Streit über Praxisabgabe: Experten fordern fünf Euro Gebühr pro Arztbesuch

dapdDie Politik streitet noch über die Abschaffung der Praxisgebühr, die Zahlen sprechen für sich: Die Praxisgebühr bringt nichts, die Zahl der unnötigen Arztbesuche bleibt hoch. Gesundheitsökonomen empfehlen eine Lösung, die für die Patienten viel teurer würde - mit fünf Euro pro Arztbesuch wäre man dabei.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...823183,00.html
  1. #70

    Auf den Überweisungswahn habe ich doch keinen Einfluß

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Politik streitet noch über die Abschaffung der Praxisgebühr, die Zahlen sprechen für sich: Die Praxisgebühr bringt nichts, die Zahl der unnötigen Arztbesuche bleibt hoch. Gesundheitsökonomen empfehlen eine Lösung, die für die Patienten viel teurer würde - mit fünf Euro pro Arztbesuch wäre man dabei.

    Streit über Praxisabgabe: Experten fordern*fünf Euro Gebühr pro Arztbesuch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    3/4 meiner Arztbesuche sind Folgeüberweisungen, weil ein Weißkittel dem anderen was zuschiebt. Dafür, dass die nicht in der Lage sind, mal allein was zu stemmen - war ja früher normal - soll ich jetzt x-mal zahlen.
    Also blöder gehts wohl kaum noch.
    Bei einer Grippebehandlung darf ich bei meinem Arzt 3 mal antanzen, um den Fortschritt zu begutachten. Jedesmal dann 5 EURO.

    Wäre es nicht einfacher, gleich das gesamte Einkommen gerecht zu 50% als Steuern und zu 50% als Arzthonorare zu überweisen und dann kostengünstig frühabzuleben.
  2. #71

    Sie haben offenbar nicht viel Ahnung

    Zitat von matthias_b. Beitrag anzeigen
    Ich plädiere schon lange für diese Lösung. Das würde endlich die "jetzt hab ich schon bezahlt, also muss ich soviel davon ausnutzen wie ich kann"-Mentalität eindämmen. Andersrum wäre der einzelne Arztbesuch pro Jahr wenn ich mal richtig krank bin und eine Krankschreibung brauche für mich als Geringverdiener wieder nicht eine so große Hürde.
    Anders kann ich mir so einen sinnfreien Beitrag nicht erklären. Wenn Sie mal so richtig krank sind gehen nämlich nicht nur einmal sondern mitunter zu drei Ärzten an einem Tag oder eben mehrmals die Woche zu einem. Nur so als Bsp zum Zahnarzt musste innerhalb von 2 Wochen viermal gehen, wegen einer Krone.

    Und die Quartalsgebühr führte wirklich zu teils ungesunden Verhalten, wenn nämlich die Leute im März oder Dezember krank werden, gehen sie trotzdem unter Qualen weiter zur Arbeit und stecken auch noch mit dem ein oder anderen Wewechen zig Kollegen an.
  3. #72

    Zitat von liquimoly Beitrag anzeigen
    Denn eins steht fest:Die Verwaltungegebühr für jeden 10er dürfte das Doppelte kosten, wahrscheinlich das Fünffache, wenn man die Politikersälare derer umlegt, die ihre "Arbeits-"zeit mit tollen Ideen wie Praxisgebühr und Kontaktgebühr verbringen.
    Ob die Gebühr 1 Euro, 5 oder zehn kostet: die Bürokratiekosten beim Einziehenden, momentan der Arzt kostet in der Größenordnung 3-5 Euro.
    Sollten wirklich Gesundheitsökonomen den Vorschlag gemacht haben 5 Euro "Kontaktgebühr" zahlen zu lassen, dann sollten man sich deren Abschlüsse zeigen lassen.
    Praxen können dann Kassierer einstellen - ob die kranken Kassen das aber bezahlen?
  4. #73

    Zitat von liquimoly Beitrag anzeigen
    Ich erkranke doch nicht seltener, weil´s 10,-€ pro Quartal kostet!
    Es geht ja auch nicht um die Kranken, die zum Arzt gehen, sondern um die Gesunden.
  5. #74

    ...

    Zitat von Nonvaio01 Beitrag anzeigen
    kostet in Irland 55€
    Ein wirklich unnötiger Vergleich bei 2% Beitrag des Irländers gegenüber 15,5 % Beitrag in Deutschland.
  6. #75

    Fakten unerwünscht?

    Zitat von Fumire Beitrag anzeigen
    Als Hartz IV- Empfänger zahlen Sie für notwendigen Zahnersatz (Implantate natürlich ausgeschlossen) beim Zahnarzt gar nichts ...
    Das ist falsch. Trotz doppeltem Festzuschuß müssen sie erst mal einen Zahnarzt finden, der es NUR für dieses Geld macht. Ich habe viele dokumentierte Fälle, bei denen zB von Rechnungen von 1.100 € der Bezieher von Hartz IV 580 € selber zahlen mußte, für einfachsten Zahnersatz ohne Zusatzwünsche.
  7. #76

    Alles Quatsch!

    Dazu brauchen wir keine "Experten"!
    Die sollen sich mal Gedanken machen,wie die Behandlungsqualität ausreichend gesteigert werden kann!

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  8. #77

    Ich sehe das auch so

    Zitat von Nizzre Beitrag anzeigen
    Es wäre eine große Erleichterung, wenn es für Chroniker Jahresrezepte gäbe. Aber die gibt es leider nicht. Also sollen sich bitte die Leute nicht aufplüschen wegen der Arztbesuche.
    Jahresrezepte würden mir und auch vielen anderen Patienten, die auf regelmäßige Medikamenteneinnahme angewiesen sind, etwa 2/3 der Arztbesuche ersparen.
    Das Problem dabei dürfte wieder sein: gehen auch alle Patienten mit ihren Jahresrezepten verantwortungsvoll um.
  9. #78

    titel

    Zitat von matthias_b. Beitrag anzeigen
    Ich plädiere schon lange für diese Lösung. Das würde endlich die "jetzt hab ich schon bezahlt, also muss ich soviel davon ausnutzen wie ich kann"-Mentalität eindämmen. Andersrum wäre der einzelne Arztbesuch pro Jahr wenn ich mal richtig krank bin und eine Krankschreibung brauche für mich als Geringverdiener wieder nicht eine so große Hürde.
    Da hat jemand den Artikel gelesen, aber nicht wirklich verstanden. In die letzten 25% - die also die meisten Arztbesuche haben - fallen die chronisch Kranken mit schwerwiegenden Leiden. Da ist nix mit "jetzt hab ich schon bezahlt, also muss ich soviel davon ausnutzen wie ich kann"-Mentalität".

    Diese Praxisabgabe hat schlicht und einfach den Zweck verfehlt - da würde ich eher für Modell wie in den Niederlanden bzw. Dänen, Schweden und Norweger plädieren, die schaffen das alles effizient zu organisieren und das ohne Praxisgebühr
  10. #79

    Zitat von Stompf Beitrag anzeigen
    (...) Beispiel: Wenn ich eine Massage benötige wegen chronischen Rückenleidens, so muß ich 10 Euro Praxisgebührt, plus Rezeptgebühr 10 Euro und Zuzahlung der Physio ca. 18 Euro ganze 38 Euro hinblättern plus Hin- und ergerenne und Fahrkosten. Wenn ich diese 38 Euro allerdings für Lebensmittel benötige, dann werde ich kaum zum Arzt gehen.
    Wen ihr Arzt, egal welcher Fachspezialisierung Ihnen bei chronischen Rückenproblemen Massagen verschreibt sollte er mal seine Behandlungsleitlinien lesen oder sich sonst mal auf einen aktuellen Stand bringen. Die sind ja auch brandaktuell aus 2010...
    Anscheinend reichen die Vorschriften bezüglich Fortbildungspflicht noch nicht aus wenn ich sowas lese.