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Streit über Atomprogramm: Ahmadinedschad ignoriert Drohungen des Westens

DPAMahmud Ahmadinedschad ist der Druck des Westens egal: Iran werde trotz der Sanktionen und des Einbruchs der Landeswährung an seinem Atomprogramm festhalten. Ein Rückzieher komme nicht in Frage, stellte der Präsident klar.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-859268.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ahmadinedschad zeigte sich aber bereit, die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent einzustellen, wenn es dafür aus dem Ausland entsprechendes Material erhält. "Auf 20 Prozent angereichertes Uran wird nur (im Reaktor in Teheran) für Medikamente benötigt und hat sonst keinen Nutzen." Die Anreicherung von 3,5 auf 20 Prozent sei zudem sehr teuer. Für den Einsatz zur Stromerzeugung will Teheran demnach weiter Uran niedrig anreichern.
    Warum nur sträubt sich der Iran dann dagegen, dass Inspektoren der IAEA diese völlige Harmlosigkeit des iranischen Atomprogramms bestätigen? Sehr merkwürdig diese Mullahs!

    Der iranische Abgeordnete Mansur Hakikatpur drohte nun sogar damit, das Atomprogramm auszuweiten, sollten die Gespräche scheitern. Dann werde Uran bis auf 60 Prozent angereichert, um U-Boote oder Schiffe anzutreiben, sagte der stellvertretende Chef des Parlamentsausschusses für Außen- und Sicherheitspolitik dem englischsprachigen Fernsehsenders "Press TV".
    Aber Sinn für Humor haben sie. Schiffe, geschweige denn U-Boote mit Atomantrieb übersteigen deren technische Fähigkeiten bei weitem. Die im Iran hergestellten U-Boote sind Lizenzbauten nordkoreanischer Mini U-Boote die auf dem technischen Stand von 1918 sind. Ihre neuste Fregatte ist eine modernisierte Version der Vosper Mk 5.

    Iran erinnert mich mehr und merh an Nordkorea. Das sind auch Dampfplauderer: Ständig große Sprüche klopfen, aber wenn man genau hinsieht haben sie nur die Mittel, um kleinste Brötchen zu backen.
  2. #2

    ...

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Warum nur sträubt sich der Iran dann dagegen, dass Inspektoren der IAEA diese völlige Harmlosigkeit des iranischen Atomprogramms bestätigen? Sehr merkwürdig diese Mullahs!
    Wie soll die IAEA jemals bestätigen können, dass etwas nicht da ist? Was bedeutet es, wenn die IAEA einen Ort, den die CIA oder andere Geheimdienste vorgaben, untersucht hätten und nichts finden könnten? Das wäre doch kein Beweis, dass der Iran nicht an der Bombe baut sondern nur das er nicht dort baut wo geschaut wurde. Also wird es nicht lange dauern bis die Geheimdienste wieder einen neuen Verdachtsort präsentieren.
    Der Massenvernichtungswaffen-Vorwurf kann nicht vom Beschuldigten entkräftet werden. Dafür wurde dieser Vorwurf nicht ausgelegt.
    Erinnern wir uns an den Irak. Erst mit dem Krieg und der folgenden Besatzung haben die USA das akzeptiert was das frühere Regime immer behauptete und die Waffeninspektoren schon Jahre zuvor verkündet hatten.
    Obwohl die Waffeninspektoren damals unabhängig waren konnten sie die Ankläger nicht von ihrer Anklage abbringen. Es durfte nicht sein, dass der Massenvernichtugswaffen-Vorwurf ins leere lief.

    Nun wird der Iran "irakisiert".
  3. #3

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Wie soll die IAEA jemals bestätigen können, dass etwas nicht da ist? ... Das wäre doch kein Beweis, dass der Iran nicht an der Bombe baut sondern nur das er nicht dort baut wo geschaut wurde. Also wird es nicht lange dauern bis die Geheimdienste wieder einen neuen Verdachtsort präsentieren.
    Sie haben es (fast) erfasst. Es gibt eine Reihe von bestimmten Einrichtungen, in die die IEAE sehr gerne einen Blick werfen würde, es aber nicht darf. Würde der Iran nicht 'mauern' und würde man überall nix finden, wäre der Iran erst mal 'entlastet'. Spätestens nach der zweiten, entlastenden Inspektionsreise wäre alle weiteren Vorwürfe unglaubwürdig.

    Also warum sträubt sich der Iran dagegen, dass die Harmlosigkeit seiner Atomforschung auf eine schnelle und unkoplizierte Art und Weise nachgewiesen wird?

    Der Massenvernichtungswaffen-Vorwurf kann nicht vom Beschuldigten entkräftet werden. Dafür wurde dieser Vorwurf nicht ausgelegt. Erinnern wir uns an den Irak. Erst mit dem Krieg und der folgenden Besatzung haben die USA das akzeptiert was das frühere Regime immer behauptete und die Waffeninspektoren schon Jahre zuvor verkündet hatten.
    Auch da liegen sie wieder (fast) richtig. Zuerst hatte Saddam mit den Inspektoren Katz und Maus gespielt, dann hat er sie rausgeworfen und dann hat er -aus Angst vor dem Iran- den Eindruck erweckt, er hätte noch WMD, bevor er in letzter Sekunde zugab er hätte sie doch nicht.

    Es ist schon merkwürdig, dass der Iran lieber den gleichen, falschen Eindruck erweckt und den Ruin seiner Wirtschaft in Kauf nimmt, nur um zu verhindern, dass ein paar IAEA-Mitarbeiter sich in einer Kaserne oder zwei mit einem Geigerzähler umsehen.

    Wie gesagt, dass sind seltsame Leute diese Mullahs.
  4. #4

    ...

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Auch da liegen sie wieder (fast) richtig. Zuerst hatte Saddam mit den Inspektoren Katz und Maus gespielt, dann hat er sie rausgeworfen und dann hat er -aus Angst vor dem Iran- den Eindruck erweckt, er hätte noch WMD, bevor er in letzter Sekunde zugab er hätte sie doch nicht.
    Wie konnten die Waffeninspektoren mit Gewissheit sagen der Irak hätte keine Massenvernichtugswaffen mehr? Nein, die Inspektoren konnten nach anfänglichen Schwierigkeiten immer wieder das Land bereisen bis die Iraker ca. 1998 zur Überzeugung gelangten, dass es kein Ende nehmen würde. Und da hatten sie recht. Denn die Kontrollen im Verlauf des Massenvernichtungswaffen-Vorwurfs sind nur am Rande dazu da um Massenvernichtungswaffen zu finden, sondern um das Regime zu destabilisieren. Das Land ist ja nicht besetzt aber durch die nicht endenden Kontrollen ausländischer Gruppen an immer neuen Orten soll eine besatzungsähnliche Situation vermittelt werden. Für nationalistische Gruppen wie für die normale Bevölkerung eine Demütigung sondergleichen. Im günstigsten Fall wird damit das Regime gestürtzt, das diese Demütigung zugelassen hat. Aber normalerweise werden sie wie der Irak reagieren, oder vielleicht sogar selbst einen Krieg beginnen.


    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Es ist schon merkwürdig, dass der Iran lieber den gleichen, falschen Eindruck erweckt und den Ruin seiner Wirtschaft in Kauf nimmt, nur um zu verhindern, dass ein paar IAEA-Mitarbeiter sich in einer Kaserne oder zwei mit einem Geigerzähler umsehen.
    Die Welt scheint so friedlich und einfach durch die rosarote Brille.

    Nebenbei, in der Militäranlage bei Parchin vermutet man einen Teststand für Zündsysteme die in Atombomben zur Anwendung kommen sollten. Falls das zutreffen würde wären da Versuche mit Hochgeschwindigkeits- und Präzisionssprengstoffe gemacht worden. Da nützt einem ein Geigerzähler kaum.
    Aber dem Militär auf den Füssen herumzutreten hat anderswo schon gereicht um einen Putsch aus zu lösen.
  5. #5

    kontrolle ist besser als besserwisserei

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Wie soll die IAEA jemals bestätigen können, dass etwas nicht da ist? ... Es durfte nicht sein, dass der Massenvernichtugswaffen-Vorwurf ins leere lief. ...Nun wird der Iran "irakisiert".
    es würde ein leichtes sein, die iaea kontrollieren zu lassen, wenn sie nicht "leider leider" an der a bombe entwickeln würden. auf deutsch heisst es: beim wieder beim scheixxen erwischt, nur dass diesmal der haufen grösser ist.
  6. #6

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Warum nur sträubt sich der Iran dann dagegen, dass Inspektoren der IAEA diese völlige Harmlosigkeit des iranischen Atomprogramms bestätigen?
    Das ist gelogen, der Iran hat wiederholt Inspektoren ins Land gelassen, die haben auch nichts finden können. Weil aber nicht sein kann was nicht sein darf hat man nicht deshalb nichts gefunden weil es nichts zu finden gibt sondern weil man an der falschen Stelle gesucht hat. Und so möchte man nun auch gerne Zugang zu diversen "geheimen" militärischen Anlagen und sich auch dort ein bisschen umschauen.

    Schon praktisch wie einfach man Einblick in sensible Bereiche des Feindes erlangen kann, oder? Könnte etwa mehr dahinter stecken als nur die Suche nach dem ominösen Atomwaffenprogramm? Und könnte es sein dass der Iran aus ganz profanen Gründen den Zugang zu derartigen Anlagen verweigert? So wie es jedes andere Land, insbesonder auch die Achse des Guten, machen würde?

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Aber Sinn für Humor haben sie. Schiffe, geschweige denn U-Boote mit Atomantrieb übersteigen deren technische Fähigkeiten bei weitem. Die im Iran hergestellten U-Boote sind Lizenzbauten nordkoreanischer Mini U-Boote die auf dem technischen Stand von 1918 sind. Ihre neuste Fregatte ist eine modernisierte Version der Vosper Mk 5.
    Na dann sollte man auch vor einer Atombombe (samt zugehörigem Trägersystem!) des Iran keine Angst haben müssen, oder? Wenn deren technische Fähigkeiten derart eingeschränkt sind...

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Iran erinnert mich mehr und merh an Nordkorea. Das sind auch Dampfplauderer: Ständig große Sprüche klopfen, aber wenn man genau hinsieht haben sie nur die Mittel, um kleinste Brötchen zu backen.
    Nochmal: wo ist dann das Problem? Warum muss der Iran angegriffen werden wenn das nur Dampfplauderer ohne technisches Verständnis sind?
  7. #7

    ...

    Zitat von achim-bonn Beitrag anzeigen
    ... denn die iranischen Fanatiker sehnen sich nach dem Paradies mit den Jungfrauen und würden vor einem nuklearen Erstschlag nicht zurückschrecken.
    Schon komisch, dass dieses Bild der irren Mullah's immer noch in der öffentlichkeit Kursiert. Denn nur wenn man den Krieg will dämonisiert man den Gegner in der Öffentlichkeit um den eigenen "Lemmigen" die gewünschte Richtung vor zu geben.
    Die Strategen selbst haben ein komlpett anderes Iran-Bild: Meir Dagan, bis Januar 2011 Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, erklärte in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS: ... "das Regime im Iran sei ein „überaus rationales“.
    ( Atomwaffen Irans notfalls durch Krieg verhindern? | Journal21 - Journalistischer Mehrwert )
  8. #8

    "Ich darf es, du nicht"

    Alle Vorwürfe gegen Iran kommen von den Ländern, die meiste Atomwaffenarsenal der Welt im Besitz haben.

    "Ich darf es, du nicht" klinkt nicht Demokratisch, eher Diktatorisch.
  9. #9

    Zitat von ein schelm ... Beitrag anzeigen
    Schon praktisch wie einfach man Einblick in sensible Bereiche des Feindes erlangen kann, oder?
    Nicht die USA oder Israel wollen kontrollieren, sondern die IAEA der UNO. Warum suggerieren Sie, dass diese Weltorganisation den Iran als Feind sieht?


    Zitat von ein schelm ... Beitrag anzeigen
    Könnte etwa mehr dahinter stecken als nur die Suche nach dem ominösen Atomwaffenprogramm?
    Es geht der UNO darum ungehinderten Zugang zu allen vermuteten Nuklearanlagen uneingeschränkt zu bekommen. Das diese existieren ist von allen Seiten unbestritten. Sollte der Iran sich fügen und alles offen legen, dann gäbe es keinen Grund für weitere Sanktionen. Wenn der Iran also nichts zu befürchten hat, dann kann seine Wirtschaft also wieder sanktionsfrei blühen. Der einzige der sich dabei im Wege steht, ist der Iran jedoch selbst.


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