Der Streit ums Urheberrecht wird bislang vor allem um digitale Kulturgüter geführt. Dabei ist dieser Kampf erst der Anfang. Eines Tages werden auch materielle Dinge einfach kopierbar sein - dann surren aus den 3D-Druckern Geschirr, Stühle oder Sonnenbrillen. Das geht uns alle an.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...833147,00.html
Ok, und wenn jetzt keiner, ich meine wirklich niemand, bereit ist, das Bild für 5000 Euro zu kaufen? Verstaubt es dann, und der Verkäufer verhungert? Also trifft man sich in der Mitte, für 2500 Euro findet sich vielleicht jemand. Kommt natürlich auch auf den Einkaufspreis an, klar. Aber wenn man das Bild für einen verlangte Preis nicht verkaufen kann, dann hat man das falsche Bild eingekauft oder gemalt. Unternehmer-Risiko. Die Frage ist nur, muss dieses Risiko über Urheberrechtsabgaben auf Geräte auf die Allgemeinheit verteilt werden? Teilt der Unternehmer seinen Gewinn vom Verkauf dieses Bildes mit der Allgemeinheit? - Die Erfahrung sagt: Nein.
Krass, er fängt erst im dritten Absatz mit dem Namedropping an. Der Lobo macht sich.
Die Aussage von irgendwelchen selbsternannten 'Künstlern', sie möchten doch bitte 'fair' entlohnt werden, ist angesichts der heutzutage möglichen Technik äusserst naiv und weltfremd.
Andersrum wird ein Schuh draus: Wer heutzutage Künstler sein will, muss sich halt überlegen, wie er mit seiner Kunst Geld verdienen kann.
Wenn das nicht möglich ist, ist es halt brotlose Kunst.
Ein paar Beispiele, wie man es heutzutage machen kann:
- Für Android und iOS gibt es inzwischen graphisch ansprechende Spiele für ca. 5 Euro. Die werden bestimmt nicht so oft illegal kopiert wie 50-Euro-Spiele für Spielkomsolen.
Nicht nur dass man sich blöd vorkommt, 5 Euro durch illegales kopieren zu sparen, sondern schnell 5 Euro auszugeben ist einfacher als eine virenfreie illegale Kopie zu suchen.
- Musiker stellen ihre Musik auf ihrer Homepage zur Verfügung. Geld verdienen sie durch Live-Auftritte und freiwilliges bezahlen (bzw. Spenden) für die heruntergeladenen MP3s.
Klingt vielleicht komisch, kann aber durchaus funktionieren.
- Software: Gewerbliche Kunden müssen bezahlen, Privatanwender können zahlen. Falls sie nicht bezahlen wollen, bekommen sie halt Werbung eingeblendet.
- Literatur: Man kann sich das teure, schick gebundene Buch für 50 Euro kaufen, die Taschenbuchausgabe für 10 Euro oder das E-Book für 2 Euro.
Man wird natürlich niemals die Freibiergesichter loswerden, die lieber illegal kopieren als 2 oder 5 Euro auszugeben.
Aber ich zumindest bin bereit, für digitalen Content zu bezahlen, wenn das Angebot stimmt.
Wenn man aber z.B. 6 Euro für das einmalige Ansehen eines Films verlangen will, wird man Schiffbruch erleiden.
Oder wenn man ein E-Book zum gleichen Preis wie ein Taschenbuch verkaufen will.
Und für solche 'Künstler' gilt: Selbst schuld!
Nein, das stimmt nicht. Es wäre ja nicht nur diese Softwareschmeide, deren fertige Software frei im Internet steht, sondern die von allen anderen auch. Beim nächsten Projekt könnte sich diese Softwareschmiede dort frei bedienen, müsste also entgegen Ihrer Behauptung ihre Mitarbeiter nicht bezahlen.
... aber das ließe sich auch organisieren, ohne dass Sie Exklusivrechte an einen einzigen Anbieter vergeben. Wenn ihr Text oder ihre Oper in einer Internetbörse zur Verfügung stünde, wo die Verwendung gezählt würde - was sich dann in ihrem Gehalt niederschlüge - würden ihn vielleicht sogar mehr Nutzer/Mitstreiter finden!
Lobos 3D-Drucker kann offenbar schon olle Kamellen ausdrucken.
Solche Ansätze gibt es zwar, zB für die Erstellung von Prototypen. Tauglich ist das Material jedoch nicht sonderlich. Man stelle sich etwa eine phototrope Sonnenbrille vor, deren Material sehr speziell ist. Von Wertigkeit dürfte bei solchen Objekten keine Spur sein.
Alles in allem ist es ein infantiler, piratenverherrlichender Rechtfertigungsansatz für die Hinterfragung von Eigentumsansprüchen. Dem auf den Leim gehen, anyone?