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Streit über Zeitarbeiter: Von der Leyen lässt Gewerkschaften abblitzen

DPADie Arbeitsministerin enttäuscht die Gewerkschaften. Ursula von der Leyen will kein Gesetz zur Gleichstellung von Zeitarbeitern und Stammbeschäftigten. Ihre Begründung: Die Tarifparteien hätten ja bereits deutliche Verbesserungen für die Leiharbeiter erreicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...845013,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Arbeitsministerin enttäuscht die Gewerkschaften. Ursula von der Leyen will kein Gesetz zur Gleichstellung von Zeitarbeitern und Stammbeschäftigten. Ihre Begründung: Die Tarifparteien hätten ja bereits deutliche Verbesserungen für die Leiharbeiter erreicht.

    Zeitarbeit: Von der Leyen will keine gesetzliche Regelung - SPIEGEL ONLINE
    Warum sollte die das auch ändern? Steht doch die Regierung nicht im Dienste der Bürger, sondern dient ausschließlich den Konzernen. Die haben natürlich ein starkes Interesse an billigen Arbeitskräften, die sie bei zurückgehender Auftragslage wieder der Allgemeinheit aufbürden können. Sklavenhandel im Schutz der Regierung - mehr kann man dazu nicht mehr sagen. Wenn ich mir die Entwicklungen der letzten zehn Jahre anschaue, habe ich nur noch Verachtung für die Politiker und das politische System hierzulande übrig.
  2. #2

    Diese

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Arbeitsministerin enttäuscht die Gewerkschaften. Ursula von der Leyen will kein Gesetz zur Gleichstellung von Zeitarbeitern und Stammbeschäftigten. Ihre Begründung: Die Tarifparteien hätten ja bereits deutliche Verbesserungen für die Leiharbeiter erreicht.

    Zeitarbeit: Von der Leyen will keine gesetzliche Regelung - SPIEGEL ONLINE
    Frau ist ein Wolf im Schafspelz.
    Motto: was interessiert mich das Elend anderer, die Zeitarbeiter hätten ja in die Politik gehen können.
  3. #3

    Der Zustand ist so vorgesehen

    Die Gewinnmaximierung der Firmen auf Kosten der Arbeitnehmer ist von der Regierung so gewünscht und soll fortgesetzt werden.
    Leiharbeit wird oft eingesetzt um Löhne zu drücken das ist gewollt.
    Selbst die "extrem knappen" Ingenieure werden zu 80% über "Arbeitnehmerüberlassung" zu 30% niedrigeren Löhnen eingestellt.
    In die gleiche Kerbe (Löhne drücken) schlägt, die reduzierung der minimum Löhne der so dringend gebrauchten Spezialisten/Ingenieure aus dem Ausland ->
    Reduzierung mindestgehalt auf
  4. #4

    Die Tatsache, dass der Anteil der Zeitarbeiter

    an der Arbeitnehmerschaft in Deutschland allenfalls als winzig bezeichnet werden kann, scheint nicht zu interessieren.

    Ein Zeitarbeiter kann ein Entwickler sein, der sich als "Externer" bein Kunden dumm und dämlich verdient oder auch ein ungelernter Schraubendreheranreicher.

    Somit existiert DER TYPISCHE Zeitarbeiter nicht. Man sollte hier näher differenzieren.
  5. #5

    Der

    Zitat von frank1980 Beitrag anzeigen
    Die Gewinnmaximierung der Firmen auf Kosten der Arbeitnehmer ist von der Regierung so gewünscht und soll fortgesetzt werden.
    Leiharbeit wird oft eingesetzt um Löhne zu drücken das ist gewollt.
    Selbst die "extrem knappen" Ingenieure werden zu 80% über "Arbeitnehmerüberlassung" zu 30% niedrigeren Löhnen eingestellt.
    In die gleiche Kerbe (Löhne drücken) schlägt, die reduzierung der minimum Löhne der so dringend gebrauchten Spezialisten/Ingenieure aus dem Ausland ->
    Reduzierung mindestgehalt auf
    zweite Trick bei dieser Situation:
    Sind Sie arbeitslos, müssen Sie auch Zeitarbeit annehmen, um keine Sperre der finanziellen Leistungen zu bekommen.
    So schliesst sich der Pack zwischen Regierung und Wirtschaft.
  6. #6

    Ich bin kein uneingeschränkter Freund der Gewerkschaften, dennoch: es ist eine Schande, das hier eine offensichtliche Ungerechtigkeit nicht angegangen sondern übergangen wird. Ja, die Zeitarbeit ist in vielerlei Hinsicht ein praktisches Instrument: die Firmen kommen zu günstigen Arbeitskräften ohne komplizierte und oft unangenehme Arbeitnehmerrechte - das kommt an beim Aktionär. Und die Politik kann so die Arbeitslosenzahlen niedrig halten - das kommt an bei Wähler. Dagegen wäre ja auch nichts einzuwenden, gäbe es nicht diese ungeheure Diskrepanz bei den Bezügen, die ohne niedere Beweggründe nicht zu rechtfertigen ist!
  7. #7

    Links von der SPD ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Arbeitsministerin enttäuscht die Gewerkschaften. Ursula von der Leyen will kein Gesetz zur Gleichstellung von Zeitarbeitern und Stammbeschäftigten. Ihre Begründung: Die Tarifparteien hätten ja bereits deutliche Verbesserungen für die Leiharbeiter erreicht.

    Zeitarbeit: Von der Leyen will keine gesetzliche Regelung - SPIEGEL ONLINE
    Es mag ja sein das die Union (von der Leyen) inzwischen in so mancher Position links von SPD/GRÜNE steht.
    Das sie deren Ausbau der Zeitarbeitertätigkeit zu Ungunsten von Stammbelegschaften per Gesetz rückgängig macht, ist denn aber wohl doch etwas zuviel verlangt.
    Will sie weiter über die Partei ihren Karriere-Plan vollenden, darf sie den Arbeitgeberflügel der Partei nicht zu sehr verprellen.
  8. #8

    Ja, klar..

    ..nachdem der Status der LUZ in vorangegangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert wurde.. z.B. ja besonders in Bezug auf die möglichen Endlosverlängerungen der Dienstleistung. Der Grundgedanke, Auftragsspitzen der Unternehmer abzufangen und die Arbeitslosigkeit einzudämmen hat heute eine kaum zu überschauende Dimension angenommen. Zudem sind von den "Verbesserungen" durchaus Ausnahmen möglich: z.B. Von dem Grundsatz der "gleichen" Vergütung kann abgewichen werden, wenn der Leiharbeitnehmer einen unbefristeten Vertrag mit dem Leiharbeitsunternehmen abgeschlossen hat und auch in der Zeit zwischen den Überlassungen bezahlt wird.
    Das betrifft auch Arbeits- und Beschäftigungsschutzbedingungen usw.
  9. #9

    Zeitarbeit ist die moderne Pest. Meine Frau wollte nach längerer Auszeit wieder arbeiten und hat sich nach eienr Stelle umgeschaut. Gefühlte 90% aller Stellenanzeigen egal ob Internet oder Arbeitsamt sind Zeitarbeitsfirmen (und das im kaufmännischen Bereich). Dabei drängt sich der Eindruck auf, dass entweder die ausgeschriebenen Stellen gar nicht existieren, weil die Stellenbeschreibung immer die gleiche ist oder wie auch erlebt, dass eine real existierende Stelle von zig Zeitarbeitsfirmen gleichzeitig vermittelt wird. Die offerierten Löhne für qualifizierte Stellen, liegen unter McDonalds Niveau, die Differenz zu den "Tariflöhnen" sackt sich offenbar die Zeitarbeitsfirma ein. Diese Firmen gibt es offenbar wie Sand am Meer, man scheint also von den Provisionen gut leben zu können.








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