dapdDie Politik streitet noch über die Abschaffung der Praxisgebühr, die Zahlen sprechen für sich: Die Praxisgebühr bringt nichts, die Zahl der unnötigen Arztbesuche bleibt hoch. Gesundheitsökonomen empfehlen eine Lösung, die für die Patienten viel teurer würde - mit fünf Euro pro Arztbesuch wäre man dabei.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...823183,00.html
Die vermutete Steuerung von Patienten bzw. solchen die man allgemein als Ärztehopper ansah, ist durch die Praxisgebühr so gut wie garnicht gelungen. Ebenso war die Idee der ICD-Kodierung auch nichts anderes als die Schaffung eines Datenfriedhofs, immerhin seinerzeit schon von Blüm durchgesetzt. Was sollte damit alles neu statistisch ermittelt werden, was wir nicht schon wußten, z.B. dass Diabetes eines der Haupterkrankungen ist. Damit wurden völlig neue davor nie dagewesene Probleme erzeugt. Mein Fazit: die Gesundheitsbranche ist ein wunderbares Feld für selbsternannte Experten, die via Politik teure und meist überflüssige Instrumente erschaffen.
...nicht gleich 50 Euro pro Arztbesuch...hält dann sicher die arme Bevölkerung ab die Wartezimmer zu verstopfen...dann müssen allerdings die Tantiemen für die Ärzte rauf...denn bei weniger Patienten weniger Verdienst....und die Arzneimittel müssen auch teurer werden....ja so und nur so werden wir es schaffen...
Weil der "Mensch" nicht automatisch "gut" ist und ein System was zur Ausnutzung einlädt auch ausnutzt. Viele Krankschreibungen beruhen auf dem Wunsch eines verlängerten Wochenendes (meine Erfahrungen) und diese werden dann halt in unbezahlte "Freitstellungen" umgewandelt.
ich kann mir grundsätzlich nicht vorstellen, dass es wirklich Leute gibt, die aus lauter Spass zum Arzt gehen.
Dies zu unterstellen ist eine Frechheit. Es gibt eben wehleidige und weniger wehleidige Menschen. Aber man kann doch nichts für das angebohrene Naturell.
Ausserdem ist hier im Forum ja auch schon glaubhaft bewiesen worden, wie die negative Statistik betr. der Arztbesuche zustandekommt.
Glaubt mir, Politiker sind schlau genug, um das alles zu wissen. Es geht lediglich, wie immer, um kreatives Abzocken unter dem Deckmantel " wir wollen doch nur das beste für Euch ".
Die Anhänger der neoliberalen egoistischen gierigen Heilslehre setzen ihr eigenes Verhalten gleich mit dem Verhalten aller Anderen. Dem ist aber nicht so. Die Zahl der Krankheitstage ging zurück, weil die Menschen Angst vor Arbeitslosigkeit hatten, deswegen haben viele aber auch ganzjährig "innerlich gekündigt" und so ist dann auch die Arbeitsleistung. Toller Erfolg, nicht wahr?
Wer wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennt verursacht höhere Kosten, welche die entsprechende Person dann wenigstens minimal auch selbst tragen sollte. Ich finde den Ansatz richtig, über Sonderregelungen für sozial Schwache, chronisch Kranke, Schwangere, verpflichtende Kontrollbesuche (z.B. Zahnarzt,...), Rentner, usw. kann man dann immer noch sprechen. Wer jedes Quartal zum Arzt ging zahlte jetzt 40€ im Jahr, also wären das nach der neuen Regelung 8 Arztbesuche. Wer nicht in offensichtliche Ausnahmegruppen wie zuvor aufgeführt fällt sollte auf die nicht kommen, bzw. kann dann ruhig auch zahlen.
Sie plädieren für GAR NICHTS. Leute wie sie ignorieren einfach, daß es in diesem Land - wie auch im Rest der westlichen Industriegesellschaften - Millionen tatsächlicher Chroniker gibt, die durch IHRE autoritär-neofeudalistische Denkweise und IHRE völlige Unkenntnis der Lebenssituation vieler Betroffener eigentlich jeden Grund hätten, SIE für noch ganz andere Dinge, die derzeit in unserer Gesellschaft völlig unnötig zu Desolidarisierung und fundamentaler Unzufriedenheit führen, voll mitverantwortlich zu machen. Hätten sie diesen Satz in meinem Beisein gemacht, hätte ich ihnen mit Sicherheit die mentale Backpfeife ihres Lebens verabreicht - und das ist nicht bloß ein Spruch. Schämen sie sich bitte einfach mal!
Fakt ist, unser Gesundheitssystem ist ein Selbstbedienungsladen für alle (!) Beteiligten, die Kontaktgebühr (von mir aus 5 € pro Arztbesuch) muss her, kann aber nur der Anfang sein.
Das System ist erschütternd ineffizient, und das liegt daran, dass hier die von velen verteufelte Marktwirtschaft (mit ihren Anreizen, sich wirtschaftlich zu verhalten) völlig abhanden gekommen ist.
Das sind keine "Experten", sondern selbstbezügliche Spinner, die offensichtlich nur sehr selten mal was anderes im Sinn haben, als gesamte gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen, um sich anschließend einen darauf "selbstbewohltätigen" zu können.
Es wäre besser, jene würden ausschließlich bei sich selbst anfangen, anstatt immer nur bei denjenigen, welche sich nicht wehren können.