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Streit um Erziehungsprämie: So fragwürdig ist das Betreuungsgeld

DPAIst das geplante Betreuungsgeld wirklich sinnvoll? Neue Zahlen zeigen, dass viele Bundesländer den Kita-Ausbau nicht schaffen werden. Dadurch steigen die Kosten der Maßnahme. Forscher fürchten außerdem negative Folgen für Kinder und Mütter.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825563,00.html
  1. #50

    Andere Baustelle

    Zitat von falksturmfels Beitrag anzeigen
    Also Schluss mit Sozialstaat? Nur mehr jeder für sich, so wie er will? Was ist mit denen jenigen, denen es schlecht geht? Die keine Arbeit bekommen? Die haben dann einfach Pech gehabt? Der Stärkere, Intelligentere und derjenige, der einfach mehr Glück hatte überlebt?
    Klar ist das jetzt ein wenig überspitzt formuliert. Aber ich halte es für sinnvoll, dass man in einem Land auch für einander einsteht. Und das läuft nun mal über Steuern und Sozialabgaben.
    Wie kommen Sie jetzt darauf? Um Sozialversicherungen für Fälle wie Krankheit, Arbeitslosigkeit geht es doch hier gar nicht.

    Ich halte die Politik nicht für berechtigt innerhalb des individuellen Verantwortungsbereichs Entscheidungen zu honorieren oder zu sanktionieren. Insbesondere, und darum geht es in diesem konkreten Fall, sich ins Familienleben einzumischen.

    Ich halte es auch für sinnvoll, dass man für einander einsteht. Das läuft aber PRIMÄR von Angesicht zu Angesicht und allenfalls SEKUNDÄR über Steuern und Abgaben.
  2. #51

    Krippen

    Zitat von svki Beitrag anzeigen
    Vielleicht liegt es daran, dass es Menschen gibt, die in ihrem Beruf Idealen folgen und denen Selbstverwirklichung vor Materialismus geht. Denn Geld ist nicht alles.
    Dann geben Sie doch ihr Kind in die Hände der Katholischen Kirche. Schließlich kommen Sie doch aus dem Süden. Mir ist ein "staatliche Kinderverwahrungsanstalt" um einiges.....
    Ich dachte, hier geht es um Kleinkinder und Krippen. In Krippen kann man angesichts des Babyläms und des Babygelalles wohl kaum sprachliche Fähigkeiten erwerben.
  3. #52

    Als Kind viele Gruselgeschichten vorgelesen bekommen?

    Zitat von Stef87 Beitrag anzeigen
    Wenn ich lese, das in Bundesländern teilweise 80% der 1-2jährigen tagsüber nicht zu hause betreut werden, läuft es mir eiskalt den Rücken runter.
    Da müssen Ihnen aber die reinsten Horrormärchen aufgetischt worden sein, wie z.B. "Das arme kleine Kind und die böse Kindergärtnerin" etwa? Mannoman, man sollte solche Schauergeschichten nicht einfach glauben.
  4. #53

    Im Munde herumgedrehte Wörter...

    Zitat von blackwildcat Beitrag anzeigen
    Da müssen Ihnen aber die reinsten Horrormärchen aufgetischt worden sein, wie z.B. "Das arme kleine Kind und die böse Kindergärtnerin" etwa? Mannoman, man sollte solche Schauergeschichten nicht einfach glauben.
    Ich habe niemals etwas schlechtes über Kitas gesagt, über Kindergärten ging es nicht mal im Ansatz. Es geht hier lediglich darum, ob Kinder in den ersten Jahren besser zuhause aufgehoben sind oder nicht. Und meiner Meinung nach sind sie das.
  5. #54

    Zitat von hardliner1 Beitrag anzeigen
    Ich dachte, hier geht es um Kleinkinder und Krippen. In Krippen kann man angesichts des Babyläms und des Babygelalles wohl kaum sprachliche Fähigkeiten erwerben.
    Vielleicht hören Sie jetzt einfach mal auf Dinge zu schreiben, von denen Sie keine Ahnung haben. Informieren Sie sich bitte darüber, in welchem Alter Kinder anfangen zu sprechen und Ihre Sprachfähigkeiten am stärksten gefördert werden müssen.
  6. #55

    Entscheider und Intentionen

    Zitat von lvmarmite Beitrag anzeigen
    kenne viele Kinder die in eine Krippe gehen. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie dort politisch erzogen werden.
    Und zu behaupten, dass ein Kind in einer Kita nicht individuell gefördert wird, ist eine Frechheit.

    Ichmöchte fast wetten, dass Sie sich noch nie eingehend damit beschäftigt haben, was in einer Kita alles gemacht wird.
    Also mich haben in meiner Elternzeit auch schonmal zwei überforderte Erzieherinnen gefragt, wie ich den offensichtlich Misstand im Gemeinschaftsraum lösen würde. (Ich war dafür nicht qualifiziert.)

    Es geht hier im Kern nicht um Pro und Contra der Krippe, sondern darum wie stark der Einfluss der öffentlichen Hand bei der Entscheidung sein soll, ob die geplanten Maßnahmen sinnvoll sind, und - natürlich auch - welche Intentionen damit verfolgt werden. Die sind in dem, was da auf dem rethorischen Schlachtfeld ausgetragen wird, nicht immer leicht zu erkennen. Das Wohl der Kinder kann da auch eine Nebensache sein.
  7. #56

    ---

    Meiner Meinung nach geht es in der Frage des Betreuungsgeldes nicht um den Glaubenskrieg Fremdbetreuung gegen Heimbetreuung.

    Sondern schlicht und ergreifend um die Frage ob der Staat für die Nichtinanspruchnahme von Infrastruktur bezahlen soll.

    Und ich finde die Antwort kann nur ein eindeutiges NEIN sein. Auch wenn man es verwerflich findet Kinder früh in Krippen zu schicken und die Erziehung zu Hause bei Mama für das allerbeste für das Kind hält, so müsste einem der gesunde Menschenverstand dennoch sagen, dass das einfach keinen Sinn macht.

    Und wieso sollte das mit Erreichen des Kindergartenalters aufhöhren?
    Ja sogar für Nichtbenutzung von Kindergärten müßte man dann was bekommen, denn die Beiträge der Eltern sind auch hier keinesfalls kostendeckend. In unserem (10 Jahre alten) Kindergarten liegen allein die Personalkosten bei ca. 34.000€/Monat. Dem stehen Einnahmen von ca. 6.000€ entgegen.
    Also müsste man konsequenterweise dieses Geld bis zum Erreichen der Schulpflicht weiterzahlen.

    Das kanns doch nicht sein.

    Im übrigen: Alle die hier gegen Krippen wettern sollten sich hüten ihre Kinder in den Kindergarten zu schicken. Denn der Übergang ist für die Kinder geradezu ein Absturz. Das Niveau und die Qualität sowie der Personalschlüssel der Krippen sind bei weitem besser als man es im Kindergarten vorfindet.
  8. #57

    Es gibt für Kinder in diesem Alter nichts besseres ...

    ... also zuhause von festen Bezugpersonen, vielleicht sogar (auch wenn das altmodisch klingt) der eigenen Mutter oder von mir aus dem eigenen Vater Zeit zu verbringen, zu spielen und zu lernen.
    Wer bereit ist, sich um seinen eigenen Kinder zu kümmern, ihnen Dinge fürs Leben beizubringen, hat ohnehin in unserer "Leistungsgesellschaft" schon schlechtere Karten als Kinderlose.
    Das Kitas definitiv nicht das beste Umfeld darstellen ist wohl auch klar. Aber wen man möglichst schnell wieder "Leistung" bringen soll, also arbeiten, dann ist es ein notwendiges Übel das eigene Kind in einer staatlichen Institution tagsüber "abzugeben".
    Meiner Meinung nach eine schreckliche Formulierung.
    Wer dagegen aber bereit ist auf Einkommen zu verzichten und sich statt dessen intensiv um seine Kinder selbst kümmert hat einen kleinen Ausgleich in Form des Betreuungsgeldes verdient.

    Nicht zuletzt ist es einfach auch billiger Kinder einfach am eigenen Leben teilhaben zu lassen als sie zu "Fachkräften" abzugeben, also 150 Euro/Monat sind es meiner Meinung nach durchaus wert, dass ein Kind nicht in eine anonyme Massenkita abgeschoben wird.
  9. #58

    Zitat von freelucky123 Beitrag anzeigen
    ... also zuhause von festen Bezugpersonen, vielleicht sogar (auch wenn das altmodisch klingt) der eigenen Mutter oder von mir aus dem eigenen Vater Zeit zu verbringen, zu spielen und zu lernen.
    Wer bereit ist, sich um seinen eigenen Kinder zu kümmern, ihnen Dinge fürs Leben beizubringen, hat ohnehin in unserer.....
    Das ist einfach unbelegter Blödsinn. Wieso sollten Kitas nicht das beste Umfeld darstellen? Belege? Waren Sie mal in einer?
    Informieren Sie sich mal, wie die Kinder außerhalb Deutschlands aufwachsen. Alleinbetreuung durch das Muttertier ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme.
  10. #59

    Heimbetreuung aus Überzeugung? Sache der Eltern, wieso das Vergüten?
    Finanzieller Vorteil? Ersparnis des Kita Platzes ist sowieso gegeben, für mehr Geld müssen beide Elternteile arbeiten, wobei dann das Betreuungsgeld kontraproduktiv ist.
    Kein Geld für einen Kita Platz: Hilft das Betreuungsgeld mit 100 Euro monatlich auch nicht weiter da dieses nicht dafür genutzt werden kann
    Kein Platz vorhanden trotz Interesse der Eltern: BING BING BING wir haben einen Gewinner. Nur darum geht es. Denn dank des kommenden Rechtsanspruches könnte das Klagen ohne Ende hageln. Finanzielle Anreize das Kind zu Hause zu betreuen sollen die Nachfrage nach Kita Plätzen verringern.

    Kein Elternteil der sich einen Kita Platz leisten kann lässt sich von 100 Euro mehr im Monat dazu überreden seine Arbeit aufzugeben. Da sind andere Anreize notwendig. Alle die es sich nicht leisten können streichen das Geld natürlich gerne ein.

    Aber seit wann vergütet der Staat Nicht-Wollen oder Nicht-leisten-können? Ich kann mir keinen BMW leisten, bekomm ich demnächst Geld dafür einen kleineren Wagen zu fahren?


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