Sie sollten die Aussage in dem Beitrag den Sie verlinkt haben, vielleicht mal genauer lesen. Darin wird vor allem die Qualität der frühkindlichen Betreuung für negative Auswirkungen als Ursache beschrieben. Auch dei Ausgangsbasis, das die Studie mit der überwiegend weissen Mittelclass Kidnern gemacht wurde, sollte Ihnen zu denken geben. Bei Kindern in schlechteren Einkommensverhältnissen, kann sich das ganz anders darstellen.
Was Ihren Vorschlag angeht, würde der genau das Gegenteil bewirken. Das Geld das für das Betreuungsgeld ausgegeben würde, fehlt dann in den Tagesstätten, folgerichtig sinkt dann dort die Qualität, mit ggf. den in der Studie beschrieben Folgen. Die die es sich leisten könne, zu Hause zu bleiben, und das sind in erster Linie die, die das auch ohne Betreuungsgeld (z.B. meine große Tochter) machen, sind da natürlich fein raus. Andere, wie z.B. meine "kleine Tochter", hätte damit dagegen ein Problem gehabt, da sie da sonst ihr Studium wohl hätte unterbrechen müssen. Bzgl. Qualität war das übrigens gut gelöst, in dem Ort wurde die Betreuung für unter 3 durch Tagesmütter, sprich sehr kleine Gruppen sichergestellt. Mit 3 geht es dann in die (ebenfalls sehr gute) Kita. Aber das sind in einer wohlhabenden "Ost"-Gemeinde im Speckgürtel von Berlin natürlich paradisische Verhältnisse.
Die Schlußfolgerung aus der Studie wären das, statt Betreuungsgeld auszuzahlen, das besser für die Qualitätsverbesserung der Betreuung auszugeben, Teilzeitarbeitsmöglichkeiten(und einer bessere Bezahlung der Arbeitnehmer dabei) verbessern. Sprich Qualität + mehr Zeit mit den Eltern. Davon profitieren dann auch die Kinder die nicht in der Kita waren, da diese spätestens in der Schule dann, da treffen Sie ja dann auf die aus der Kita, und je weniger Problemfälle es gibt, desto besser für alle.



