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Streit um Buchen: Luftbilder sollen Abholzung von Bayerns Wald belegen

Andreas Varnhorn / GreenpeaceWie intensiv dürfen Deutschlands Wälder genutzt werden? Über diese Frage streiten Umweltschützer und Förster seit einigen Wochen besonders erbittert in Bayern. Nun wollen die Öko-Aktivisten mit Luftbildern belegen, dass schützenswerte Waldgebiete misshandelt werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...829749,00.html
  1. #10

    Im Königsforst ..

    Im Königsforst bei Köln hat der Orkan Kyrill kräftige Schneisen in die Fichten- und Kiefer-Monokulturen gerissen. Der sandige Boden bot den Flachwurzlern nicht ausreichend Halt. Nachdem die Baumstämme mit Harvestern geerntet wurden und auch die Wurzelstöcke entfernt waren, hat man ausnahmslos Buchen gepflanzt. Merke: Der nächste Orkan kommt bestimmt!
  2. #11

    Die Wälder sehen immer schlimer aus

    Wenn man in Bayern, z.B. bei Garmisch, durch die Wälder läuft, wird oft kein älterer Baum mehr stehen gelassen.
    Da können die sogenannten Forstexperten noch so sehr auf Ihre Fachkompetenz verweisen, ich bin in Bayern aufgewachsen, 36 Jahre alt und wandere schon sehr lange und gerne durch die Wälder. Diese gleichen immer mehr Strauch / Stangenwäldern.
    Es ist auch ein Unding, dass die Bayerischen Staatsforsten mittlerweile das ganze Jahr abholzen und der Natur so gar keine Ruhe mehr gönnen. Da sieht man leider, dass Privatisierung nicht immer sinnvoll ist, unser Wald sollte in verantwortungsvollen Händen bleiben.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie intensiv dürfen Deutschlands Wälder genutzt werden? Über diese Frage streiten Umweltschützer und Förster seit einigen Wochen besonders erbittert in Bayern. Nun wollen die Öko-Aktivisten mit Luftbildern belegen, dass schützenswerte Waldgebiete misshandelt werden.

    Streit um Buchen: Luftbilder*sollen Abholzung von Bayerns Wald belegen - SPIEGEL ONLINE
  3. #12

    Zitat von armin_steiner Beitrag anzeigen
    Wenn man in Bayern, z.B. bei Garmisch, durch die Wälder läuft, wird oft kein älterer Baum mehr stehen gelassen.
    Da können die sogenannten Forstexperten noch so sehr auf Ihre Fachkompetenz verweisen, ich bin in Bayern aufgewachsen, 36 Jahre alt und wandere schon sehr lange und gerne durch die Wälder. Diese gleichen immer mehr Strauch / Stangenwäldern.......
    In Baden-Württemberg ist es das gleiche - das hat mittlerweile gar keinen Sinn mehr - nichtmal einen schlechten.

    Für den normalen Bürger werden immer mehr Regularien eingeführt, vom diskutierten Wegegebot und Betretungsverbot - die Amtsinhaber gebärden sich aber wie die Wilden.

    Und das ist nicht nur Abholzung, sondern auch Zuschieben von Löchern, Erdhöhlen BODENDENKMÄLERN und Spalten - auf daß sich der vollkommenen und reibungsfreien Abholzung wenig in den Weg stellt.

    IHR macht unsere Welt kaputt. Und das schreibt hier nicht ein Baumstreicler, sondern jemand, der selbst Wald besitzt und auch des öfteren die Säge schwingt.
  4. #13

    Holzexport nach China

    75.000 Tonnen Holzexport nach China ist bei einem Einschlag von ca. 5 Mio Tonnen eher lächerlich. Was will Greenpeace damit ausdrücken? Kaufen die Chinesen den Deutschen den Wald weg?

    "Nur 36 Prozent des in Bayern insgesamt eingeschlagenen Laubholzes sei im Bundesland verblieben." Woher stammt diese Info? Dürfen die Bayern kein Holz in andere Bundesländer verkaufen? So sind Großabnehmer für Laubholz insbesondere in Nordrhein-Westfalen zu finden.

    Lasst uns doch unseren Wald in Deutschland stilllegen. Die Gutmenschen von Greenpeace, NABU, BUND etc. kaufen dann eben in Südamerika, Afrika etc. ihr Plantagenholz. Natürlich mit FSC Zertifikat!! Alles andere Holz insbesondere das aus Deutschland ist ja "böse". Das die Plantagen auf Primärwaldstandorten wachsen interessiert ja keinen. Hauptsache das Zertifikat ist drauf und das Gewissen ist beruhigt den "deutschen" Wald geschont zu haben.

    Nachschlag für die SPON Redakteure: Die BAYSF sind keine private Forstfirma, sondern gehören zu 100 % dem Land Bayern.
    Quelle: Bayerische Staatsforsten | Unternehmensprofil |
    Leider schwurbeln die BAYSF auch immer vom Unternehmen, obwohl sie nur Treuhänder des Waldes sind. Vorher hieß der Laden Landesforstverwaltung, war aber Edmund und Konsorten nicht modern genug und man konnte nicht so einfach einen Vorstand installieren.
    Also bitte in Zukunft etwas mehr Recherche bei einem seriösen Magazin.

    Bin übrigens kein Bayer.
  5. #14

    Ich sehe diese sogenannten "Forstexperten" von Greenpeace bereits bildlich vor mir, wie sie demnächst auch noch ein plakatives Bild einer kahlen Lärche im Januar veröffentlichen und den betreffenden Waldbesitzer öffentlich anklagen, er hätte diesen Baum heimtückisch und aus reiner Profitgier ermordet!!

    Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man sich über die derzeitige "Waldkampagne" eigentlich schief lachen. Aber offenbar scheint mittlerweile Greenpeace jedes Mittel Recht zu sein, um noch irgendwie auf sich aufmerksam zu machen und die sinkenden Mitgliederzahlen und die einbrechenden Spendenzahlungen aufzuhalten - diese "Kampagne" ist ein Offenbarungseid aller erster Güte!
  6. #15

    Ich wohne im Spessart.
    Seit einigen Jahren wird aus dem Wald herausgeholt was nur geht.
    Früher blieben die Baumkronen und Reiser liegen, mittlerweile wird jeder Krümel zu Hackschnitzeln oder Spanplatten weiterverarbeitet. Es bleibt nichts mehr liegen. Der Wald muß für die Industrie her.

    Nur, was Greenpeace da anstellt ist genau so ein Unfug. Der Spessart wurde vor 200 Jahren komplett neu aufgeforstet - es ist kein natürlicher Wald ...
  7. #16

    Manche Argumente sind schon witzig, natürlich dürfen die Bayern Holz verkaufen, es ist doch auch keine Argumentation mit dem Schutz anderer Wälder ausserhalb Deutschlands zu kommen, jeder Wald ist wertvoll, auch der deutsche. Die Leute die hier so altklug daherschreiben sollten sich doch mal ein Bild vor Ort im Wald machen und schauen, wie schlecht der sich in den letzten Jahren zum Stangengehölz verändert hat. Unverantwortlich. Es ist auch etwas schwer als Deutsche auf Länder wie Brasilien zu zeigen und böse böse beim aktuellen Waldgesetz zu schreien, wenn man die eigenen Wälder genauso vernichtet...
  8. #17

    Zitat von harald_mc Beitrag anzeigen
    Ich sehe diese sogenannten "Forstexperten" von Greenpeace bereits bildlich vor mir, wie sie demnächst auch noch ein plakatives Bild einer kahlen Lärche im Januar veröffentlichen und den betreffenden Waldbesitzer öffentlich anklagen, er hätte diesen Baum heimtückisch und aus reiner Profitgier ermordet!!

    Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man sich über die derzeitige "Waldkampagne" eigentlich schief lachen. Aber offenbar scheint mittlerweile Greenpeace jedes Mittel Recht zu sein, um noch irgendwie auf sich aufmerksam zu machen und die sinkenden Mitgliederzahlen und die einbrechenden Spendenzahlungen aufzuhalten - diese "Kampagne" ist ein Offenbarungseid aller erster Güte!
    Das hat nichts mit Greenpeace zu tun, objektiv ist das bald kein Wald mehr wie man ihn kennt sondern ein besseres Stangengehölz. Ich kenne viele Leute die diese Meinung teilen und mit Greenpeace nichts am Hut haben. Man sollte sich immer vor Ort ein Bild machen!
  9. #18

    Harvester

    Wir erinnern uns? Die jährliche Sommermeldung aus Griechenland über rund um Athen brennende alte Olivenhaine? Wegen Immobilienspekulation. Das erübrigt sich heute. Das alte Hellas ist abgebrannt. In Neu-Germania dauert es ein bißchen länger. Das ist größer und hat größere Wälder. Diese sind allerdings weitgehend auch unrentabel. Das liegt vor allem an dem einheimischen Baumbestand. Was ist der schon gegen eine "Douglasie"? In Hessen hat man hier schon vor über einem Jahrzehnt "brutalstmöglich" mit einem neuen Forstgesetz Hessen nach vorn gedacht Das Gesetz hat erst einmal dafür gesorgt, dass das forstwirtschaftlich kundige Fachpersonal kräftig ausgedünnt wurde. Mittlerweile bewegen sich "Walderntemaschinen" durch die grüne Lunge Hessens, die von Gießen bis Kassel reicht. Gemeindebuchhalter nennen diese Monstren auch "Harvester" – englisch klingt's bekanntlich besser. Was machen die freigesetzten Forst-Facharbeiter? Sie beraten die Gemeinden, wie sich die "Interessentenwälder" am besten schützen lassen. Das geht auch nur auf Englisch. Von der Dr. Ökoschützerin meiner Gemeinde erhielt ich auf meine Frage, weshalb man in einem bestimmten Eichen- und Buchenareal so eine Art Kahlschlag veranstalte, diese Antwort:
    "Unser Gemeindewald wird durch das Forstamt ... betreut /das liegt weit weg vom Tatort/ und nach PEFC – Richtlinien bewirtschaftet." "PEFC"? Klingt fast wie "PVC". Also ein Blick in Wiki: "Das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) (deutsch: Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC) ist ein 'internationales Waldzertifizierungssystem. Es ist die weltweit größte unabhängige Organisation zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung unter Gewährleistung ökologischer, sozialer und ökonomischer Standards.' "
    Beruhigt war ich damit aber noch nicht, da ich in 10 Jahren, in denen ich diese Wälder fast täglich durchwandere, in linearer Progression immer mehr sehr effiziente "Erntehelfer" wahrnehme, aber noch keinen einzigen getroffen habe, der ein ausgedünntes Waldstück wieder bepflanzt hätte. Der Erfolg von "PEFC" in meiner unmittelbaren Waldheimat ist heute auch ohne Luftaufnahme für das unbewaffnete Auge vom Boden aus erkennbar: Der Bestand hochwertigen Holzes nimmt kontinuierlich ab. Der nächste "Kyrill" wird dann die "Spargelstangen", die noch übrig geblieben sind, ohne Zertfifikationsnachweis nachhaltig zerkleinern.
  10. #19

    Skandal das ganze Jahr!

    Zitat von harald_mc Beitrag anzeigen
    Ich sehe diese sogenannten "Forstexperten" von Greenpeace bereits bildlich vor mir, wie sie demnächst auch noch ein plakatives Bild einer kahlen Lärche im Januar veröffentlichen und den betreffenden Waldbesitzer öffentlich anklagen, er hätte diesen Baum heimtückisch und aus reiner Profitgier ermordet!!

    Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man sich über die derzeitige "Waldkampagne" eigentlich schief lachen. Aber offenbar scheint mittlerweile Greenpeace jedes Mittel Recht zu sein, um noch irgendwie auf sich aufmerksam zu machen und die sinkenden Mitgliederzahlen und die einbrechenden Spendenzahlungen aufzuhalten - diese "Kampagne" ist ein Offenbarungseid aller erster Güte!
    Klasse Idee. So können die die Kampagne durch das ganze Jahr ziehen. Im Oktober kommen dann die Skandalbildchen mit gelben und braunen Blättern ("Skandal, früher waren die saftig grün!"), für die abwechselnd der Klimawandel oder vergiftete Böden die Schuld tragen.
    Aber man muss das Positive sehen: Je lächerlicher die Greenpeace-Kampagnen werden, desto schlechter scheint es um den Laden bestellt.


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