Streit über Sparauflagen: Griechische Regierung verlangt zwei Jahre mehr Zeit

DPADie griechische Regierung kann ihre Sparziele nicht erfüllen. Jetzt fordert Finanzminister Stournaras von den internationalen Geldgebern mindestens zwei weitere Jahre, um die Auflagen umzusetzen. Die Krise verschärft sich immer weiter: Hunderttausende Menschen haben ihren Job verloren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...844090,00.html
  1. #180

    Zitat von belohorizonte Beitrag anzeigen
    1) Sie gehen auf gewichtige Einlassungen nicht ein.
    2) Verständlich, ist halt so aus GR Sicht.
    Passt nicht in ihre Argumentationskette zur "Rettung eines an sich nicht überlebensfähigen Staates".
    3) Wer plündert Griechenland?
    Wir oder .......
    1) Dann bitteschön welche? Wenn Sie meine Beiträge richtig gelesen hätten, dann hätten Sie vernommen, dass ich durchaus das langsame Reformtempo kritisiere.
    2) Ein eher hohes Maß an Unverständnis aus deutscher Sicht?

    Demnach müsste man jegliche Kritik am Krisenmanagement von Angela Merkel persönliche Motive unterstellen, wenn diese nicht von deutschen Foristen stammen, mal abgesehen davon, dass es internationale und nicht zuletzt zahlreiche deutsche kritische Stimmen zur Krisenpolitik von Angela Merkel gibt. Das unterstreicht eine gewisse inhaltliche Schwäche Ihrer Argumentation, da Sie darüber hinaus selber keinen einzigen ökonomischen sachlichen Aspekt heranführen. Da scheint es so, dass Sie von der Materie nichts verstehen, denn ansonsten hätte man von Ihnen Gegenteiliges vernommen. Zu einer "Argumentationskette" gehören auch Argumente.

    Dass das Land immer noch viele gravierende strukturelle Defizite aufweist habe ich ebenfalls aufgeführt. Eine aus persönlichen Gründen angeführte Argumentation sieht meiner Meinung anders aus.

    Auch sehe ich nicht, trotz des oben angeführten Sachverhaltes, dass das Land quasi per Definition nicht überlebensfähig ist. Das Land hat durchaus durch die Umsetzung der strukturellen Reformen eine Chance, dazu bedarf es aber auch der Flankierung eines ökonmisch sinnvollen Krisenmanagements.


    4) Warum sind das jetzt "meine Freunde?" Sind Kohl, Guttenberg, Strauß Flick u. a. auch Ihre persönlichen Freunde?


    5) Seit wann bezahlt Deutschland die Steuern der Griechen?


    6) O'zapft is. Ehrlicherweise sehe ich keinen Grund mit Ihnen anzustossen.


    7) Wann habe ich wen entschuldigt? Bitte das entsprechende Zitat hervorheben.


    8) Wer oder was sagt, dass Sie klüger sind? Wenn Sie dieses argumantativ begründen können, bitteschön.
  2. #181

    Kerkyra: man kann sich nur verschulden

    bis man unter den Schulden zusammenbricht, danach muss GR in Konkurs gehen und die eigenen Kosten reduzieren (Sozialleistungen, Regierung) bis man nach dem Konkurs wieder leben kann. Auf keinen Fall kann man erwarten, das jemand anderes einem erlaubt weiter die gleichen Schulden zu machen wie bisher.
  3. #182

    Zitat von 2wwk Beitrag anzeigen
    man kann sich nur verschulden bis man unter den Schulden zusammenbricht,

    2) danach muss GR in Konkurs gehen und die eigenen Kosten reduzieren (Sozialleistungen, Regierung) bis man nach dem Konkurs wieder leben kann.


    3) Auf keinen Fall kann man erwarten, das jemand anderes einem erlaubt weiter die gleichen Schulden zu machen wie bisher.
    1) Per Definition? Wäre es nicht ökonmisch sinnvoller die Schulden durch ein nachhaltiges Wirtschaften (was bisher nicht geschah) nach und nach abzutragen?
    2) Warum soll man die Verschwendung nicht vor dem Konkurs stellen, sondern es warten bis man Konkurs angemeldet hat?
    3) Davon sprach ich auch nicht und auch nicht die griechische Regierung. Diese kann aber aus ökonmischen Gründen den Zeitrahmen nicht einhalten.
  4. #183

    Dumme Sprueche, was sonst?

    Zitat von michael1960wupper Beitrag anzeigen
    Natürlich war PASOK Links. Oder ist bei Ihnen Links nur der Kommunismus? Dann ist natürlich alles andere nicht Links, schon klar. Die Lösung für GR ist nicht noch mehr Staat, sondern endlich Stärkung der Eigenintiative und weniger Bürokratie! Aber alle diese Bemühungen ersticken im Sumpf der gewerkschaftlich organisierten Oligopole. Ob das die Hafenarbeiter, die Taxifahrer oder die Transporteure sind, die alle versuchen am Staat zu verdienen, statt dem Staat zu dienen. Es ist nicht "der Staat" Schuld, sondern wenn überhaupt die Bürger, denn die sind der Staat. Aber diese Erkentnis ist in GR leider verlorengegangen.
    Wann 1981? 1985? 1993? Vielleicht 1996 und 2000? Oder 2009? Ich kann Sie gut verstehen was Sie meinen, aber ich sprach nicht vom Kommunismus. Wie stand die Verschuldung Gr in den vergangenen Jahrzehnten? Sie nennen Oligopole die Taxifahrer, die Transporteure und die Hafenarbeiter (ok, Sie meinen ihre Gewerkschaften und auch Berufsbranchen die als geschlossen gelten). Warum schrumpfte die gr Industrie in den vergangenen drei Jahrzehnten, wegen den Oligopolen oder wegen der Unfaehigkeit im Wettbewerb? Sagen Sie bloss nicht dass die Gewerkschaftler die gr Industrie ruiniert haben. Alle diese Bemuehungen, die Sie in ihrem Post beschreiben scheiterten nur wegen den Industriellen Gr. Wie? Weil die gr Industrien selbst am Tropf des Staates hingen und die gr Steuergelder absaugten (mal wurden die Arbeitsversicherungskosten abgeschrieben, mal die Steuern, alles mit einem Gesetz abgenickt), hinzu bekammen diese Hilfsgelder aus der ehemaligen EWG und spaeter EG. Was haben die dicken Mapster gemacht, sie haben soviel Geld aus Alimentationen rausgeschlagen und fingen an in der Boerse, das nachstes Kapitel der Auspluenderung, zu spekulieren. So einer ist der Praesident des gr Industrieverbandes SEV, daskalopoulos, war es nicht die pasok mit simitis und papantoniou, der im Wahlrennen 2000 die Griechen beschwoerte ihr ganzes Geld in der athener Boerse (damals knapp unter der 5000- Marke) anzulegen da diese die 7000- Marke annaehmlich erreichen wuerde? Genau dies ist das Beispiel, was Pasok ueber 2 Jahrzehnte verbreitete. Was finden Sie also daran sozialistisch/ sozialdemokratisch? Der Beamtenapparat wuchs analogisch mit der gr Wirtschaft, zwar nicht mit Transparenz und bestimmten Kriterien bis Anfang der 90`er, aber sonst ganz normal (s.ASEP, eine der wenigen Reformen in der post- Junta Aera zu gunsten der Gesellschaft), was sich widerrum von den Nummern bestaetigt.

    Die griechische Elite wandelte sich von einer industriellen in einer Finanzelite um (ohne einen einzigen Untersuchungsausschuss im Parlament), und das geschah mit Hilfe der eu und eu- partnern, insbesondere Deutsche und Franzosen. Was ist fuer das Volk uebrig geblieben, wenn das Volk der Staat ist, wie Sie es beschreiben? Dieser Staat ist von den ehemaligen Eliten aufgebaut worden und das hat mit den Linken Nichts am Hut.
  5. #184

    Bremen

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Selbst mit koordinierter Wirtschafts- und Sozialpolitik sind nationale Währungen in Europa immer besser. Es bleibt dann ein makroökonomisch wichtiger Marktmechanismus erhalten.

    Selbst innerhalb Deutschlands wäre - rein volkswirtschaftlich gesehen - eine eigene Währung für Defizitländer wie z.B. Bremen sinnvoll.
    Ich halte die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet für absolut essentiell und vermag Ihnen daher nicht zuzustimmen. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn man langfristig ein einheitliches Europa anstreben würde mit den Sozialstandards der skandinavischen Länder; nur sind wir von der Erreichung dieses (gar nicht angestrebeten) Ziels Lightyears entfernt...