Streit über Soli für Ostdeutschland: Der Westen ist auch selber schuld

dapdBürgermeister im Ruhrgebiet schlagen Alarm: Westdeutsche Kommunen verarmen, während der Osten aufblüht. Stimmt das? In Wahrheit sind die Probleme der Westkommunen hausgemacht. Sie haben sich jahrelang immer weiter verschuldet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...822620,00.html
  1. #120

    Langsam!

    Zitat von celino Beitrag anzeigen
    Immer dasselbe dumme Klischee: die "Sozen" können nun mal nicht mit Geld umgehen, ja ja.
    ...
    Wieso Klischee?
    Das ist bittere Wahrheit!

    Zitat von celino Beitrag anzeigen
    ...
    Da fällt es dann auch nicht ins Gewicht, das Helmut Kohl (CDU) für seinen Eintrag ins Geschichtsbuch hemmungslos die Sozialkassen plünderte und den rasantesten Schuldenanstieg in deutschen Nachkriegsgeschichte zu verantworten hatte.
    ...
    Selbstverständlich fällt das ins Gewicht, denn es war nicht richtig!
    Aber was wäre denn die Alternative gewesen?
    Womit wir wieder bei den Sozen wären:
    Die wissen nämlich immer ganz genau, was falsch ist und wie es nicht geht - leider wissen sie dann aber nur selten, wie es besser und richtig gehen könnte ...
    Und damit sind sie in der Opposition genau in der richtigen Rolle!

    Zitat von celino Beitrag anzeigen
    ...
    Und in Berlin ist gerade ein christdemokratisches Duo dabei, den hier mit harten Reformen, Lohnverzicht und viel Arbeit erwirtschafteten Wohlstand an südeuropäische Mafiastrukturen zu verschenken.
    ...
    Das wundert Sie?
    Jetzt bin ich aber echt erstaunt:
    Ich hätte nämlich wirklich nicht gedacht, dass es hierzulande nach wie vor Leute gibt, die noch immer nicht gemerkt haben, dass Angie die ehemals konservative Union inzwischen in einen gutmenschlichen, sozialdemokratischen Verteilungs- und Solidaritätsverein umgebaut hat!
  2. #121

    Aber klar!

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Ihr Problem ist folgendes das Sie durch blamable Unwissenheit glänzen.

    Jeder deutsche Staatsbürger ob aus dem Westen, ob aus dem Osten, ob aus dem Norden, oder er sogar aus dem Süden kommt zahlt den Soli.

    Nun können Sie Ihren Beitrag noch einmal schreiben.
    Natürlich entrichtet jeder deutsche Steurzahler - egal ob Wessi oder Ossi - den Soli!
    Der Haken:
    Nur die Ossis haben was davon!
  3. #122

    Zitat von cccatch Beitrag anzeigen
    Schlecht gewirtschaftet wird im Osten , wie im Westen manchmal .
    Manche Kommunen stehen gut da , manche sind pleite , egal ob in Ost oder West .
    Was ich sehen und erkennen kann , es gibt eben Regionen , die wirtschaftlich florieren in Ost und in West , es gibt Regionen die eben nicht .....
    richtig, allerdings ging der Länderfinanzausgleich nicht nach dem Gieskannen- bzw. Himelsrichtungsprinzip vor wie es momentan beim Osten der Fall ist.
  4. #123

    Is klar!

    [QUOTE=GulliDaDude;9858685]
    Zitat von quabah Beitrag anzeigen

    Hätte es damals diesen kleinen, größenwahnsinnigen Mann nich gegeben, hätten wir sowas wie die Wiedervereinigung gar nicht gebraucht...
    Ja nee, is klar (Zitat: Atze Schröder)!
    Dann hätten wir heute noch die Weimarer Republik - nein danke!
  5. #124

    Klar...

    [QUOTE=quabah;9858632]
    Zitat von otmars1 Beitrag anzeigen

    Die Ossis zahlen den Soli für den Osten, dass ist doch auch o.k.
    Aber was haben wir im Westen mit dem Osten zu tun. Gut uns ist die Wiedervereinigung aufgedrängt worden und sonst?
    Wir dürfen zahlen... aber arbeiten wollen viele Ossis nicht, sonst wären sie so flexibel wie unsere südwesteuropäischen EU-Bürger.
    Aber sonst ist alles ok? Ich empfehle mal an einem Sonntag abends eine Ost-West Autobahn zu nutzen, etwa von Nürnberg Richtung Heilbronn. Da können Sie dann die ganzen unflexiblen Ossis sehen, die sich zu ihrem Westarbeitsplatz in Stuttgart oder sonstwo bewegen.

    Und nein, ich bin nicht aus dem Osten...
  6. #125

    Noch schlimmer!

    Zitat von Privatier Beitrag anzeigen
    assistiert vom "zweit-teuersten", was NRW seinen Wählern zu bieten hat, ihrer Grünen Wegbereiterin Fr. Löhrmann, dürfte sogar dem Selbstbewustsein der bisher zurückhaltendsten "auf-Pump-Kings" des Potts zum notwendigen Feinschliff Marke Größenwahn verholfen haben, hemmungs- und rücksichtslos fehlende Leistung und Sparwillen durch maßlose Kredite zu ersetzen....
    Ich habe da eine ganz schlechte Nachricht für Sie, denn es ist noch viel schlimmer:
    Nach der Neuwahl werden genau die von Ihnen geschilderten absolut verantwortungslosen Politiker(innen) mit der Abwicklung und Abwirtschaftung von NRW weitermachen können.
    Und zwar diesmal auch noch ganz ungestört und unkontrolliert mit absoluter Mehrheit von rot-grün!

    Traurig, aber wahr:
    So blöd sind die Wähler(innen) zwischen Rhein und Ruhr - nix gelernt, leider!
  7. #126

    Zitat von quabah Beitrag anzeigen
    *Lach* Sie meinen bestimmt die Autoindustrie oder die international agierenden Tourismusunternehmen der DDR?

    Nein .. ich meinte unsere Mammutzuchten und die Gerbereien für die Fälle der Mammuts, damit wir im Winter nicht frieren mussten ..
  8. #127

    Das ist

    [QUOTE=quabah;9858973]
    Zitat von buntesmeinung Beitrag anzeigen
    Zwangsehen führen nicht notwendigerweise zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl oder gar einer erfüllten Partnerschaft.
    wohl wahr.
    Aber weder die Bürger im Westen noch die im Osten sind dafür verantwortlich, dass die "Einheit" von Anfang an falsch angegangen wurde.
    Dafür sind Kohl, Schäuble und noch ein paar andere maßgeblich verantwortlich.
    Ich sehe auch, dass seit der Einheit hier alles den Bach runter geht.
    Nicht zuletzt durch den Ossi-Import Merkel, die galoppierende Globalisierung (die durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs erst richtig Fahrt aufgenommen hat), die Einführung des Euro mit der viel zu schnellen Vergrößerung der EU, etc., etc.

    Aber das ändert nichts daran, dass wir jetzt mit den Gegebenheiten umgehen müssen.
    Am wenigsten halte ich davon, die Bürger gegen einander aufzuhetzen.
  9. #128

    Foto aus Morbit

    Das Foto soll wohl den Verfall in westlichen Städten symbolisieren.

    Da kenne ich aber in jeder Stadt mehr Ecken, die das noch stärker symbolisieren. Man braucht nur durch kleinere Innenstädte zu gehen, wo jedes 3. Ladenlokal leersteht und jeder qm-Zentimeter der Schaufenster dieser Läden mit den Narriffiti und Plakaten ramponiert wurde, die Eingänge vollgekotet und -uriniert sind und seit Jahren schon keine richtige Reinigung der Straße gemacht wurde. Städte, die aussehen,wie Manhattan Westside in den 70-ern.

    Das ist doch nichts Neues. Der Verfall der Städte in Deutschlands Westen fing um 1995 an, vor 5 Jahren. Davor war bereits überall die Industriebrache entlang der Bahnlinien zu sehen. Die Stadtrabenväter und -stiefmütter machten in Selbstbedienung ihrer Kaste weiter (Stichwort z.B. Müllabfuhr, Abwasser), bis dann tatsächlich kein Geld mehr da war.

    Also? Was sollen noch schönende Fotos?
  10. #129

    Zitat von cccatch Beitrag anzeigen
    Schlecht gewirtschaftet wird im Osten , wie im Westen manchmal .
    Manche Kommunen stehen gut da , manche sind pleite , egal ob in Ost oder West .
    Was ich sehen und erkennen kann , es gibt eben Regionen , die wirtschaftlich florieren in Ost und in West , es gibt Regionen die eben nicht florieren in Ost und West .
    Das war in der Alten Bundesrepublik auch nie anders , es war immer so und es fand immer ein finanzieller Ausgleich statt , dieses Prinzip der Solidarität hatte schon immer Erfolg , schon in der alten Bundesrepublik , oder ? Wäre sonst das rückständige Bayern jemals in die Rolle des Zahlmeisters im Länderfinanzausgleich gekommen ?

    Denken Sie mal alle darüber nach , wie es in Bayern vor 40 jahren aussah .

    Matthias
    Richtig aber das vergessen die Süddeutschen ja gerne das gerade NRW über Jahre durch den Bergbau und die Schwerindustrie den Zahlmeister
    gegeben hat.
    Ich selbst bin durch und durch Ruhrpottkind ich weiß das viele Probleme hausgemacht sind, man darf aber auch nicht vergessen das der Wegfall des Bergbaus und der Stahlindustrie nach wie vor seine Nachbeben zeigt. und auch wenn die CDU groß tönt, die Rüttgers Zeit hat die Probleme eher noch verschlimmert.
    Aber ich glaube eins der wirklich größten Miseren aller Komunen Deutschlands hat der Bund uns angetan, der sich fast alles an Steuereinnahmen selbst einverleibt aber da wo das Geld gebraucht wird auf Schlagloch übersähten Strasse vor der Tür, den Schwimmbad in der City oder dem maroden lebensgefährlichen Spielplatz im örtlichen Stadtpark kommt nichts an. Immer mehr von unserem Geld geht nach Berlin, doch die Kommunen sollen mehr aus Eigner Tasche bezahlen? Das ist doch Schwachsinn.