an Merkel dürfte sich insb. an ihrem zögerlichen Verhalten und anschließenden nicht nachvollziehbaren Entscheidungen ausrichten. Sie bestand doch zunächst auf Vertragstreue, also zur No-Bailout-Klausel.
Dabei hätte sie h.E. bleiben sollen, egal wie die Opposition hechelte.
Offensichtlich hat sie sich ihre korrekte Sichtweise von der Finanzwirtschaft ausreden lassen, aus Machtkalkül und bankenhörig, wie sie (nicht alleine in der CDU) nun mal zu sein scheint.
Doch durch die staatl. Überschuldung hat sich die Politik (jeder Couleur) nun mal in die Abhängigkeit der Finanzwirtschaft begeben.
Und wie leider allzu wahr: Man mag Merkel für ihre Wechselhaftigkeit zu Recht kritisieren. Doch unser Dilemma ist in der Tat, dass es keine polit. Kraft in diesem Lande zu geben scheint, die einen besseren (nationalen) Weg durchsetzen würde.
Die (polit. und wirtschaftl.) Strömungen, die sich gegen €urowahn und Rettungsschirme wenden, sind (noch) zu schwach, als dass sie sich durchsetzen könnten.
Dennoch scheinen vermehrtes Brökeln der stoischen pro-€uro-Allianz - medial wie politisch - sowie Zweifel am (für DEU unbezahlbaren) Festhalten dieses Währungsraums für/mit allen bisherigen Mitgliedsstaaten erkennbar. Wenn die bis Merkel durchdringen und sie ihre machtpolit. Pläne nicht dadurch gefährdet sieht, mag sie durchaus imstande sein, eine entsprechende polit. Kehrtwende durchzuziehen, hoffentlich aber nicht in Richtung €uro-Bonds.
Der Wahlausgang in Frankreich könnte h.E. ein erster Meilenstein dazu sein.

Antworten / Zitieren

