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Streit über Zuständigkeit: CSU will Schröder bei Herdprämie ausbooten

dapdAussitzen funktioniert nicht: Mehrere Unionsabgeordnete verlangen von Familienministerin Schröder umgehend einen Gesetzentwurf zur Herdprämie. Sie fürchten, die CDU-Politikerin wolle das umstrittene Projekt verschleppen - und drohen deshalb damit, ihr die Zuständigkeit zu entziehen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...831586,00.html
  1. #90

    Zitat von Zebbelin Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit der Deutschen hat auch keine Kinder unter drei Jahren. Mich würde eine Umfrage interessieren, die nur unter den relevanten gemacht wird. So ein Ergebnis wäre bei weitem aussagekräftiger und auch relevanter.
    Dann muss man Ihnen aber auch vorher ehrlich sagen, dass mit der Herdprämie KiTa-Plätze verhindert werden und deshalb viele von diesen Eltern Beruf und Kindererziehung nicht (mehr) verbinden können.
  2. #91

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Wenn Sie nachweisen, dass Opern, Theater und Universitäten einem bedeutenden Anteil der Bevölkerung massiv und nachhaltig schaden, können wir gerne darüber reden. Rein fiskalische Gründe sind hingegen wenig normativ.
    Weisen Sie doch erstmal nach, dass Kinderbetreuung und Schule den Kindern schaden. In halb Europa sind KiTas und Ganztagsschulen selbstverständlich. Wissen Sie mehr als Millionen Europäer?
  3. #92

    Zitat von kirk_dougles Beitrag anzeigen
    Wozu eigentlich Kinder wenn man sich nicht selbst drum kümmern darf.
    Dürfen Sie doch. Aber gestehen Sie bitte auch anderen Eltern das Recht zu, ihren Lebensentwurf zu leben.

    Mit welchem Recht wollen Sie andere Eltern zwingen mehr zu arbeiten, um Ihnen Ihren Lebensentwurf über Steuergelder zu finanzieren?
  4. #93

    ...

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Weisen Sie doch erstmal nach, dass Kinderbetreuung und Schule den Kindern schaden. In halb Europa sind KiTas und Ganztagsschulen selbstverständlich. Wissen Sie mehr als Millionen Europäer?
    Was hat die Diskussion über eine Krippenvermeidungsprämie mit Schulen zu tun?
    Es geht um Krippen und da liefern Psychologie und Kindermedizin genügend Anhaltspunkte, um von einem hohen Schadenspotenzial für die seelische Entwicklung auszugehen.

    Die Frage ist nicht, ob irgendjemand mehr weiss als Millionen Europäer. Die Frage ist, ob man z.B. Ostdeutschen zumuten will, sich mit den Ergebnissen der Krippen-Erziehung, die viele dort genossen haben auseinanderzusetzen. So eine Auseinandersetzung rührt leicht am Selbstbild eines Menschen, was heute gemeinhin als Tabubruch verstanden wird.
    Das darf aber nicht dazu führen, dass aus Konflikscheu eine solch wichtige Frage erst garnicht diskutiert und geklärt wird und Kinder diesen fehlenden Diskurs mit geringerem Wohlbefinden und weniger freuem Willen bezahlen.

    In der CSSR wurde die Krippenbetreuung übrigens bereits in den 70ern von Vollversorgung auf nurmehr 25% Betreuungsquote zurückgefahren, nachdem man dort die negativen Konsequenzen der Krippenbetreuung offen diskutiert hatte.
  5. #94

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Stecken wir das Geld doch erstmal in die Bereitstellung ausreichend vieler Betreuungsplätze, statt in den subventionierten Abbau des Sozialstaates.
    1. Der Abbau des Sozialstaates kommt sowieso, denn im Endeffekt kann ihr Projekt nur über eine Neuverschuldung finanziert werden. Nein, die Bankenrettung war ebenfalls auf Schulden finanziert und sie war ansich nur eine Notsituation um einen Kollaps des Systems zu verhindern um Zeit zu gewinnen.

    2. Momentan gibt es keine Kita-Plätze, für die Eltern, die JETZT Kinder in diesem Alter haben, ist es Essig. Denn die haben keinen Kita-Platz und würden dann wenigstens jetzt 150 Euro Entschädigung bekommen. Momentan haben sie keinen Kita-Platz und kriegen gar nichts.
    3. Alleinerziehende und gering qualifizierte Menschen nehmen diese Leistung, laut Untersuchungen aus Thüringen, am ehesten in Anspruch. Es ist auch klar, weil die ihre "Minijob-Karriere" auch mal für 1-2 Jahre aussetzen können, sofern sie die Möglichkeit haben. Das ist momentan der Fakt.
  6. #95

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Was hat die Diskussion über eine Krippenvermeidungsprämie mit Schulen zu tun?
    Es geht um Krippen und da liefern Psychologie und Kindermedizin genügend Anhaltspunkte, um von einem hohen Schadenspotenzial für die seelische Entwicklung auszugehen.
    Das ist falsch. Es gibt Erfahrungswerte mit mehreren Millionen Kindern in ganz Westeuropa, wo frühkindliche Ganztagsbetreuung häufig ist. Denen geht es gut.
  7. #96

    Falsch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aussitzen funktioniert nicht: Mehrere Unionsabgeordnete verlangen von Familienministerin Schröder umgehend einen Gesetzentwurf zur Herdprämie. Sie fürchten, die CDU-Politikerin wolle das umstrittene Projekt verschleppen - und drohen deshalb damit, ihr die Zuständigkeit zu entziehen.

    Abgeordnete der Union machen wegen Betreuungsgeld Druck auf Schröder - SPIEGEL ONLINE
    Also ich lese hier, das wir eine Überbevölkerung haben und das man fürchtet Zustände wie in Bangladesh zu bekommen.....
    Da würde ich eher fürchten mit 67 Jahren eine staatliche Injektion zu bekommen, um dem Staat nicht als Rentner zu Last zu fallen.
    Entweder meine Mitblogger müssen nicht arbeiten, weil sie genug Geld haben oder sie haben das land schon verlassen und leben in irgendeiner "Bananenrepublik" und können mit ein paar Hundert Euros über die Runden kommen.

    Familienväter haben da nicht soviel Glück und müssen sich, zukünftig, mit zusätzlichen Nebenjobs versuchen über Wasser zu halten, um den
    Kindern eine Möglichkeit zu geben ihre berufliche Zukunft zu gestalten.
    Heute werden schon händeringend Fachkräfte gesucht, und in den nächsten Jahren wird es schlimmer. Sollen deutsche Firmen dann lieber in das Ausland umsiedeln um ihre Produktion aufrecht zuerhalten??
  8. #97

    Bayern??

    Zitat von fortion Beitrag anzeigen
    Ich bin Bayer und ich werde nie mehr CSU wählen. Wer in einem übervölkerten Land wie der Bundesrepublik noch Schulden macht um Leute fürs Kindermachen zu bezahlen handelt verantwortungslos.
    Übervölkert mit alten Menschen, die die Rentenkasse ausbluten lassen werden, wenn kein frisches Geld mehr nachkommt, weil es dann keine Einzahler mehr gibt, da Kinderkriegen, nach bayerischer Denkart, wohl asozial ist??
    Geht es noch?
  9. #98

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Das ist falsch. Es gibt Erfahrungswerte mit mehreren Millionen Kindern in ganz Westeuropa, wo frühkindliche Ganztagsbetreuung häufig ist. Denen geht es gut.
    Ok, dann stimmen sie doch bestimmt folgenden Aussagen zu:
    - Elternzeit wird abgeschafft, da es nicht mehr nötig ist, das Kind wird ja optimal in der Krippe betreut.

    - Eine Erzieherin, die sich um vier Kleinstkinder und/oder mehr kümmern soll (oder sollen die Gruppen größer sein) macht das sehr viel intensiver und besser, als eine Mutter.

    - Mütter sind per se schlechter geeignet zu betreuen als Erzieherinnen
    - Eine Wahlmöglichkeit, wie das Betreuungsgeld, schränkt die Handlungsfähigkeit der Eltern ein. Besser ist es, alle Kinder in die Krippe zu schieben oder die Eltern zahlen alles zuhause alleine. Falls keine Krippe vorhanden ist, müssen die Eltern eben zuhause bleiben, aber sie bekommen keine Zuwendung vom Staat. Das nennen wir einen gerechten Sozialstaat.
  10. #99

    Zitat von wahrsager23 Beitrag anzeigen
    2. Momentan gibt es keine Kita-Plätze, für die Eltern, die JETZT Kinder in diesem Alter haben, ist es Essig. Denn die haben keinen Kita-Platz und würden dann wenigstens jetzt 150 Euro Entschädigung bekommen. Momentan haben sie keinen Kita-Platz und kriegen gar nichts.
    Deswegen muss das Geld in den KiTa-Ausbau und nicht in die KiTa-Verhinderung investiert werden.

    3. Alleinerziehende und gering qualifizierte Menschen nehmen diese Leistung, laut Untersuchungen aus Thüringen, am ehesten in Anspruch. Es ist auch klar, weil die ihre "Minijob-Karriere" auch mal für 1-2 Jahre aussetzen können, sofern sie die Möglichkeit haben. Das ist momentan der Fakt.[/QUOTE]Dieser Personenkreis würde aus Verzweiflung auch als Erstes eine Nicht-Studier-Prämie in Anspruch nehmen. Deswegen ist es trotzdem nicht gut für diese Menschen.


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