APSeit Jahrzehnten macht Günter Grass Wahlkampf für die Genossen. Nach dem Streit um dessen Israel-Gedicht wollen SPD-Politiker künftig allerdings auf die Hilfe des Schriftstellers verzichten. "Seine Zeit ist einfach vorbei", heißt es.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826443,00.html
Promis sollten sowieso Wahlkampfhilfe unterlassen, das hat immer haut gout ( ich würde sogar sagen Gestank)
Das sagt tatsächlich mehr über die realexistierende SPD als über Grass aus. Die Partei Willy Brandts, die er einmal mit Recht unterstützt hat, gibt es nicht mehr - und was hat er mit Seeheimern zusammen auf demselben Podium zu suchen?
Ich freue mich auf gemeinsame Auftritte von Grass und Lafontaine!
Gewählt wird nämlich nicht in Israel, sondern in Deutschland.
Da hält sich die SPD-Spitze sicher lieber an ihren "Altkanzler".
Der hat zwar seine Partei fast geschrottet, Deutschland nach dem 2. Weltkrieg wieder aktiv in 2 Kriege verwickelt und die seit Bismarck bewährten Sozialsysteme an Kumpels und private Versicherungskonzerne verschleudert - aber er verstand sich immer prima mit BILD, BamS und Glotze. Also nach SPD-Maßstäbern ein "Macher".
Dann wird die SPD wohl eine Stimme kalt stellen. Die Zeit von Günter Grass ist nicht vorbei. Keines Menschens Zeit, der vor Krieg warnt ist vorbei. Klar ist die Gefahr durch den Idioten im Iran real, aber dadurch, dass jetzt ernsthaft ein Militätschlag gegen den Iran angedacht wird, ja geplant wird, stellt man sich auf die gleiche Stufe. Das ist Kriegstreiberei! Sonst nichts! Und ich ziehe meinen Hut vor Jedem, auch G Grass, wenn er das anprangert. Das ist der Mut, zu dem unser neuer Bundespräsident aufgerufen hat. Und noch mal: Kritik am Staat Israel und seiner Regierung hat nichts, aber auch gar nichts mit Antisemitismus zu tun.
Das ist wieder mal typisch: kaum traut sich jemand, das Maul aufzumachen und was Wahres zu sagen - schon kuschen die Sozen vor dem "bürgerlichen Lager". Was für ein erbärmlicher Haufen von Angsthasen und Kleingeistern. "War einmal ein Revoluzzer"... ist schon was dran: Sozialdemokraten taugen halt nicht für Grosses - die machen sich einfach nass, wenn man mal eine politische Aussage machen muss.
Grass *sollte* für die schon keine Wahlkampfhilfe machen. Und nebenbei: das Bild mit ihm und dem Schröder ... mir wäre das an seiner Stelle peinlich.
Man könnte sie flächendeckend umbenennen in "Straße der DIF"; die damit verbundenen Rituale könnte man durch Auswechseln von wenigen Begriffen ja wieder aufleben lassen...
Ein paar Ossis kennen sich ja noch damit aus, aber nun müssen auch die Wessis lernen, was "unverbrüchliche Freundschaft" bedeutet.