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Streit um Betreuungsgeld: Koalition will Hartz-IV-Eltern von Herdprämie ausschließen

dapdDie Regierung müht sich um einen Kompromiss zum umstrittenen Betreuungsgeld: Bezieher des Arbeitslosengelds II sollen von der Regelung ausgenommen bleiben. Zwar erhalten sie die Prämie zunächst - dann wird das Geld jedoch von den Hartz-IV-Bezügen abgezogen.

Betreuungsgeld: Geld wird Empfängern von Hartz-IV abgezogen - SPIEGEL ONLINE
  1. #370

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    die Gruppenbetreuung von Kindern unter 3 Jahren birgt ein hohes Schadenspotenzial für die seelischen Entwicklung, wodurch die Betroffenen auch im Erwachsenen-Alter noch eingeschränkt sind oder leiden. Was die Psychologie bereits lange vermutete, bestätigen jetzt die Neurowissenschaften anhand von Studien aus Ländern, in denen die Krippenbetreuung bereits früher flächendeckend eingeführt wurde.
    ...
    Wenn der Aufbau der Betreuungskapazitäten und der Rechtsanspruch nicht mehr rückgängig gemacht werden können, weil Krippenbetreuung mittlerweile in breiten Bevölkerungsschichten als Idealfall frühkindlicher Erziehung und Förderung gilt, bleibt nur das Betreuungsgeld, um Schlimmeres zu verhindern.
    Sie sollten die Aussage in dem Beitrag den Sie verlinkt haben, vielleicht mal genauer lesen. Darin wird vor allem die Qualität der frühkindlichen Betreuung für negative Auswirkungen als Ursache beschrieben. Auch dei Ausgangsbasis, das die Studie mit der überwiegend weissen Mittelclass Kidnern gemacht wurde, sollte Ihnen zu denken geben. Bei Kindern in schlechteren Einkommensverhältnissen, kann sich das ganz anders darstellen.

    Was Ihren Vorschlag angeht, würde der genau das Gegenteil bewirken. Das Geld das für das Betreuungsgeld ausgegeben würde, fehlt dann in den Tagesstätten, folgerichtig sinkt dann dort die Qualität, mit ggf. den in der Studie beschrieben Folgen. Die die es sich leisten könne, zu Hause zu bleiben, und das sind in erster Linie die, die das auch ohne Betreuungsgeld (z.B. meine große Tochter) machen, sind da natürlich fein raus. Andere, wie z.B. meine "kleine Tochter", hätte damit dagegen ein Problem gehabt, da sie da sonst ihr Studium wohl hätte unterbrechen müssen. Bzgl. Qualität war das übrigens gut gelöst, in dem Ort wurde die Betreuung für unter 3 durch Tagesmütter, sprich sehr kleine Gruppen sichergestellt. Mit 3 geht es dann in die (ebenfalls sehr gute) Kita. Aber das sind in einer wohlhabenden "Ost"-Gemeinde im Speckgürtel von Berlin natürlich paradisische Verhältnisse.

    Die Schlußfolgerung aus der Studie wären das, statt Betreuungsgeld auszuzahlen, das besser für die Qualitätsverbesserung der Betreuung auszugeben, Teilzeitarbeitsmöglichkeiten(und einer bessere Bezahlung der Arbeitnehmer dabei) verbessern. Sprich Qualität + mehr Zeit mit den Eltern. Davon profitieren dann auch die Kinder die nicht in der Kita waren, da diese spätestens in der Schule dann, da treffen Sie ja dann auf die aus der Kita, und je weniger Problemfälle es gibt, desto besser für alle.
  2. #371

    Ich verstehe den Widerstand in den vielen Kommentaren nicht. Warum soll der Staat nur die KiTas und damit die arbeitenden Mütter unterstützen und nicht auch diejenigen, die Ihre Kinder daheim persönlich erziehen wollen? Und weil in der untersten Schicht der Gesellschaft die Gefahr groß ist, dass diese Unterstützung missbraucht wird, indem man nur das Geld kassiert und die Kinder nicht wirklich erzieht, muss man entgegensteuern. Daher finde ich die vorgeschlagene Maßnahme mit der Verrechnung des Betreuungsgeldes bei HaltzIV-Empfängern richtig. JA, es sollen vor allem Mittelstand-Mütter davon profitieren, die auch selbst Ihren Kindern eine wertvolle Erziehung geben können und wollen und nicht Ihre Kinder den mit linken Wertvorstellungen infiltrierten staatlichen Einrichtungen überlassen wollen.
  3. #372

    Hat die Frau vdL da ...

    Zitat von dmdhl Beitrag anzeigen
    Frau von der Leyen wie viele Kinder haben eigentlich sie? 7
    Wieviel Geld gibt es pro Kind? 150 Euro
    Wie hoch wäre dann ihr Zusatzeinkommen? 7 mal 150 Euro = 1050 Euro, aber nicht wirklich?
    Warum nicht wirklich? ......
    die Geburtstage ihrer eigenen Kinder vergessen, als sie diese Rentenkompromissforlem in diesen Gesetzentwurf zimmern liess? Anders lässt sich doch fast garnicht erklären, dass sie sich quasi höchstselbst den maximalen Mitnahmeeffekt versaut.
  4. #373

    Zitat von bekkawei Beitrag anzeigen
    Als es mich betroffen hat, gab es weder Betreuungsgeld noch anderweitige Zuschuesse. Ich bin zu Hause geblieben, bis das juengste meiner drei Kinder drei Jahre alt war (9 Jahre) und mein Mann war Alleinverdiener. In diesen Jahren war einkommensmaessig bei uns alles sehr knapp auf Kante genaeht, wenn Sie wissen, was ich meine. Eine "Herdpraemie" haette geholfen.

    "Sich etwas leisten zu koennen" beinhaltet einen riesigen Interpraetationsspielraum.
    Nun, also konnten Sie es sich leisten, wenn auch knapp. Und zwar, weil Ihr Mann genug verdiente.
    Meine erste Frau, mit der zusammen ich eine großartige Tochter habe, ist auch die ersten Jahre zu Hause geblieben, auch weil wir es uns leisten konnten, und zwar knapp.

    Ich habe dann manchmal für einen Tag die "Betreuung" unserer Tochter und den Haushalt inklusive Staubsaugen, Waschmaschine, Kochen etc. übernommen - auch inklusive Treffen mit den anderen Müttern am Sandkasten im Park. Ich fand das ganze eigentlich immer sehr erholsam. Das einzige, was mich davon abgehalten hat, in tiefsten Neid auf die Mütter zu verfallen, war das unterirdische intellektuelle Niveau der dort geführten Gespräche. Vergleichbar mit einem Job bei netto war das auf jeden Fall nicht.
  5. #374

    Zitat von Urban Spit Beitrag anzeigen
    Eben - und warum werden dann heutzutage KiTas mit Unsummen subventioniert? Diese Unterstützung einfach abschaffen, ...
    Und die Unterstützung für Schulen, Universitäten, Theater und Schwimmbäder natürlich auch gleich mit. Was für einen Staat wollen Sie da eigentlich einführen?

    Das ist ja doch sehr offentsichtlich.
  6. #375

    Sehe Sie...

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    was soll das mit dem thema zum tun haben? die renten werden von den kindern finanziert, völlig egal ob sie in einer kita waren oder nicht und ob sie opernsänger wurden, oder nicht.
    ... genau das ist das Problem.
  7. #376

    andersrum wird nen schuh draus

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Sie übersehen, dass die Vorhaltung von Opernhäusern etc. eine rein freiwillige Leistung des Staates ist.
    sie ist genauso freiwillig oder unfreiwillig, wie die bereitstellung einer kita. nur die kita wäre für die große mehrheit der bevölkerung wichtiger.

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Wenn das Steuergeld knapp wird, wird dort zuerst gekürzt (was dann wieder von den Kulturschaffenden und Bildungsbürgern lautstark bejammert wird).
    die reichen jammern bekanntlich immer. aber eine milliarde für eine sinnlose elphfilharmonie lassen sie sich gern hinstellen. warum muss ein dirigent eigentlich das hundertfache einer kita-leiterin verdienen, obwohl nur ein winziger bruchteil der bevölkerung überhaupt jemals einen dirigenten, oder einen stargeiger, oder einen bratschisten benötigt? antwort: weil die bonzen es so wollen, um sich die freizeit vom bürger möglichst luxuriös finanzieren zum lassen.

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Und wenn eine Theatervorstellung abgesagt wird oder ausverkauft ist hat man Pech gehabt. Der Bürger hat keinen Anspruch auf Kultur.
    da irren sie, aber was solls. außerdem gehts nicht um ansprüche. der bürger hat auch keinen anspruch auf eine herdprämie. die gibts in keinem land der welt seit milliarden jahren nicht!

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz dazu ist Kinderbetreuung eine staatliche Pflichtleistung, auf die Eltern einen einklagbaren gesetzlichen Rechtsanspruch haben.
    dann sollte man das geld dazu verwenden, diesen rechtsanspruch auch umzumsetzen, anstatt dazu dass die leute ihr recht nicht wahrnehmen. es gibt auch einen rechtsanspruch auf ein gymnasium, und trotzdem bekommen hauptschüler auf der billigeren schule keinen finanziellen ausgleich. wer herdprämien will, der muss auch hauptschulprämien einführen. gleichbehandlung.

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Wer das nicht in Anspruch nimmt, spart dem Staat bares Geld. Bei tatsächlichen Kosten von ca 1000€/Monat für einen Kita-Platz sind 150€ Betreuungsgeld für den Staat ein sehr gutes Geschäft, um die Erziehungsleistung der Eltern ein- und den Rechtsanspruch auf staatliche Betreuung abzukaufen.
    wer opern, teater, hallenbäder, bibliotheken, altenheime, spielplätze etc. nicht in anspruch nimmt, spart dem staat noch viel viel mehr. also her mit dem ausgleichsgeld. ihre eigenen argumente zerrinnen in der hand. ich möchte auch alles, ich betone ALLES endlich mal ausbezahlt bekommen, was ich dem staat jemals gespart habe. einfahcer komm ich nie wieder zu meiner näxten million.
  8. #377

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Es war von Anfang so geplant und ist heute schon beim Kindergeld gängige Praxis. Bei Hartz IV werden alle(!) Einnahmen berücksichtigt: Alimente, Pachten, Kindergeld, Rente (Waisenrente, Witwenrente, Altersrente), Arbeitseinkommen ("Aufstocker"). Und das ist auch richtig so.
    Ist richtig so, dass arbeitslose Menschen Eltern zweiter Klasse sind? :->
  9. #378

    .

    Zitat von kfp Beitrag anzeigen
    Weil ein Ehepaar mit Kleinkindern, welches 50000+50000 verdient, deutlich härter arbeitet (40+40+jewelige Überstunden+zur Kita Hetzen, Kinderkrankentage wieder wettmachen, da die Arbeit ja nicht dadurch weniger wird, dass man offiziell beurlaubt ist, usw.), höhere nötige Ausgaben hat (Kita-Beiträge, Notfall-Babysitter, ...) als ein Ehepaar, wo einer 100000 verdient, während der Partner ihm komplett den Rücken frei hält...
    Vielleicht arbeitet der 100.000 Euro-Verdiener mehr als doppelt so hart wie Sie 50.000-Euro Arbeitnehmer, hat deutlich hoehere Ausgaben als Sie (2 Kinder im Studium, eins im Entzug), der Ehepartner vielleicht krank und pflegebduerftig, braucht eine Haushaltshilfe, Krankepflege, Sorgen und Stress ohne Ende.....

    Sie sehen, persoenliche Anekdoten bringen uns nicht weiter und Ihre ureigensten Lebensumstaende sind Ihre ureigenste Angelegenheit und der Staat samt seinen Steuern hat damit nichts, aber auch gar nichts zu tun.
  10. #379

    .

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    das sagen sie mal bitte der frau ministerin schröder. deren balg ist kaum ein jahr alt und wird weder gestillt noch von der mutter betreut. dafür möchte sie aber gern eine herdprämie einführen.
    Sie disqualifizieren sich als ernstzunehmender Forist allein durch Ihre Wortwahl.








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