gar in Frage gestellt.


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