Zitat von
zudummzumzum
Wer glaubt, dass man mit Geld Wirtschafts- und Sozialpolitik machen kann, glaubt auch, dass die Leistung eines Autos maßgeblich vom Sprit abhängt, den man tankt. Klar – ohne Geld ist Alles nichts, aber wir müssen wieder dahin, dass wir begreifen, dass es sich bei den Finanz-, Devisen- und Kreditmärkten nur um „Nebenkriegsschauplätze“ der Realwirtschaft handelt. Bilanzen sind nur ein sehr grobkörniges Schwarz-Weiß-Photo einer kontinuierlich ablaufenden farbigen dreidimensionalen Realität.
Wir haben es zugelassen, uns in den Würgegriff wenig aussagekräftiger Finanz-Kennzahlen nehmen zu lassen, die darauf basieren, dass es irgendwo auf der Welt Menschen gibt, die so viel Geld zuviel haben, dass sie es verleihen können. Und die sollen jetzt entscheiden, wem es gut und wem es weniger gut gehen darf? Ohne diese Grundkonstellation verinnerlicht zu haben, sollte sich niemand in die Gedankensphären der Ackermänner, Asmussens und Schäubles dieser Welt verirren. Schlimm genug, dass die vergessen haben, wozu Geld dient.
Europa hat seine Schulden bei sich selbst – und muss die sich hieraus ergebenden Probleme auch alleine lösen. Es wäre doch irgendwie peinlich, sich von Brasilien und China dabei helfen lassen zu müssen! Es muss ohne IWF und BRICS-Staaten, ja sogar ohne die USA gehen!
EZB: halt’s Maul und sorge dafür, dass die Zahlungsverkehrsabwicklung funktioniert! Mach den Entscheidern klar, dass sich Geld zum Aufheben größerer Vermögen nicht eignet. Wer Geld auf 30 oder 100 Jahre verleiht, trägt das Verlustrisiko selbst – gibt er doch zu erkennen, nicht damit zu rechnen das Geld in diesem Zeitraum selbst zu brauchen! Unternimm etwas gegen tilgungsfreie Darlehen über längere Zeiträume, weil diese den Kreditmarkt pervertieren: Der Wert, der von dem Kredit geschaffen werden soll, unterliegt der Abschreibung, der Reduktion – also muss auch die Schuld über die Zeit geringer werden.
Das Auflaufen derartiger tilgungsfreier Darlehen hat uns in die Krise geritten, nichts anderes. Und so lange Asmussen & Co. an diesem Grundübel nichts ändern wollen, sind und bleiben sie volkswirtschaftliche Vollpfeifen!