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Streit mit IAEA: Iran unterstellt Atomwächtern Sabotage
AFP"Terroristen und Saboteure könnten die Agentur unterwandert haben": Der iranische Atomchef unterstellt der Internationalen Atomenergiebehörde, Teherans Nuklearprogramm aktiv zu hintertreiben. Er bringt die Uno-Inspekteure gar in Zusammenhang mit einem Bombenanschlag.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...856259,00.html
- #1 17.09.2012 13:57 von
Europas Botschaften an den Iran
Botschaften an Israel werden vor allem in Teheran gehört, das daraus seine Rückschlüsse zieht.
Europas Botschaften an den Iran « Aron Sperber
Sie werden als Signal aufgenommen, dass man ohnedies mit dem Bombenbasteln fortfahren könne. Daher sind die ständigen öffentlichen Warnungen an Israel, auf einen Präventivschlag gegen Iran zu verzichten, gefährlich und kriegsfördernd.
Denn selbst wenn man der Meinung wäre, Israel solle der Fertigstellung der iranischen Bombe tatenlos zusehen, wäre es klug und die einzige friedenstiftende Politik gewesen, das niemals öffentlich zu sagen. Was aber etwa ein Herr Westerwelle ständig tut. - #2 17.09.2012 14:11 von
- #3 17.09.2012 14:24 von
Unterwanderung internationaler Organisationen
Westliche und andere Geheimdienste unterwandern internationale Organisationen. Unter dem Schutz des Status und des Ansehens dieser Organisationen lässt sich leichter Spionage und Sabotage betreiben. Umgekehrt unterwandern iranische und andere Geheimdienste dies Organisationn ebenfalls und beeinträchtigen dadurch deren Arbeit.
Damit verlieren diese wichtigen Organisationen ihre Effektivität, Neutralität und ihren Schutz.
Teheran könnte mit seiner Anschuldigung durchaus richtig liegen, ist selber aber auch kein Unschuldslamm. Aber wie bei Geheimdienstaktionen üblich, weiss man nur, dass man getäuscht wird - von wem und was wahr ist, bleibt verborgen. - #4 17.09.2012 14:25 von
Ich glaube nicht,
dass die Aufsichtsbehörde die Anlagen sabotiert; das waehre ja eher kontraproduktiv: das Vertrauen waehre endgueltig gebrochen.
- #5 17.09.2012 14:47 von
Kein Titel
Ja, wenn der Iran sie denn beweisen könnte. Die genannten Anschuldigungen sind allerdings so bescheuert, dass wohl nicht einmal eingefleischte Verschwörungstheoretiker darauf hereinfallen dürften.
Die zu einer Inspektion abgestellten Fachleute spazieren dort ja nicht einfach so umher, sondern werden von Vertretern der zu inspizierenden Einrichtung herumgeführt. Es dürfte wohl auffallen, wenn plötzlich ein Inspektor anfängt, an den Gaszentrifugen herumzuschrauben.
Und einen Bombenanschlag einen Tag VOR dem Wunsch, eine Inspektion in der besagten Anlage durchzuführen, der IAEA anzulasten, ist wohl nur noch peinlich. Wie sollen die denn eine Anlage sabotieren, bevor sie sie überhaupt betreten haben? Etwa durch Telekinese? Wahrscheinlich hat den Transformator in Krümmel dann auch die IAEA abgefackelt... - #6 17.09.2012 14:48 von
Unterschätzt nicht den Mossad..
im Gegensatz zum BND ist der Mossad eine Organisation, wo kreative Ideen gefördert und auf kurzem Dienstweg selbst das Unmögliche verwirklicht werden kann.
Agenten im Kleid von Inspektoren wärden gewisse Möglichkeiten eröffnen. Das zumindest bestimmte Verbindungen bestehen, halte ich für mehr als wahrscheinlich.
Empfehlung: ZDF-Reportage "Israels Schattenkrieg" - #7 17.09.2012 14:54 von
- #8 17.09.2012 15:10 von
Spionage
Nun ja, "Verschwörungstheoretiker" ist natürlich ein tolles Argument.
Mal nach UNSCOM und CIA googeln oder nach Scott Ritter:
"1991 bis 1998 war er als Inspector für die UNSCOM-Mission im Irak tätig, die beauftragt war, Massenvernichtungswaffen sowie Anlagen für deren Herstellung im Irak zu finden und zu zerstören. Im Januar 1998 wurde seinem Team der Zugang zu mehreren Anlagen verweigert und Ritter unter der Anschuldigung, für die CIA zu arbeiten, von der irakischen Regierung des Landes verwiesen. (...)
Unter anderem bestätigte er jetzt die Vermutungen der irakischen Regierung, dass die CIA versuche, sich der UNSCOM-Mission zu Spionagezwecken zu bedienen."
Scott Ritter - #9 17.09.2012 15:16 von
Sind Sie
sicher, dass Sie das ernst meinen, dass man Israel zu einem "Präventivschlag" gegen den Iran hätte ermutigen sollen?
Prävention gegen den Bau von was? a) möglicherweise friedlichen Anlagen zur Energiegewinnung? b) vermutlicherweise zur Anreicherung von waffenfähigem Material errichteten Anlagen?
Und womit hätte Israel den "Präventivschlag" führen sollen? Mit der eigenen Armee? zusammen mit den Amerikanern? mit europäischer Unterstützung?
Meinen Sie nicht, dass uns dann der Nahe Osten um die Ohren fliegen würde? Und in der momentanen Situation sowieso?
Ich glaube nicht, dass Herr Westerwelle in der arabischen Welt sehr ernst genommen wird; sicher nicht so sehr, dass sein Schweigen zu Israels Kriegsrhetorik den Iran so verunsichert hätte, dass er seine Atompläne eingemottet hätte.
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