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Streit über Sparauflagen: Griechische Regierung verlangt zwei Jahre mehr Zeit

DPADie griechische Regierung kann ihre Sparziele nicht erfüllen. Jetzt fordert Finanzminister Stournaras von den internationalen Geldgebern mindestens zwei weitere Jahre, um die Auflagen umzusetzen. Die Krise verschärft sich immer weiter: Hunderttausende Menschen haben ihren Job verloren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...844090,00.html
  1. #130

    Das ist ja mal was richtig Tolles:

    [QUOTE=michael1960wupper;10541641]IMMER NOCH nicht verstanden, dass die "Hilfsgelder" der Abzahlung von Zinseszinsen dienen und kein einziger Cent nach GR geht? Haben Sie immer noch nicht verstanden, dass kein einziger Cent GR geschenkt wird, sondern dass D damit mittlerweile fast 500 Millionen verdient hat??!

    QUOTE]

    D verdient Millionen damit, dass es maßgeblich an den Mrd-Beträgen als Mitzahler beteiligt ist, die in Richtung GR fließen?
    Und die rund 100 Mrd. Euro, die haircutmäßig schon bisher abzuschreiben waren, daran war Deutschland nicht beteiligt?
    Und Sie wissen vielleicht, dass GR seine irren Schulden natürlich mal zurückzahlen wird? Mit dem Gewinn aus dem Verkauf von Olivenöl und Feta?
    Kein einziger Cent wird geschenkt?
    Klar, es gibt keine Schenkungsurkunde, aber wenn man ein Darlehen nicht mehr zurückbekommt, ist es doch als geschenkt zu betrachten.
    Und wie genau wird der gr. Staat aufrechterhalten, der de facto pleite ist und der schon in den nächsten Wochen oder Monaten neue Mittel braucht, um seinen ausgeuferten Apparat notdürftig zu finanzieren?
    Woher kommen die Rettungs-Beiträge, die auf den Konten des Staates gutgeschrieben werden?
    Richtig, von den Banken. Die ihrerseits - wie Sie richtig andeuten - von den Hilfsgeldern des Schirmes gespeist werden.
    Alles läuft über die Banken, sogar Ihr Gehalt oder Ihre Pension oder Stütze. Aber am Ende der Futterkette ist diesfalls der gr. Staat.
    Wenn Sie es bankenfrei haben möchten, können Sie sich ja dafür zur Verfügung stellen, am Hafen von Piräus zusammen mit Gleichgesinnten Kuverts mit 500 Euro Barem drin an die notleidenden Griechen zu verteilen.
    Die Sache mit Zins und Zinseszinsen ist natürlich ernsthafter Art, aber nicht Thema in diesem Thread.
  2. #131

    Zitat von snakesnif Beitrag anzeigen
    Was von Griechenland abverlangt wird ist zu viel. Wie dieser Blog EUtopia schreibt, muss Deutschland auch mal zu seiner Verantwortung bei der Schuldenkrise stehen. Wer einen Außenhandelsüberschuss wie wir betreibt, muss auch Länder haben, die dann diese Produkte kaufen, und darf sie nicht niederkonkurrieren. Deshalb Löhne rauf!
    Meinen Sie dass Deutschland mit Griechenland konkurriert ?
    Denken Sie da an gewisse Produkte ?
    Die haben ganz andere Konkurrenten. Das fängt schon im
    eigenen Land an, wo viel getan werden kann um sich besser
    aufzustellen.
  3. #132

    Griechen: Unfähig, aber schlau

    Natürlich wollen die Griechen die Vereinbarungen einhalten, aber sie können es nicht. Sie wollen die Vereinbarungen natürlich auch nicht infrage stellen, denn dann gibt es kein Geld. Also verhandeln sie um mehr Zeit. Nach zwei Jahren brauchen sie zwei weitere Jahre u.s.w. bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Und jedes Mal gibt es wieder Geld. Schlaue Griechen! Dumme Troika!
  4. #133

    Falsche Frage.

    Zitat von Kerkyra Beitrag anzeigen
    Was aber wenn man gar nicht in der Lage ist, etwas zu tun?
    Richtige Frage:
    Was aber, wenn man keine ernsthaften Versuche unternimmt, die Lage zu verändern, weil es mit erpresserischen Versuchen müheloser geht?
  5. #134

    ohne

    Zitat von misterplex Beitrag anzeigen
    ...leute hier den Teil lesen in dem die Griechen offensichtlich ihre Schulden nicht bezahlen können, aber im Teil wo es um Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsschrumpfung geht, der wird einfach übersprungen.Wie kann ein armes von Sparmassnahmen gebäuteltes Land seine überhöten Zinsen zurückzahlen? Und war es nicht Merkel, und Deutschland, die diese jenige Regierung so unterstützt haben, die jetzt auf Zeit pokert?
    Indem es Tabus aufbricht, die da heißen Kirche, Militär und Superreiche. Geben die Gesetze das nicht her, müssen sie erlassen werden. Da kommt Geld in die Kassen! Nicht, dass das allein Griechenland rettete, aber wir müssten kein Geld mehr zuschießen.

    Wer hier mit Krediten ein Geschäft eröffnet und muss es bald wieder schließen, weil er sich übernommen hat, der muss auch zum Sozialamt wandern und kleine Brötchen backen.
  6. #135

    Nein

    Zitat von whitemouse Beitrag anzeigen
    Solange es keine gemeinsame Wirtschafts- und vor allem Sozialpolitik gibt (und die ist gar nicht gewollt), geht es ohne die nationalen Währungen nicht.
    Selbst mit koordinierter Wirtschafts- und Sozialpolitik sind nationale Währungen in Europa immer besser. Es bleibt dann ein makroökonomisch wichtiger Marktmechanismus erhalten.

    Selbst innerhalb Deutschlands wäre - rein volkswirtschaftlich gesehen - eine eigene Währung für Defizitländer wie z.B. Bremen sinnvoll.
  7. #136

    ohne

    Zitat von seppfett Beitrag anzeigen
    Danke, das ist der erste vernünftige Satz in diesem Forum! Auch wenn meine Interpretation möglicherweise etwas anders ausfällt als die Ihre:
    Dann geben wir doch bitte den Griechen mehr Zeit, so wie es in Deutschland auch mal nötig war - und möglicherweise noch nötig ist!
    Wäre in Ordnung, wenn das Verhalten der griechischen Regierung und ihrer Behörden glaubwürdig, vertrauenswürdig und ärmelaufkrempelnd wäre. Leider hat man aber den Eindruck, dass bei Griechenland diese zwei Jahre absolut nichts bringen so wie die vergangenen zwei. Andere Staaten und Länder haben für die Annäherung etwas getan. Wenn man die Anstrengungen sieht und den Erfolg, dann gibt man gern noch etwas Zeit. Ich sehe aber in GR keinen Ansatz dafür. Die phlegmatischen, korrupten und überzähligen Beamten will auch niemand entfernen. Niemand entlässt gern Leute, aber wer soll sie denn bitte bezahlen? Und wofür?
  8. #137

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Eine Volkswirtschaft sollte schon noch selbst darauf achten, dass ihre Leistungsbilanz zum Ausgleich kommt. Tut sie das wie z.B. Deutschland seit dem Jahr 1952 nicht, dann möchte ich von Marodieren sprechen. (,,,)
    Welcher Staat hat das in der Geschichte tatsächlich gemacht? Kein Land, das an der Stelle Ds wäre, würde freiwillig auf sein Exportpotential verzichten.
    Sie glauben wahrscheinlich auch, dass wenn D seine Leistungsbilanz ausgleicht, die armen griechischen Maschinenbauer, Textilfirmen, Chemiefirmen und Autobauer endlich wieder ihre Waren in der Welt los würden, die von dt. Billiganbietern überschwemmt wurde. Tatsächlich werden diese Waren, bis auf die der gr. Autobauer, die gibt es nicht, u.a. von deutschen Firmen gekauft.
    Das was GR tatsächlich exportieren kann, wird auch abgenommen. Ich habe noch nichts von verfaulenden Pfirsichen, Oliven, von vergammelnden Textilien gehört. D ist einer der Hauptabnehmer griechischer Exportprodukte.
    Und wer, glauben Sie, würde an die Stelle Ds treten, wenn die Waren aus D nicht mehr konkurrenzfähig wären? Wahrscheinlich ein anderes Land mit ernormem Leistungsbilanzüberschuss. Bloß würden die die Waren sofort bezahlt haben wollen und sicherten die Lieferung nicht mit Bürgschaften ab.
  9. #138

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die griechische Regierung kann ihre Sparziele nicht erfüllen. Jetzt fordert Finanzminister Stournaras von den internationalen Geldgebern mindestens zwei weitere Jahre, um die Auflagen umzusetzen. Die Krise verschärft sich immer weiter: Hunderttausende Menschen haben ihren Job verloren.

    Griechische Regierung fordert zwei Jahre mehr Zeit für Sparprogramm - SPIEGEL ONLINE
    Griechen wollen die Errungenschaften vieler ihrer EU Partner ohne
    aber die Bedingungen hierfür zu schaffen. Um einen "Sozialstaat"
    zu haben, muss man ein entsprechendes Steuersystem und eine
    Wirtschaft haben, die modernen produktiven Standards entspricht,
    sonst wird das ganze Land zum Sozialfall. Wenn ein Beweis nötig
    war, dann finden wir ihn in Griechenland.
  10. #139

    ohne

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Was meinen Sie, würde es der griechischen Wirtschaft besser oder schlechter gehen, wenn die Gelder für diese Blinden, Toten und Beamten stattdessen für die Schuldenzurückführung verwendet werden?
    Etwas besser ganz gewiss. Vor allem der psychologische Effekt wäre enorm, nämlich dass Griechenland wirklich aufgewacht ist und etwas gegen den uralten Schlendrian tut. Dann ist man auch bereit, weiter zu helfen und zu verlängern.








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