Forum


 

Streit um 1,30 Euro: "Emmelys" Anwalt sieht Grundrecht verletzt

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen, vor dem Bundesarbeitsgericht wird er nun neu aufgerollt: Die Kassiererin "Emmely" wurde gefeuert, weil sie einen Pfandbon von 1,30 Euro eingelöst hatte. Ihr Anwalt sieht sich gut gerüstet - die Kündigung verstoße gegen das Gebot der Gleichbehandlung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...699726,00.html
  1. #1

    Mehr

    Sie hatte 1 Milliarde veruntreuen sollen, wie bestimmte Leute aus der Finanzbranche, dann wäre ihr nichts passiert :-)
  2. #2

    Argumente klingen plausibel und naheliegend...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen, vor dem Bundesarbeitsgericht wird er nun neu aufgerollt: Die Kassiererin "Emmely" wurde gefeuert, weil .....
    ...aber warum werden die erst jetzt vorgebracht? Haben da Anwälte geschlafen?
  3. #3

    Grundrecht auf Diebstahl?

    Ich denke der Fall ist klar. Diebstahl ist ein Grund für eine fristlose Kündigung. Ansonsten müsste das Gericht einen Betrag festsetzen bis zu dem Diebstahl erlaubt ist und das würde dann jedem Tür und Tor öffnen. Es ist schon erstaunlich, dass sich das oberste Gericht mit so einem eindeutigen Fall befassen muss.

    Normalerweise würde so eine Bagatelle in einem guten Verhältnis zum Arbeitgeber sicherlich nicht zu einer Kündigung führen. Aber für den Arbeitgeber sind solche Verfälle oftmals einer der weniger Gründe sich von faulen und/oder unfähigen Arbeitnehmern zu trennen.
  4. #4

    Ich glaube nicht ...

    Zitat von hollo43 Beitrag anzeigen
    ...aber warum werden die erst jetzt vorgebracht? Haben da Anwälte geschlafen?
    ... dass Emmelys Anwalt gepennt hat, sondern dass er einschätzen konnte, dass ein Gericht niederer Instanz beim Vorbringen explizit politischer Argumente ("Klassenjustiz") sofort "dichtmacht". Die Widersprüche bei der "Kaiser's"-Schilderung des angeblichen Tatablaufs hingegen waren sehr wohl schon bisher vorgebracht worden.
  5. #5

    So isser halt, der Kapitalismus.

    Zitat von wilde Socke Beitrag anzeigen
    Sie hatte 1 Milliarde veruntreuen sollen, wie bestimmte Leute aus der Finanzbranche, dann wäre ihr nichts passiert :-)
    Doch, sie wäre vielleicht auch entlassen worden. Allerdings mit einer Millionenabfindung.
  6. #6

    Dieb

    Zitat von hansausberlin Beitrag anzeigen
    Ich denke der Fall ist klar. Diebstahl ist ein Grund für eine fristlose Kündigung. Ansonsten müsste das Gericht einen Betrag festsetzen bis zu dem Diebstahl erlaubt ist und das würde dann jedem Tür und Tor öffnen. Es ist schon erstaunlich, dass sich das oberste Gericht mit so einem eindeutigen Fall befassen muss.

    Normalerweise würde so eine Bagatelle in einem guten Verhältnis zum Arbeitgeber sicherlich nicht zu einer Kündigung führen. Aber für den Arbeitgeber sind solche Verfälle oftmals einer der weniger Gründe sich von faulen und/oder unfähigen Arbeitnehmern zu trennen.
    Und was genau hat die Dame gestohlen?
  7. #7

    Verrückte Welt

    Ist schon ne verrückte Welt. Herr Funke, ehemals Chef der HRE, setzt Milliarden in den Sand, wird entlassen und klagt auf Weiterzahlung seiner Bezüge, wobei seine Chancen aus vertragsrechtlichen Gründen nicht mal schlecht stehen.

    Eine Kassierin verliert ihren Job wegen 1.30 Euro. Wo ist da eine Verhältnismäßigkeit.

    In weiser Voraussicht an alle, die wieder erzählen werden, Kassierin u.s.w. ist ein Vertrauensjob, da darf so etwas nicht passieren, da ist eine Kündigung gerechtfertigt. Das mag sein, aber dann soll der gesetzliche Bannstrahl alle Deliquenten treffen und nicht nur das gemeine Fußvolk. Oder will jemand glaubhaft verbreiten, dass ein Manager oder Banker wegen 1.30 Euro seinen Job verlieren würde?!
  8. #8

    Deppenapostroph's im Firmennamen...

    Wer sich mangels orthographischer Intelligen'z Deppenapostroph's in den Firmenname'n schreibt, kann mich auch nicht mehr mit mangelnder emotionaler Intelligenz überraschen.
  9. #9

    Klüngelverein

    Zitat von wilde Socke Beitrag anzeigen
    Sie hatte 1 Milliarde veruntreuen sollen, wie bestimmte Leute aus der Finanzbranche, dann wäre ihr nichts passiert :-)
    So ist es, es ist schon schlimm, daß die Regierung und die Behörden dieses Landes zusammen mit der Wirtschaft einen Klüngelverein bilden.








TOP



TOP