Marian SchäferWas soll ein Studium kosten? Dass es gerecht zugehen soll, finden die Studentenvertreterinnen Carmen Langhanke und Franzisksa Traube beide. Doch beim Preis gehen die Meinungen weit auseinander. Ein Streitgespräch.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-880041.html
@Kamea Als ehemaliger Hartz IV Bezieher können sie mir nichts vormachen. Nun bin ich selbstständig und konnte mich von der Todesmühle Hartz IV abkoppeln. Nun arbeite ich meine 50Stunden in der Woche. Auch am Wochenende. Viele unserer Studenten wissen gar nicht das ihr Leben , im Gegensatz zu dessen in der freien Wirtschaft, recht einfach ist. Sie sehen nicht das nach den Jahren der Entbehrungen ein gut bezahlter Job winkt. Keiner kann mir erzählen das er dieses nicht vorher wusste. Wenn es so schlecht ist, warum lernen diese nicht im Handwerk oder Anderes ? Genau. Weil sie spàter der Oberschicht angehören wollen. Jammert nicht. Arbeitet.
@csmart...
Gerade wenn Sie die Erfahrungen gemacht haben, die Sie gemacht haben, was mir aufrichtig leid tut, und Sie die "Todesmühle HartzIV" erleiden mußten, dann können Sie sich ja durchaus in die Lage versetzen, wie es einem Student geht, der ungefähr die gleichen finanziellen Mittel zur Verfügung hat und seinen Unterhalt bestreiten soll. Wie hätten Sie denn reagiert, wenn in Ihrer damaligen Arbeitslosigkeit jemand von Ihnen 1000 Euro im Jahr Gebühren für die Agentur der Arbeit von Ihnen verlangt hätte?
Nicht jedem winkt nach dem Studium automatisch ein gut bezahlter Job. Sollte dem so sein, dann tragen diese Leute doch wohl auch zu einem enormen Teil zum Staatshaushalt bei. Ergo sollten wir alle ein enormes Interesse daran haben Menschen gut auszubilden. Und ob Sies glauben oder nicht, es gibt tatsächlich Menschen, die studieren nicht des Geldes wegen, das vielleicht irgendwann einmal dadurch verdient wird. Sie tun so, als ob um die Studenten ein warmer Mantel der Sicherheit geworfen wird. "im Gegensatz zu dessen(?) der freien Wirtschaft, recht einfach).....viele dieser Studenten sind aber auch während ihres Studiums Teil der freien Wirtschaft. Und viele teilen Ihre Erfahrungen nach Jahren der Entbehrungen (Studium) in der Todesmühle. Und mittlerweile, dank der netten Kfw-Kredite auch noch verschuldet.
Jammert nicht. Arbeitet. Hmm...wenn wir alle so denken würden, dann gäbe es niemanden mehr, der sich für Mißstände engagiert. Klar, woanders ists immer schlechter. Aber besser gehts auch immer. So kann man doch nicht argumentieren. Ich denke, dass viele sich schon durchaus bewußt sind, dass wir in relativem Luxus hier leben können. Kommt eben immer darauf an welche Vergleichsgrenzen man zieht. Aber dabei zusehen wie etwas Gutes (sprich: Bildung für alle) zugrundegerichtet werden soll, weil...ja, weil in Afrika da hungern die Kinder.....sorry. Wenn Sie auf dieser Basis diskutieren wollen, dann klinke ich mich hiermit aus.
Zudem jammere ich nicht. Kein bißchen. Mir gehts verdammt gut. Aber ich erhebe meine Stimme für das was mir wichtig ist. Denn wir sind der Staat. Und ich gestalte ihn mit, mit meiner Stimme. (Ganz nebenbei geh ich auch noch arbeiten). Und meine Stimme ist nun eben dafür, dass unser Land und meine Steuergelder in Bildung investiert werden. Dass Menschen, die momentan ohne Job sind, mitgetragen werden, und nicht sofort ihre Existenz verlieren. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass es uns so dermaßen gut geht, dass wir uns das leisten können. Ich hoffe sehr, dass zu Ihnen damals niemand gesagt hat: Jammer nicht, geh arbeiten, als Sie in der Situation waren, in der Sie waren. So ein Spruch ist eine Ohrfeige für viele, die wollen, aber aus den verschiedensten Gründen nicht können.
Gerechtigkeit können Sie über die Steuern herstellen. Dazu muss man nicht zusätzlich ein bürokratisches Monster aufbauen.
Arbeitsweg von 2h zumutbar?
So ein Blödsinn. Das ist auch für ihren "normalen Arbeitnehmer" nicht zumutbar, es ist ökologisch unsinnig und verteidigt eine verfehlte Politik im Wohnungsbau.