Forum


 

Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang

DPAGünter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, "ein erbärmliches Gedicht" verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Rolf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.

Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  1. #220

    Beschimpfungen, sonst nichts

    Hochhuth und die anderen in dem Artikel genannten beschimpfen Grass doch nur. Ist da einer unter ihnen, der in derselben Sachlichkeit zu den Grass'schen Äußerungen Stellung bezieht, wie dies vor ein paar Tagen Spiegel online getan hat? Nein, keiner tut dies. Sie lassen nur ihren Emotionen freien Lauf, sie tragen lediglich ihre angebliche Entrüstung vor, die ich ihnen aber nicht abkaufe.
  2. #221

    Grass hat recht mit dem was er sagt und schreibt. Gleichgeschaltete Medien, die vor der Invasion in eins der Länder schon halbes Jahr vorher anfangen sich intensiv um die Menschenrechtsverletzungen dort zu kümmer um die Bevölkerung vorzuberieten.

    Wer wirklich denkt, dass das einem "Normalmenschen" nicht auffällt irrt gewaltig, unterschätzt die Bevölkerung, oder überschätzt sich selbst.

    Und warum darf ich z.B. als Russlanddeutscher den Staat Israel nicht kritisieren, wenn ich selbst jeden Tag der teilweise berechtigten Kritik wegen meiner Herkunft bzw. Abstammung ausgesetzt bin. Werde mit Komunisten oder Nazis gleichgesetzt und das öfters auch von den Juden in Deutschland und in Russland.
  3. #222

    Stigmatisierung, aber ja...

    Zitat von 2013 Beitrag anzeigen
    Beiträge wie Ihrer fördern geradezu den Antisemitismus. Wann merken Sie das denn endlich mal. Grass hat recht mit seiner Kritik an diesem Hardliner-Regime in Israel. Akzeptieren Sie das einfach!
    Solche Foren bieten einen ziemlich realistischen Einblick in die Tiefen
    der deutschen Seelen, wo nur noch Chaos zu sein scheint und sich
    der Höhepunkt ähnlich eines Orgasmus mit dem politisch erwünschten
    medienwirksamen Auftreten einer von nichts wissenden
    "Piraten-Partei" bereits andeutet.
    Hilflosigkeit pur in Deutschland, danach werden alle wieder viel zutun
    haben zu behaupten wir haben damit nichts zu tun, waren alles
    freiheitskämpfende Demokraten!
    Oder waren einfach zu blöd....kontraproduktiv oder gar antisemitisch!
  4. #223

    Der Mob ist böse

    Zitat von JohannWolfgangVonGoethe Beitrag anzeigen
    ....Liebe Spiegel-Redaktion: Lesen sie doch einfach die Kommentare ihrer Leser hier im Forum um zu erfahren, was wir, das Volk, davon halten.
    Sie werden erkennen, dass "unser" Echo zu 95 Prozent pro Grass ausfällt. Interessant wäre ein Artikel darüber, wie es zu dieser Diskrepanz kommt. Jedenfalls weitaus interessanter als den hundertsten Senf eines weiteren zwangsempörten Abzudrucken.
    Ich vermute mal, es wird tenormäßig etwa folgendes in einem solchen Artikel stehen:

    Die Masse ist geschichtsvergessen
    (= die Menschen empfinden keine historische Verantwortung)
    Die Masse ist ungebildet/dumm
    (= die Menschen können nicht selbst denken, sich kein zutreffendes Urteil bilden)
    Die Masse ist von animalischen Emotionen getrieben
    (= die Menschen haben keinen Verstand und sind verführbar)
    Fazit: Vor dem deutschen Mob muss man Angst haben, er ist böse. Der Mob bringt uns in dunkle Zeiten zurück.
  5. #224

    Zitat von Christian Wernecke Beitrag anzeigen
    Die Kritik an Grass schlägt in Zügelosigkeit um. Das hat mit einer sachlichen Entgegnung nichts mehr zu tun. Man hat den Eindruck, es handelt sich um Nebelkerzen, die von der Rolle Israels bei der Bewertung der Lage im Nahen Osten ablenken sollen. Dabei wird die Meinungsfreiheit aufs Ärgste strapaziert und zugleich eingeschränkt, denn bei den Widerreden handelt es sich vielfach um Äußerungen mit beleidigendem Unterton, die den gleichen Vorwürfen gegen Grass in ihrer Absurdität in nichts nachstehen und die Grass-Befürworter und Kritiker der israelischen Politik mundtot machen sollen.
    Der Vorwurf des Mundtotmachens, kommt immer von Leuten, die darauf bestehen, ohne störende Kritik, ihren Unsinn verbreiten zu können.
  6. #225

    Vielen Dank

    Zitat von discordia80 Beitrag anzeigen
    Ich erlaube mir an dieser Stelle als Replik auf das unsäglich dumme Geschreibsel dieses vermeintlichen Historikers und faktischen Dünnbrettbohrers die wohl über jeden Antisemitismus-Verdacht erhabene Stellungnahme der jüdischen Stimme e.V. zu dem grass'schen Gedicht zu posten:

    „Was gesagt werden Muss …“ und nicht verschwiegen werden darf

    Stellungnahme der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. zum Gedicht von Günter Grass

    Wir, die Mitglieder der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, gratulieren Günter Grass für seine aufrichtige Aussage in bezug auf die Atompolitik Israels. Auch wenn Günter Grass durch sein langes Schweigen über seine ehemalige Angehörigkeit zur Waffen-SS Glaubwürdigkeit in Sachen NS-Aufarbeitung einbüßt, so zeigt die hysterische Reaktion jüdischer und nicht-jüdischer Deutscher deutlich, dass er ins Ziel getroffen hat. Mit Recht weist Grass auf die überlegene Stärke der vierten Atommacht des Staates Israel und die Gefahr eines tödlichen Kriegs, der mit oder ohne Unterstützung der USA den ganzen Nahen Osten in Mitleidenschaft ziehen und möglicherweise auf die restliche Welt übergreifen würde. Der Wunsch der im Iran Herrschenden, dass das “zionistische Regime” verschwinden möge, hat seine genaue Entsprechung im Wunsch der USA und Israels, dass das “islamistische Mullah-Regime” verschwinden möge. Unsere Medien und Politiker verteufeln das eine als “Vernichtungsdrohung gegen die Bevölkerung” und spielen das andere als “berechtigte Forderung” herunter.

    Wir verteidigen das Recht aller deutscher Bürger und Bürgerinnen die menschenverachtende Politik des Staates Israel zu kritisieren, ohne als Antisemiten diffamiert zu werden. Diese Taktik dient nur dazu, jegliche Kritik an der israelischen Politik abzuwürgen, wie auch vom real existierenden Antisemitismus abzulenken. Ein „jüdischer“ Staat sollte und wollte ein Staat sein wie jeder andere und als solcher Muss auch Israel Menschenrechte respektieren und sich dem Völkerrecht beugen, ohne wegen der Vergangenheit einen Ausnahmestatus zu beanspruchen. Wie Günter Grass unterstreicht, sollte gerade Deutschland sich nicht zum Handlanger einer neuen Katastrophe machen. In diesem Zusammenhang ist es mehr als bedenklich, dass die von der Bundesrepublik an Israel gelieferten U-Boote mit atomaren Sprengköpfen aus gerüstet werden können. Auch deshalb beobachten wir die Waffenlieferungen der Bundesregierung an Israel mit Sorge und fordern diese auf, den nötigen Druck auszuüben, auch durch Sanktionen, um Inspektionen und Kontrollen des israelischen Atomprogramms zu ermöglichen wie für jedes andere Land üblich ist. Als Jüdische Stimme befürworten wir einen atomfreien Nahen Osten.

    Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.

    05.04.2012
    für diesen Beitrag!
    Hier wird inhaltlich der von Grass gemeinte Kritik zugestimmt.
    Wenn dieser Text anonym ohne Angabe der Urheber veröffentlicht worden wäre, hätte es garantiert die gleiche Prügel wie gegen Grass gegeben, aber so? Aber vielleicht finden die Totengräber der Meinungsfreiheit ja hier auch noch eine Angriffsfläche.
    Warum wird diese Stellungnahme der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. nicht einfach mal in SPON ganz offen als Titelstory gesetzt?
  7. #226

    Und ich schäme mich

    dass sich ein solcher dichterischer Kümmerling wie Hochhuth sich als Deutscher bezeichnet.

    Der in seinem wirren Weltbild allen Ernstes versuchte, den Papst eine Mitschuld an der Judenvernichtung zu geben.

    Nur weil sein Vater da ordentlich mitgemischt hat.
  8. #227

    Hassgesang?

    Zitat von christian.stuermer Beitrag anzeigen
    Man sollte ihm den Literaturnobelpreis aberkennen. Ein Nobelpreis für einen Schriftsteller, der des Antisemitismus verdächtigt wird, ist unerträglich. Vor allem dann, wenn dieser aus Deutschland kommt. Hier ist Toleranz fehl am Platz.
    Toleranz gegenüber den Berufsjuden und deren Geschäftebesorgern ist fehl am Platze! Wir brauchen uns nicht von dieser Klientel ständig moralisch belehren zu lassen. Und der Reflex, jeden, der sich kritisch gegenüber Israel äussert, des Antisemitismus zu zeihen, ist kindisch, falsch, bösartig!

    Was Hochhut angeht stelle ich fest, dass der alte Mann mittlerweile Schwierigkeiten hat, einen klaren Gedanken zu fassen. Ihn als Richter über Grass ins Feld zu führen ist gelinde gesagt lächerlich und zeigt, dass es den gleichgeschalteten Medien völlig wurscht ist, welche Qualität die gegen Grass gerichtete vernichtende Kritik hat. Armes Deutschland!
  9. #228

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Ich habe da mal eine Frage an die Mitforisten, die bisher nicht gestellt wurde:
    Gibt es hier im Forum jüdische oder israelische Mitbürger und Foristen, die die Aussagen im Grasstext für richtig halten?
    Alibijuden dringend gesucht. :-)
  10. #229

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, "ein erbärmliches Gedicht" verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Ralf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.

    Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es ist verwunderlich was zuzeit in Deutschland passiert und vorallem das ein Nobelpreisträger wie Herr Grass öffentlich hingerichtet wird weil er nur seine Meinung sagt oder schreibt, schämen müssen sich alle!
    Was er sagt ist 100% Richtig, warum darf eine Nation wie Israil sich alles erlauben und verbietet der gesamt Menschheit nicht seine meinung zu sagen, wie lange müssen wir das noch dulden ?
    Es ist Fakt das Israil den weltfreiden stört, die wollen auch kein Frieden den mit Krieg lässt sich das meisste Geld verdienen.
    Damit sich die Amis, Deutsche, Franzosen, Engländer und die Russen Ihre Taschen voll machen können.
    Der eine Beliefert die Israilis mit Waffen und der Andere die Gegenseite.
    Lieber Herr Grass ich bewundere Ihren Mut zur Meinungsfreiheit, viele Politiker müssen sich ein Beispiel nehmen, das sind alle Ja sager weil sie so eine Angst vor der Jüdischen Lobby haben.
    Wenn es in die andere Richtung geht dann sind Deutsche Politiker die ersten wo sie die Klappe aufreissen und gross von Meinungsfreiheit oder Pressefreit Reden.
    Einfach nur Traurig !!!


TOP



TOP