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Streit um Betreuungsgeld: Koalition will Hartz-IV-Eltern von Herdprämie ausschließen
dapdDie Regierung müht sich um einen Kompromiss zum umstrittenen Betreuungsgeld: Bezieher des Arbeitslosengelds II sollen von der Regelung ausgenommen bleiben. Zwar erhalten sie die Prämie zunächst - dann wird das Geld jedoch von den Hartz-IV-Bezügen abgezogen.
Betreuungsgeld: Geld wird Empfängern von Hartz-IV abgezogen - SPIEGEL ONLINE
- #190 25.04.2012 08:50 von
Warum sollte man auf jeden Fall etwas so wertvolles wie die Erziehung der eigenen Kinder outsourcen?
Meine Frau hat auch eine Universitätsausbildung und ist zu hause bei den Kindern. Sie wird wieder arbeiten, aber erst wenn das jüngste Kind alt genug ist.
Einerseits beklagen wir uns über die Probleme von Kindern in der Schule deren Eltern beide arbeiten, andererseits ist das das Ideal vieler Leute hier.
Ein Kind in der Pubertät auf Kurs zu halten bedarf Eltern die sich intensiv um das Kind kümmern. So etwas kann keine staatliche Institution (Krippe, Nachmittagsbetreuung, ...) leisten.
Warum Kinder bekommen wenn man sich dann nicht um sie kümmern will?
Insofern finde ich das Betreuungsgeld eine gute Investition in die Leistungsfähigkeit der nächsten Generation. - #191 25.04.2012 08:52 von
Diese Stimmen verkennen, dass das Kindergeld als steuerlicher Ausgleich für das Existenzminimum der Kinder dient und daher nicht so einfach abzuschaffen ist bzw. der Kinderfreibetrag würde auf jeden Fall bleiben und das lässt sich eben schwer dem Wahlvolk erklären, die schreien dann wieder wegen soziale Ungerechtigkeit etc.
- #192 25.04.2012 08:52 von
Das beste Rezept gegen Verarmung ist Berufstätigkeit. Und um Müttern, deren Mann nicht genug für die ganze Familie verdient oder die ganz ohne Ehemann dastehen das Geldverdienen zu erleichtern , muss die Kinderbetreuung verbessert werden. So wie in anderen Ländern auch.
- #193 25.04.2012 08:52 von
- #194 25.04.2012 08:53 von
Ich möchte nicht wissen welcher gigantische Verwaltungsaufwand hier betrieben werden müsste um die Gelder zu verteilen.
- #195 25.04.2012 08:54 von
Leistungen für Familien
Wenn schon gleiche Chancen für alle, dann bitte erstmal den Kita-Ausbau forcieren, damit Eltern auch endlich eine Wahl haben.
In den 1960er Jahren hat man noch Kinder bekommen, weil man es wollte. Und wir, d.h. die jetzt in Rente gehende Generation, war sozusagen die erste, wo auch Frauen eine Berufsausbildung hatten und eigentlich ganz gerne ihren Beruf ausüben wollten. Kindergeld für das 1. Kind gab es damals noch nicht. Das gab es erst 1975 (soweit ich mich erinnere). Aber das 2. Kind haben wir uns nicht "geleistet" wegen des Kindergeldes, sondern weil wir keine 1.Kind-Familie bleiben wollten. Bei den heutigen 1.Kind-Familien ist es extrem wichtig, dass sie mit anderen Kindern aufwachsen. Die ersten "Ergebnisse" der 1.Kind-Familien sind ja heute schon auf dem "Markt" und wenn man sich näher damit beschäftigt, stellt man fest, dass diese absolut keine Sozialisation haben. Es wurden Egoisten groß gezogen, die heute sofort zuschlagen, wenn sie nicht bekommen was sie wollen.
Aufgeweckte Kinder, wenn sie denn nicht schon als Baby vor den Fernseher gesetzt werden, haben den unbedingten Drang nach Gesellschaft mit Gleichaltrigen. Und den sollte man ihnen nicht verwehren. Wenn Mama oder Papa versuchen, hier Ersatz zu spielen, bleiben sie selbst auf dem geistigen Niveau ihrer Kinder und sind dann vollkommen ungeeignet für einen Wiedereinstieg in den Beruf.
Damit möchte ich den Beruf einer Hausfrau und Mutter nicht abwerten, denn es gibt einige, die das mit Leidenschaft machen. Nichts desto Trotz sind diese Kinder benachteiligt, wenn sie keine Kita besuchen dürfen. - #196 25.04.2012 08:54 von
Haben Sie den Beitrag gelesen, auf den ich geantwortet habe? Es ging darum, dass durch das Betreuungsgeld Kinder nicht in den Kindergarten gehen würden - und das ist Unfug...
Wie hieß es doch letztens: "Kinder lernen kein Deutsch, bevor sie in die Schule kommen, weil sie keine Kita besuchen." Da frage ich mich: Was ist denn mit der Lücke von 3 bis 6 Jahren, in denen Kinder in aller Regel einen Kindergarten besuchen? Oder ist es den Kritikern des Betreuungsgelds entgangen, dass Kita ungleich Kindergarten ist? - #197 25.04.2012 08:54 von
Wo bleibt die Logik?
Dann müssen Sie mir mal erklären, warum die Zahnarztgattin, die durch ihren Mann gut versorgt ist und auch genügend Zeit hat, dieses Geld bekommen soll.
Man hat uns doch wochenlang erzählt, dass es eine Unverschämtheit sei alle Unterprivilegierten über einen Kamm zu scheren und zu glauben, diese Leute könnten ihre Kinder nicht richtig erziehen.
Jetzt will man diese Gruppe separat behandeln. Warum?
Wenn das Betreuungsgeld eine Honorierung einer bestimmten Lebensform sein soll, warum soll da nicht für alle gelten?
Warum soll es keine Wahlfreiheit für Hartz4-Empfänger geben?
Wo bleibt denn die Wahlfreiheit für diese Gruppe, wenn es für sie gar keine KITA-Plätze gibt, weil das Geld fürs Betreuungsgeld draufgegangen ist? Hartz4ler müssen also ihre Kinder zuhause lassen und kriegen dann im Gegensatz zur Zahnarztgattin nichts dafür.
Dass diese dann ihr Kind gar nicht selbst bei sich haben muss, sondern es zu einer womöglich nicht ausgebildeten, überforderten Tagesmutter geben kann, macht die Sache nicht logischer.
Fragen über Fragen. Und es werden immer mehr - #198 25.04.2012 08:54 von
- #199 25.04.2012 08:55 von
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