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Streit um Arbeitsverteilung: Bundesregierung hält Airbus-Subventionen zurück

DPAIn der Bundesregierung wächst offenbar der Ärger über die EADS-Tochter Airbus. Wie das "Handelsblatt" berichtet, hält die Regierung eine Anschubfinanzierung für das Prestigeprojekt Airbus A350 in Höhe von rund 600 Millionen Euro zurück. Der Konzern soll Zusagen nicht eingehalten haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-861901.html
  1. #1

    alles geht auch nicht

    Wenn die Politik sich in die Wirtschaft einmischt, geht das oft nicht gut. Allerdings wäre EADS ohne Subventionen etc nicht überlebensfähig, deshalb sollten die sich mal nicht so aufmanteln, wenn die Politik Arbeitsplatzgarantien möchte. Herr Enders es mag vielleicht betriebwirtschaftlich günstiger sein alles in Frankreich zusammen bauen zulassen, dann verzichten sie aber bitte auf deutsche Subventionen, da möchte ich mal gerne wissen was /- rauskommt.
  2. #2

    Gottseidank ist der Verkauf geplatzt...

    Danke Bundesregierung - dann wäre alles futsch gewesen: Arbeits- und Forschungsplätze und unsere Steuermilliarden, auf nimmerwiedersehen ab nach Großbritannien, für ungehemmten unkontrollierten Waffenhandel, bezahlt vom Deutschen Steuerzahler - über Subventionen(siehe Artikel) und über unsre Sozialkassen via Arbeitslosebngeld. David Cammaronn hätte sich totgelacht über die dummen Deutschen. Und wie hiess es doch in den gleichgeschalteten deutschen Zeitungen, als der deal platzte:"Der Staat solle sich aus der Wirtschaft raushalten!" Aber unsere Steuermilliarden, die werden gerne genommen. Es ist alles nur noch zum Kotzen! Weder haben wir eine Opposition noch eine Presse, welche die Hintergründe dieser Deals mal aus Sicht der Wähler ausleuchtet.
  3. #3

    Zitat von ComLark Beitrag anzeigen
    Wenn die Politik sich in die Wirtschaft einmischt, geht das oft nicht gut. Allerdings wäre EADS ohne Subventionen etc nicht überlebensfähig, deshalb sollten die sich mal nicht so aufmanteln, wenn die Politik Arbeitsplatzgarantien möchte. Herr Enders es mag vielleicht betriebwirtschaftlich günstiger sein alles in Frankreich zusammen bauen zulassen, dann verzichten sie aber bitte auf deutsche Subventionen, da möchte ich mal gerne wissen was /- rauskommt.
    Es ist sogar geboten, dass deutsche Steuermittel nur die deutschen Airbus Standorte stärken. Kann sich jemand vorstellen, dass der französische Steuerzahler den Standort München oder Hamburg subventioniert?

    Subventionen in diesen Bereichen sind übrigens beinah unvermeidlich, auch Boeing und andere Hersteller in dieser Branche brauchen diese Starthilfen. Dadurch dass EADS einen ordentlichen Gewinn einfährt, ist hier auch nichts einzuwenden.
  4. #4

    Medaillen haben nun einmal zwei Seiten.

    Tja, wenn man an deutsche öffentliche Gelder will, muss man auch deutsche bedingungen akzeptieren. Das heißt im Umkehrschluss, wenn man das nicht will, muss man auch auf die Gelder verzichten!
  5. #5

    Einfluss

    Ich glaubte, dass die Deutschen gegen politische Einfluss in EADS waren...
  6. #6

    Deutsche Steuergelder

    Ich persönlich finde es gut, dass EADS/Airbus die besagten Summen (noch) nicht erhalten hat, denn diese Gelder sind ja auch von meinen Steuergeldern bezahlt und ich sehe es partout nicht ein, dass ich als Fremdarbeiter für Airbus im Gegensatz zu Festangestellten für zumindest gleichwertige Arbeit ein Drittel weniger verdiene, 5 Stunden pro Woche mehr arbeite, um dann in der Werkskantine 30% mehr bezahlen zu müssen. Diese Verdeutlichung der 2-Klassengesellschaft, ein Grundbedürfniss (Nahrungsmittel/Verpflegung) betreffend, ist ein Zustand welcher mich tendenziell an ein sehr dunkles Kapitel deutscher Geschichte erinnert. Diese unsoziale Art eines Großkonzerns den Profit zu optimieren sollte nicht noch durch öffentliche Mittel unterstützt werden, insbesondere wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis schon bei der Stammbelegschaft auf eine nicht allzu schlechte Marge schließen lassen.
  7. #7

    Erfolg macht sinnlich, manchmal übersinnlich

    Es scheint so, dass man manche Menschen auf den Boden der Tatsachen zurückholen muss, wenn sie einer Gaukelei zum Opfer fallen drohen.

    Und Gaukeleien, derer gibt es im Geschäftsleben viele, meist mit Dollarzeichen in den Augen.
  8. #8

    Musterbeispiel

    Enders ist wieder mal ein Musterbeispiel für Deutsche in internationalen Clubs:

    - Warum laufen alle deutschen EU-Mandatsträger immer sofort von Deutschland zum in ihren Augen mächtigeren Europa über, während ihre Kollegen aus anderen Ländern immer noch an ihre Heimat-Nationen denken?

    - Warum verfolgen die Politiker aller deutschen Parteien nicht die Interessen Deutschlands sondern des in ihren Augen künftig mächtigeren Europas?

    - Warum stehen die deutschen Bürger, Wähler und Parlamentarier in Gegensatz zu den Bürgern und Wählern anderer Länder zu allen Zeiten unkritisch zur jeweils stärksten politischen Führungsgestalt?

    Da gibt's doch wohl nur einen Grund: Tragischerweise ist die Mehrzahl der Deutschen unverbesserlich kritiklos obrigkeitshörig (das sind die Leute "unten") oder begierig an der Macht der Mächtigsten teilzuhaben (das sind die Leute "oben"). Das erklärt übrigens auch die deutsche Standard-Tugend Disziplin.
  9. #9

    Es fehlt an vielem

    Aus den vier ersten Kommentaren ist bestens herauszulesen, woran Europa wirklich krankt: Es fehlt an einer klaren eurpäischen Identität und Haltung. Nationalistische Grundhaltungen in einer globalisierten Welt werden Europa schwächen. Und das gilt sowohl für Staaten, die den Euro für eine betrügerische und zur Katastrophe verdammten Wirtschaftspolitik missbraucht haben, wie auch für Länder wie Deutschland, dessen aktuelle wirtschaftliche Stärke in der Hauptsache durch Handel mit anderen EU-Staaten gewonnen wird. Die kleingeistige, besitzstandswahrende Denkweise, die keine Zukunftsvision hat, kann uns Europäern noch zum Verhängnis werden.


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