Die Deutschland-Chefs von Sony Music und Universal Music*attackieren die Gema.*Die Verwertungsgesellschaft verhindert hartnäckig die Sendung zahlreicher Songs auf Youtube. Der Verdacht der Platten-Manager: Die Gema sei noch nicht im Digitalzeitalter angekommen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...768816,00.html
Lt. wikip. 2J3Mo lang terrorisiert die Gema schon youtube. Warum hat sich yt das so lange bieten lassen und den waren Querschiesser erst jetzt klar mit jedem Video geoutet. Man merkt schon, Deutschland ist die Melkkuh der ganzen Welt dank unserer dunklen Vergangenheit, daß hier solche Extrawürstchen gebraten werden.
Wozu die Empörung? Verwertungsgesellschaften, Plattenfirmen und die Generation „Für Musik bezahlen ist ja so was von Eighties!“ sind sich in einem entscheidenden Punkt doch seit langem absolut einig: Der Künstler/Komponist sollte am besten wenig bis gar nichts verdienen. Alles andere wäre einfach unanständig.
Es mutet fast wie das Sinnbild der drei Affen an, die nichts hören nichts sehen nichts sagen. – In diesem Fall zeigen sie alle gegenseitig mit dem Finger aufeinander und bezichtigen sich der Abzocke, wobei sich zumindest die jüngeren Primaten ganz sicher sind: Wir sind die Guten!
You Tube will Geld verdienen. Dagegen ist nichts zu sagen, allerdings nicht zu Lasten anderer. Wenn YT Musikvideos und Musik streamt, dann müssen sie dafür Geld bezahlen. Das tun sie in den USA und vielen anderen Ländern auch. Dort gibt es eine Einigung über die Höhe der Vergütung. In Deutschland nicht. Das angebot der GEMA war: 1 Cent pro Streaming plus eine Aufstellung welche Videos wie oft aufgerufen wurden. Das wollte YT nicht zahlen, nicht leisten. Seitdem streitet man sich Vermittlungen und vor Gericht. Nunmehr die Schuld alleine der GEMA anzulasten ist etwas einseitig. Da sitzen sich halt Betonköpfe gegenüber.
Unsinn, es geht einfach darum dass ich eine CD kaufe und dann gefälligst niemanden mehr haben will der die Hand aufhält. Wenn ich nicht gerade ein Konzert damit unterhalte, seh ich gar nicht ein warum ich da noch einmal zahlen sollte. Das Geld ist geflossen, ein Punkt wird aber nicht gesetzt. Um umsonst konsumieren geht es überhaupt nicht sondern um einen gerechten Handel. Das gilt nicht nur für Musik oder Film sondern auch für Videospiele wo die Industrie selbst zu einer riesigen Mafia geworden ist die mit kriminellen aber legalen Methoden immer mehr Geld abzockt. Man kauft ein Spiel, muss aber mit Drittprogrammen leben, muss mit DRM und Kopierschutz leben, muss damit leben dass Inhalte rausgeschnitten werden, die man nur bekommt wenn man irgendwo Mitglied ist oder noch mal Geld in die offen gehaltene Hand drückt.
Nein, ich als Konsument will endlich beschützt werden vor diesen Verbrechern, die mit dem Handel so wie er normal stattfindet einfach nicht zufrieden sind und mehr Geld durch krude Methoden erwirtschaften möchten.
Das man hier immer mal wieder lesen muss, die Deutschen wären nicht bereit die gehörten Werke zu entlohnen ist wirklich frech.
Ein Land, das wie kein Zweites stolz ist auf seine gefertigte Qualität und den damit verbundenen eigenen Anspruch, auf seine Kultur und seine Künstler, ist also nicht bereit für Musik zu zahlen??? Was macht ihr BILD-Leser hier überhaupt?
Pubertierende Kinder, die zufrieden mit der YouTube Sound-/ Bildqualität sind, haben sicherlich wenig Einfluss auf das große Ganze. Deshalb sollte man sich vor Augen halten welches Clientel mit Musikvideos angesprochen wird und ob man imaginären Verlustzahlen der Plattenfirmen Aufmerksamkeit schenken sollte. YouTube ist ein extrem geldschweres Zubrot für alle Beteiligten (Künstler jetzt mal ausgenommen, darüber darf in der Tat diskutiert werden). Daran ändern auch kleine Programme zum rausschneiden der Tonspur nichts.
Die Plattenbosse sind, nebenbei bemerkt, sowas wie die Erde im Garten. Die GEMA ist nur der Hollunderbusch, der sich der Erde bedient um sich wie die Seuche zu vermehren. Und wir sind der unfreiwillige Dünger!
Zugegeben, die GEMA macht sich als Inkassofirma prima als Zielfigur, aber letztendlich ist die ein Verein von deren Mitgliedern. Und das sich dann ausgerechnet diejenigen Oberselbstdarsteller in die Bresche werfen, die ihre Tracks bei YouTube ausklammern, um sie mit Exklusiv-Deals bei MyVideo gemeinsam gegen Werbung zu vermarkten. von dem der Künstler in den Abrechnungen 0,002 EUR im Jahr sieht ist komisch. Darf man auch mal fragen, wieso die GEMA unter 100 Tracks aktiv für ihren Case gegen YT rausnehmen lassen hat und so viel mehr Universal und Sony Künstler nicht vertreten sind? Und darf man auch mal fragen, was passiert, wenn die Urheber und ihre Vertreter nicht versuchen das maximale für ihre Musikrechte zu bekommen? Vielleicht weil SONY und Universal in den USA einen eigenen Clipservice VEVO haben und den auch in DE platzieren wollen, und hier (natürlich GAANZ uneigennützig) genau so wenig Kohle abdrücken wollen wie YT, die sich unter dem PR-Druck der zwei Kunstbanausen dann doch für ein Butterbrot mit der GEMA einigen. Die Frage nach dem "wem nützt das" ist immer vorher zu beantworten, als einfach den Leuten auf den Leim zu gehen, die als Verantwortliche einer ganzen Industrie es geschafft haben, ihre Kunden unter Genralverdacht der Kriminalität zu stellen - was im gesamten Wirtschaftsprozess einmalig ist. man kann sicher über die Flexibilität des preußischen Ständervereins der GEMA diskutieren, aber um Nebelbomben für die eigenen Profitinteressen GEGEN die Musik zu werfen., dafür ist das einfach zu billig. Darf man auch mal fragen, wie die ganzen Garantiesummern der Musikservices in DE verteilt werden, falls die Vorschüsse (in der Regel) nicht eingespielt werden oder die Services vorher pleite gehen? Bekommt dann der Artist am Ende des Jahres einen Scheck von Herrn Berger oder Herrn Briegmann? Nein, die gönnen sich eine große Zigarre. Und wie ist es mit dem ganzen anderen Geld, wie zum Beispiel für Fingerprint-Services von Content Anbietern, die auch gegen Geld auf die Tracks der Label zugreifen dürfen um die Rechte zu schützen - hat dieses Geld jemals ein Künstler auf seiner Abrechnung gesehen? Das könnte man noch endlos fortführen ...... ermüdend, boring, the same procedure ....
Ich zitiere das einfach, weil es kurz&gut zusammenfasst, wie die GEMA für "kleinere" Künstler funktioniert.
Das Dilemma ist doch, dass die GEMA in dieser Form weder vom Verbraucher noch von den meisten Künstlern gewollt wird und sich trotzdem scheinbar nichts bewegt. Insofern finde ich es begrüßenswert, wenn sich Vertreter der Plattenindustrie auch mal kritischere Töne zutrauen, auch wenn die sich in der Vergangenheit auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben.
Ein weiteres kleines Rädchen im Kulturverhinderungsmechanismus ist im Übrigen: wenn ich als Hobby-Musikerin und Nicht-GEMA-Mitglied meine (offensichtlich) eigenen kleinen Stücke ins Netz (z.B. meine eigene Website) stelle, gezwungen bin, der GEMA gegenüber diesen Tatbestand zu beweisen. Sorry, aber das geht die rein gar nix an, was ich mit meiner eigenen Musik mache. Aber nein, hierzulande gilt die "GEMA-Vermutung" und wenn dann plötzlich entsprechende Post von der GEMA ins Haus flattert, mit Aktenzeichen, Zahlungsaufforderung und allem pipapo, da kriegt man schon das Muffesausen, weil man es als Laie erstmal gar nicht einordnen kann.
Für mich trägt die GEMA ganz wesentlich dazu bei, Musikkultur im Keim zu ersticken und deshalb sieht's in Deutschland diesbezügl. auch so duster aus.
Produkte die so überflüssig sind wie ein Kropf.
Hier geht es nur um Kohle abzuschöpfen, auf Teufel komm raus.