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Streit um Bildungsbericht: Republik der Abgehängten
DPADer Bildungsbericht 2012 zeigt schonungslos, woran das deutsche Bildungswesen krankt: Es bietet zu vielen Benachteiligten zu wenig echte Chancen. Die Opposition fordert nun mehr Geld, mehr Ganztagsschulen - und den schnellen Abschied vom Betreuungsgeld.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...840458,00.html
- #1 22.06.2012 16:14 von
- #2 22.06.2012 16:43 von
"Oben unten unten"
Es ist allerdings nicht so, dass jede, die lesen kann, auch das dringende Bedürfnis entwickeln muss, sich nach "oben" durchzuboxen, und das auch noch mit Kindern.
- #3 22.06.2012 17:34 von
Mit mehr Geld
und mehr Schulen werden Kinder auch nicht schlauer. In Deutschland besteht Schulpflicht. Jedes Kind kommt in eine Schule und hat die Moeglichkeit, diese zu durchlaufen und erfolgreif abzuschliessen. Die "Benachteilgung" sehe ich eher im Elternhaus von bildungsfernen und desintegrierten Familien.
- #4 22.06.2012 17:51 von
Gleichberechtigung auch im Bildungswesen!
Die Steuereinnahmen werden von allen Buergern erbracht.
Folglich haben alle Buerger das gleiche Recht um in den
Genuss der öffentlichen Mittel zu kommen. Wer ist daran
Schuld das dem nicht so ist? Die Ausreden sind stets endlos.
Zwischenzeitlich wird aber die Zukunft Tausender junger
Menschen verschaukelt. Sind wir ein Rechtsstaat,oder ein
Land der Privilegierten? Also keine Demokratie?
Unsere Nationalhymne sagt: Bruederlich Hand in Hand..
Wann endlich nehmen wir diesen Satz ernst? - #5 22.06.2012 18:59 von
Sicher
- #6 22.06.2012 19:16 von
Perdon,
wenn ich dazu sagen darf: Previligierte gab es und gibt es immer. Das hat wohl nichts mit Demokratie oder Rechtsstaat zu tun sondern eher damit, was einer aus seinem Leben macht. Deutschland ist sicher der einzige Saat der Welt, der seinen Buergern inkl. illegalen Zuwanderern alle Moglichkeiten fuer ein dezentes Leben gibt. Schule, medizinische Versorgung, Kindergeld, Unterkunft ( Hartz 4 wenn es nicht reicht ). Alles umsonst. Um Arbeit muss man sich allerdings selbst bemuehen. Es geht aber auch ohne Arbeit bestens. Siehe die grosse Menge von Roma-Familien bei uns. Die haben im Schnitt 2000 euro Kindergeld im Monat.
- #7 22.06.2012 20:04 von
Kommentar
Also etwa sieben Kinder? Haben Sie irgendwann in Ihrem Leben schon einmal eine Roma-Familie beneidet?
Und wie sieht es aus: Wieviel Steuern wird nur ein einziges Roma-Kind dem deutschen Staat zahlen, wenn aus ihm einst (wider Erwarten?) ein arbeitender Mensch geworden ist? Versuchen Sie das bitte zu errechnen.
Anbei möchte ich noch ein "unten" aus meiner vorherigen Überschrift durch ein "und" ersetzen. (Und noch ein Gebet hinzufügen: HERR, hilf uns bitte, dass wir dieses Ziel niemals erreichen, dass alle "oben" sind.) - #8 22.06.2012 20:18 von
Sagen und alte Legenden sprechen von großen, öffentlich zugänglichen Häusern mit tausenden Büchern und sonstigen Datenträgern sowie Zugang zu so einem digitalen Weltnetzwerk... und das alles kostenlos und mit Aufsicht, nahezu rund um die Uhr.
Aber pssssttt. nicht weitersagen !
Ohne den konkreten Fall genau zu kennen, wird Ihnen das wohl lediglich ein Beteiligter erklären können. Allein die Möglichkeit gegen gefühlte Ungerechtigkeit vorgehen zu können ist doch ein zeichen dafür dass hier eben keine Willkür final sein muss.
Was mich allerdings schon irgendwie wundert sind die in solchen Fällen exorbitant höufig auftretenhden superintegrierten Migranten die noch viel besser als alle (vor allem Deutsche) sind, sprechen und ausgezeichnet von allen Seiten und supergut erzoegen sind sie sowieso. - #9 22.06.2012 20:36 von
Ganztagesschulen müssen kommen. Diese eigentlich vor der Kitapflicht. Denn was nützt den Eltern eine Ganztages-Kitabetreuung, wenn es im Anschluss keine Ganztagesgrundschulen gibt?
Als Elternbeirat erlebe ich leider, dass an unserer Schule sich vor allem Eltern (und ja, auch Lehrer) gegen eine verpflichtende Ganztagesschule wehren. Die Gründe der Eltern sind u.a.: Keine Freizeit mehr für das Kind, also kein Sporttrainig oder Musikunterricht, viel zu lange Schultage etc. Die Eltern stimmten gar ab, dass lieber ein langer Schultag mit Unterricht bis 17 Uhr! besser wäre als 2 kürzere (Gymi).
Die Gründe der Lehrer lasse ich einfach mal aus...
Ok, wir sind hier ländlich (BW)
Betrachtet man den Bildungsbericht genau, so steht da u.a. dass mindestens 3 Jahre Kita (heißt bei uns noch immer Kindergarten) einen Bildungsvorsprung ergeben. Ok, 3 Jahre besuchen hier nahezu alle Kinder. U3 Angebote haben nahezu alle Gemeinden der Umgebung eingerichtet, die Nachfrage hält sich in Grenzen, wie gesagt Land, BW.
3 Jahre Kindergarten haben aber nahezu alle Kinder durchlaufen, mit evtl. notwendiger Sprachförderung usw.
Der Bildungsbericht sagt klar, dass 3 Jahre + einen Bildungsvorsprung ergeben. Er sagt jedoch nicht explizit, dass 5 Jahre einen noch höheren Vorsprung ergeben. Dies mag wohl auf einzelne Familien zutreffen, die jetzt für alle Kritik gegen das Betreuungsgeld herhalten müssen.
Ich selbst habe mich nach intensiver Überlegung meine Meinung auch gegen ein Betreuungsgeld gebildet, aber hauptsächlich aufgrund dieser seltsamen öffentlichen Diskussion.
Als meine Kinder klein waren gab es das sogn. Erziehungsgeld. Dieses wurde für Bedürftige, also Einkommensschwache bis zum 3. Lebensjahr des Kindes bezahlt. Ein Paar in meiner Verwandtschaft hat davon provitiert, Vater Studium noch nicht vollendet, Mutter gelernte Erzieherin, die sich bis zum 3. Lebensjahr um die Kinder gekümmert und pausiert hat (Berufseinstieg war danach kein Problem). Beide Kinder studieren inzw., waren aber auch "nur 3 Jahre" in einem Kindergarten.
Fazit: Man kann Studien zur Weiterentwicklung der Betreuungsangebote verwenden, aber bitte nicht, um Eltern gegeneinander aufzubringen. Das finde ich an der ganzen Diskussion ganz furchtbar.
Fazit: In Großstädten gibt es einen weit höheren Bedarf an U3 Plätzen, also muss dort viel mehr investiert werden!
Bildungsmäßig abgehängt werden u.a. die Bildungsverweigerer, die es auch unter Jugendlichen gibt. Da kann man die tollsten Angebote liefern, sie greifen einfach nicht.
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