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Streit um Endlager: Abschied vom Millionen-Jahre-Konzept

Strahlender Atommüll*stapelt sich in Deutschland in kaum gesicherten Hallen. Die Suche nach einem Endlager, das Schutz für Millionen Jahre garantieren soll,*bleibt*seit Jahrzehnten ohne Ergebnis. Jetzt fordert ein Geo-Forscher ein Paradox: Endlager auf Zeit. Die zuständige Regierungsbehörde reagiert überrascht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...760101,00.html
  1. #100

    500 Jahre sind gar nicht mal so paradox

    Es existieren Kraftwerkkonzepte, die viel sicherer sind als z.Zt bestehende- aber was viel wichtiger ist man kann durch Beschuss mit beschleunigten Teilchen Transmutationen erheblich beschleunigen und durch geeignete Kraftwerkkonzepte aus den so aufbereiteten Atommüll noch Energie gewinnen was a.) zu einer Reduktion des anfallenden Atommülls um 99 % und einer deutlichen Verkürzung der Endlagerdauer auf wenige hundert Jahre beiträgt (siehe Physik Journal 11/2010). Ein derartiges Kraftwerk wird gerade in Belgien gebaut. Leider werden wir das in Deutschland nicht erleben, da man lieber auf seinen Atommüll sitzenbleibt Resourcen verschwendet diesen zu sichern, als den "Dreck" in neu zu bauenden Kraftwerken zu "verfeuern".
  2. #101

    Hmm

    Zitat von paretooptimal Beitrag anzeigen
    Der atomare Abfall muß erst einmal mehrere Jahrzehnte abkühlen, bevor er unterirdisch gelagert werden kann. Und wenn er nicht mehr an der Oberfläche sichtbar ist, wird aus einem Zwischen- ein Endlager.
    1. Wieso kann er das nicht unterirdisch machen?
    2. Naja irgendwie kann man sich doch was einfallen lassen, dass das Zeug da nicht ewig drin bleiben darf. Seht doch nicht alles so schwarz-weiß.
  3. #102

    Was der alles weiß

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Das können wir heute schon.

    Bei Atommüll jedoch wissen wir heute schon, dass er vor allem eines ist: Müll. Und kein Rohstoff.
    Ich bin doch erstaunt darüber was hman2 alles weiß.
    Allerdings muß doch klar sein das im Atommüll eine Menge Energie steckt, sonst gäbe es ja beispielsweise keine Wärmeentwicklung.
  4. #103

    erzwungener Titelplatzhalter-unsinnig

    Zitat von soulbrother Beitrag anzeigen
    ...interessant, was für waghalsige Ideen hier auf den Tisch kommen, wenn es um den Umgang mit radioaktivem Müll geht.
    O-Ton: das wird schon irgendwie klappen, wenn nicht richten es ja dann unsere Enkel.
    Erinnert mich an die Grünen Europaabgeordnete, welche auf Nachfrage, wie die Zukunft der EE aussähe, wenn man 2017 definitiv abschalten würde, wie folgt antwortete:

    Das sehen wir dann;-)
  5. #104

    Aber, aber - machen Sie mal Urlaub in Ägypten!

    Zitat von shine31 Beitrag anzeigen
    Aber schon die Tatsache, daß ein Zwischenlager für "500 Jahre" gebaut werden soll, ist schon ehrgeizig. Und von x Millionen Jahren zu sprechen ist nur noch verrückt. Irgendetwas für mehr als 3 oder 4 Generationen zu planen ist utopisch!
    Vorweg: ich bin mit der Tendenz im bezogenen Artikel (und dem Bericht, auf den der hinwiederum Bezug nimmt), NICHT d'accord. Rückholbarkeit ist in meinen Augen kein positiv zu wertendes Kriterium.

    Aber: "Irgendetwas - hier konkret ein Endlager für hochradioaktive Stoffe - für mehr als 3 oder 4 Generationen ... ist utopisch"?!

    Sie werden uns heutigen doch wenistens so viel zutrauen wie den alten Ägyptern vor 4.000 Jahren (= ca. 120 Generatioinen...)?

    Buch'n se bei Neckermann Ägypten und stelln'se sich vor die ChEops-Pyramide: da sind Kammern drin, die 'man' bis heute nicht alle aufgefunden (gerschweige denn, geöffnet) hat. Hätten Cheopsens in denselben damals hochradioaktiven Müll einlagern lassen, so wäre der also folglich bis heute unausgebuddelt, unbeschädigt, trocken und v. d. Welt abgeschlossen dort verblieben.

    Vergleichbares werden Sie doch WENIGSTENS uns heutigen wohl auch zutrauen wollen???
  6. #105

    Vermutung

    Zitat von yrickoff Beitrag anzeigen
    Sie denken falsch. Das ist kein Problem das wir vererben da das Material in Zwischenlagern tausende Jahre sicher liegt. Es ist ein Schatz der unseren Enkeln Optionen gibt.
    Wenn die allerdings zu grünen Affen degenerieren und garnichts mehr können als nackt ums Feuer zu tanzen, geht das natürlich auch schief.
    Woher wollen Sie wissen dass das in künftigen Generationen sinnvoll nutzbar sein wird? Das sind doch reine Spekulationen. Wenn man schon spekuliert, dann würde ich auf die Kernfusion hoffen. Ich denke, beides ist etwas gleich realistisch/unrealistisch.
  7. #106

    Seriös, und selbst?

    Zitat von happy2009 Beitrag anzeigen
    Wo bitt bleibt die seriösität?
    Ist der Vorstand von Ikea ein Verbrecher?

    Allenfalls der von Ikea, da deren Produkte von Kindern gefertigt werden, und man wegschaut
    [/B]
    Wo bitte bleibt die seriösität? Ingmar Kamprat hinterzieht Steuern, das ist Fakt und macht ihn zum Verbrecher. Aber das mit den Kindern halte ich für Mutmaßung, aber das gehört in ein anderes Forum...
  8. #107

    Pietätlosigkeit

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Nach einer Woche Wassereimerschleppen in Fukushima braucht der keine Leuchtfarbe mehr ;-))
    Soetwas nenne ich pietätlos...
  9. #108

    Interessant...

    Immerhin wird die Frage mal wieder öffentlich diskutiert und die Irrationalität eines ewigen Endlagers festgestellt.

    Andererseits gibt es bereits so ein Endlager auf Zeit.

    Das nennt sich Tschernobyl.
  10. #109

    Doch

    Zitat von 0175transalp Beitrag anzeigen
    Funktioniert meines Wissens nach im Moment nicht mal im labor so richtig...
    Doch, funktioniert. Energiereiche Protonen aus dem Beschleuniger -> Spallation an Thorium -> Neutronen -> Nachspaltung von langlebigen Spaltprodukten (Hauptsächlich Technicum) -> nur noch kurzlebige Produkte


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