Streit um Atomausstieg: Wer bezahlt die Energiewende?

Raus aus der Kernkraft, rein in die Energiewende: Nach dem beschlossenen AKW-Aus will die Koalition*das Streitthema Atom möglichst schnell abhaken. Doch der Kampf um Konsens, Kosten und Kompensationen*könnte für die Kanzlerin noch zum Problem werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...766169,00.html
  1. #130

    Denkanstoss

    Zitat von hoffnungsvoll Beitrag anzeigen
    Im ersten Schritt geht es darum, die Kernkraftwerke zu ersetzen. Das klappt überraschenderweise jetzt schon und wird mit weiterem Ausbau der regenerativen Stromerzeugung auch ohne Speicherung durch großflächigen Verbund im europäischem Netz weiter sehr gut funktionieren.

    Wir sind noch lange nicht soweit, unsere gesamte Energieversorgung umzustellen; das wird einige Generationen dauern. Es geht im Augenblick nur darum, wie wir die alten maroden Kernkraftwerke ersetzen und auf die richtigen Konzepte setzen.

    Lösung C: Wir ersetzen die Kernkraftwerke durch neue fossile Kraftwerke. Das wird sicherlich teilweise geschehen, vor allem auch, um die sehr alten Kohlekraftwerke mit schlechtem Wirkungsgrad zu ersetzen. Sobald irgendwer auf die dumme Idee kommt, CO2 speichern zu wollen, sind die Stromkosten höher als von Windkraftanlagen.

    Lösung D: Wir bauen bis zum Ausstieg verstärkt Windmühlen sowie PV Anlagen und nutzen die Biogaserzeugung verstärkt, sparen was das Zeug hält, und werden keine Probleme bekommen. Diese Lösung ist für die Substitution der wenigen Kernkraftwerke der realistischte und kostengünstigste. Es bedarf noch keiner Speicherung und die Reservekraftwerke sind vorhanden. Statt Speicherung ist der erste Schritt, bestimmte Stromverbraucher wie Waschmaschinen in Tageszeiten mit Stromüberschuß zu verlegen.

    Was ist denn Ihre Lösung? A oder B? Oder sind Sie nur destruktiv unterwegs und haben gar keine langfristigen Lösungen?
    Siehe:

    [Audi wird wohl den"Erdgas-Weg" gehen:
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...762402,00.html
    Als Denkanstoss:
    Erneuerbare Energien "Grundlastfähig" machen!
    Aus dem erneuerbaren Strom, Wind, Sonne, Geothermie, wird durch Elktrolyse Wasserstoff erzeugt und wird dann, bei 60%Wirkungsgrad, mit CO2 in "Thermischer Synthese" in Methan(Erdgas) umgewandelt. Die entstehende Abwärme (ca.80 Grad) kann in Nahwärmenetze eingespeist werden.
    Das "Erneuerbare Erdgas" wird in unser vorhandenes Erdgasnetz eingespeist und steht als Langzeitspeicher mit einem Energieinhalt von ca. 200TWh zu Verfügung(elektr. 120TWH),Stromverbrauch DE jährlich 635TWh, also gesicherte Stromerzeugung für ca. 75 Tage!
    Aus diesem Gasnetz werden deutschlandweit Siemens GUD-Kraftwerke und dezentrale BHKW´s im KWKK- Modus betrieben, deren Abwärme in Nahwärmenetze eingespeist wird und zum Heizen oder direkt über Absorbtionskühlaggregate zur Kühlung (Klimaanlagen, Frischkühltesen) genutzt werden kann!

    Auf den Aufbau zusätzlicher Höchstspannundsleitungen kann so verzichtet werden, da das Erdgasnetz die Energieübertragung übernimmt!

    Als Kurzzeitspeicher stehen dann Pumpspeicher-Kraftwerke und Druckluft-Kraftwerke und eventuell die Akku´s der Eletromobile bereit.

    http://www.weltderphysik.de/de/8581.php

    Weserübung
  2. #131

    Fortsetzung (um auf mein Lieblingsthema zurückzukommen):

    Habe nun selber schon etwas gegoogelt und kann nun hier diesen Link zum Besten (= Lesen & Verstehen ! ) geben:

    http://www.rohstoff-welt.de/news/artikel.php?sid=776


    Neu war mir hierbei, dass Neodym sich gern zusammen mit Thorium in der Erdkruste lagert und finden läßt. (=>Monazitvorkommen )

    Trifft sich doch gut, denn in anderen Ländern wird, nachdem Kernenergie im ergrünten Deutschland igitigit ist, umso intensiver daran geforscht wie man Thorium am Besten in den Kernkraftwerken der 4ten Generation zur Stromerzeugung nutzen kann.

    (Monazit findet man auch in Norwegen, aber dort braucht man kein Thorium zur Stromerzeugung, weil es dort ja immer noch viel regnet)

    PS
    Dieser Artikel aus der Welt der Rohstoff- Spekulation (praktischerweise gleich mit WKNs ! ) stammt aus dem Vorkrisenjahr 2007.
    Inzwischen war es möglich, mit solchem Wissen viel Geld zu machen und -hélas, quel malheur! - auch wieder zu verlieren.:-)

    Aber auch hier gilt : The early bird catches the worm!

    http://www.google.de/images?hl=de&tb...iw=920&bih=702
  3. #132

    Einfach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Streit um Atomausstieg: Wer bezahlt die Energiewende?
    Wenn Sie in Deutschland wohnen reicht ein Blick in den Spiegel, um die Frage zu beantworten.
  4. #133

    Rechnen mangelhaft

    Zitat von n+x Beitrag anzeigen
    Jaja, das Märchen kommt hier immer wieder. Mal sind es 200 Milliarden, mal 300 Milliarden, mal einpaar Fantastilliarden.

    Mal kurz angenommen es würde stimmen: dann wäre es doch nachdem das Geld ausgegeben wurde ziemlich dämlich auf die daraus resultierende billige Stromerzeugung zu verzichten.
    Na ja stimmt zwar, aber für die meisten Ökos scheint das schon höhere Mathematik zu sein.

    Unter diesen Leuten heißt es bei der Party:

    >>>Von Mathe hatte ich schon immer nix am Hut<<<
  5. #134

    Merci

    Zitat von Weserübung Beitrag anzeigen
    Siehe:

    [Audi wird wohl den"Erdgas-Weg" gehen:
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...762402,00.html
    Als Denkanstoss:
    Erneuerbare Energien "Grundlastfähig" machen!
    Aus dem erneuerbaren Strom, Wind, Sonne, Geothermie, wird durch Elktrolyse Wasserstoff erzeugt und wird dann, bei 60%Wirkungsgrad, mit CO2 in "Thermischer Synthese" in Methan(Erdgas) umgewandelt. Die entstehende Abwärme (ca.80 Grad) kann in Nahwärmenetze eingespeist werden.
    Das "Erneuerbare Erdgas" wird in unser vorhandenes Erdgasnetz eingespeist und steht als Langzeitspeicher mit einem Energieinhalt von ca. 200TWh zu Verfügung(elektr. 120TWH),Stromverbrauch DE jährlich 635TWh, also gesicherte Stromerzeugung für ca. 75 Tage!
    Aus diesem Gasnetz werden deutschlandweit Siemens GUD-Kraftwerke und dezentrale BHKW´s im KWKK- Modus betrieben, deren Abwärme in Nahwärmenetze eingespeist wird und zum Heizen oder direkt über Absorbtionskühlaggregate zur Kühlung (Klimaanlagen, Frischkühltesen) genutzt werden kann!

    Auf den Aufbau zusätzlicher Höchstspannundsleitungen kann so verzichtet werden, da das Erdgasnetz die Energieübertragung übernimmt!

    Als Kurzzeitspeicher stehen dann Pumpspeicher-Kraftwerke und Druckluft-Kraftwerke und eventuell die Akku´s der Eletromobile bereit.

    http://www.weltderphysik.de/de/8581.php

    Weserübung
    Ja wenn das so ist, dann sollen sich alle, denen die neuen und angeblich alternativlosen Hochspannungsleitungen nicht gefallen, dagegen mit allen Mitteln und richtig schön nachhaltig wehren. :-)
  6. #135

    Realitätsverlust?

    Zitat von scharnhorst24 Beitrag anzeigen
    Vor 100 Jahren gab es diese Stromerzeuger noch nicht. In 100 Jahren wird es sie nicht mehr geben. Ihr Verschwinden beginnt mit der sogenannten "Energiewende". Das ist Chance statt Risiko. Atom, Öl und Kohle haben unsere Welt nicht lebenswerter gemacht!
    Sie plädieren also für die guten alten Zeiten, ohne Strom und Kraftfahrzeuge, und mit 90% Beschäftigung im Agrarsektor, wo nach mühevollster Plackerei (16 Stunden Tag, nie Urlaub etc. )gerade soviel übrig blieb, nicht zu verhungern (wenn man Glück hatte)

    Inr Ihrem Statement offenbart sich die ganze wirre Geisteshaltung, die ich hinter dem ganzen Zivilisationsabschaffungsaktionismus, der gegenwärtig Oberwasser bekommt, vermute.
  7. #136

    Sebst 6

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Setzen 6!

    Rechnen sie es andersherum, jeder Cent Preiserhöhung kostet eine 4-Köpfige Familie 320,-- € jedes Jahr!
    Selbst erst Rechnen lernen!!!

    Wenn bei meinen nie erreichten 6.000 KWH um 1 Ct erhöht wird, sind das 60,- und nicht 320,-Euro im Jahr, 5,-Euro im Monat geteilt durch 4 Köpfe á 1.25 Euro.

    Ja Rechnen müsste man können.
  8. #137

    .

    Ich verstehe nicht warum die Parteien die einen früheren Atomausstieg wollen diesen nicht in den Bundesländern realisieren in denen sie regieren?

    EnBW gehört dem Land B-W und den Kommunen in B-W zu 97%.

    Also soll Kretschmann bis 2017 die letzten Atomkraftwerke in B-W runterfahren so wie es Trittin, Özdemir und Roth vorschlagen!

    Und wenn die Grünen "Abschalten Jetzt!" jemals ernst meinten dann am besten am 100. Tag seiner Amtsübernahme.

    Und wenn sie es dann auch schaffen mit ihren alternativen Konzepten (die ja angeblich längst vorhanden sind) auch den Atomstromimport aus dem Ausland unnötig zu machen dann ziehe ich ehrfürchtig den Hut.

    Laufen die Atomkraftwerke in B-W aber am 01.08.2011 noch (ich gönne Kretschmann zu den 100 Tagen Regierung noch ein paar Wochenenden) dann bleiben sie einfach unglaubwürdige Dagegen-Protestierer deren angeblich vorhandene Alternativkonzepte sich als unrealisierbar erweisen.

    Der grüne Kretschmann in B-W und die im Landesunternehmen EnBW laufenden AKWs sind jetzt der Lackmus-Test für die grüne Glaubwürdigkeit.


    Über die Trittbrettfahrer-Linken müssen wir ja gar nicht mehr reden! 2014?

    Warum fordert die Linke nicht gleich den "Weltfrieden"? Zu realisieren von der Bundesregierung bis 2012.

    Schade dass man den Bundesländern in denen die Linken regieren nicht selektiv den Atomstrom ab 2014 abdrehen kann.
  9. #138

    .

    Zitat von dieterschg Beitrag anzeigen
    Selbst erst Rechnen lernen!!!

    Wenn bei meinen nie erreichten 6.000 KWH um 1 Ct erhöht wird, sind das 60,- und nicht 320,-Euro im Jahr, 5,-Euro im Monat geteilt durch 4 Köpfe á 1.25 Euro.

    Ja Rechnen müsste man können.
    Was Leute wie Sie nie einrechnen ist dass die gestiegenen Stromkosten auch in ihren Lebenshaltungskosten stecken.

    Wenn also Gebühren steigen weil die Beamten auch Strom verbrauchen, die Milch teurer wird weil mit Strom und nicht von Hand gemolken wird, die Sozialversicherungen steigen weil auch Ärzte ungern im Kerzenlicht operieren dann können Sie sich eventuell vorstellen wie sich das Leben in D mit höheren Energiekosten verändern wird.

    Nun gut, ich bin bereit meinen Teil zu tragen.

    Wenn die Freiburger Wut-Studentin dann auch auf Konsum verzichtet und nur noch ein paar Schuhe pro Jahr kauft wird das Ganze auch kein Problem.

    Wenn der grüne Wut-Bürger meint er schafft es "andere" die Umsetzung seiner Ideologie zahlen zu lassen dann wünsche ich viel Spass bei diesem Versuch. ;-)
  10. #139

    Vergleiche

    Zitat von n+x Beitrag anzeigen
    Ja; Kosten maximal im zweistelligen Milliardenbereich, aber tragbar.
    Allein im 30-km-Radius um Pilippsburg leben ca 1,7 Mio Menschen.
    Da im Katastrophenfall mit einem maximal zweistelligen Milliardenbereich auskommen zu wollen, ist recht eigenwillig geschätzt.
    Und wenn es tatsächlich tragbar sein sollte: Versichern!
    Zitat von n+x Beitrag anzeigen
    Kohle z.B. fordert jährlich in D ~7000 Tote und noch viel mehr Kranke. Wenn Sie einer davon sind zahlt dafür niemand. Das selbe gillt für Ernteausfälle, Materialdegradation u.s.w.
    Fossile Brennstoffe sind problematisch, ob es jetzt 7000 Todesfälle wegen Kohle in Deutschland sind, sei dahingestellt.
    Wie auch immer: Schlimm genug, aber kein Grund, die Risiken der Kernkraft kleinzureden.
    Zitat von n+x Beitrag anzeigen
    Das ist nicht möglich, da die Opfer nicht zuordenbar sind.
    Soweit Sie Kohle meinen o.k. .
    Bei EE nicht zuordenbare Opferzahlen in einer Dimension anzunehmen, die mit Kohle oder Kernkraft vergleichbar wären, ist abenteuerlich.
    Zitat von n+x Beitrag anzeigen
    Sie müssen die Summe betrachten. Und um alle Kernkraftwerke zu ersetzen bräuchten Sie viele Windräder*. Da können nicht nur Techniker bei der Inbetriebname sterben sindern auch weitere bei der Herstelung. Außerdem sind Regel- und Backupkraftwerke nötig.
    Hier vergleichen Sie Unfälle bei der Herstellung von Kraftwerken (die gibt es auch bei AKWs) mit den Folgen einer Reaktorkatastrophe. Der Vergleich hinkt nicht mal.
    Zitat von n+x Beitrag anzeigen
    *Die EE sind zweifellos eine Entwicklung, zur Zeit als die meisten KKW gebaut wurden waren sie aber nicht verfügbar. Hätte Japan anstelle der KKW z.B. Kohlekraftwerke gebaut wären viele Menschen deswegen gestorben. Das gleiche gillt, wenn auch abgemindert, für Gas.
    Siehe oben.