dapdWer Streit mit seinem Anwalt hat, kann sich an Renate Jaeger wenden: Sie kümmert sich als Ombudsfrau um Ärger zwischen Mandant und Verteidiger. Im Interview erklärt sie, warum die Mandanten oft im Unrecht sind.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...827866,00.html
Leider machen viele Anwälte den Mandanten falsche Hoffnungen weil sie ja auf die Kunden angewiesen sind mit denen sie den Lebensunterhalt verdienen. Ein Anwalt der seinen Mandanten unverblümt schon beim ersten Gespräch die Wahrheit sagt würde einfach zu viele Aufträge verlieren. Die Mandanten gehen dann zum nächsten Anwalt der ihnen verspricht was sie hören wollen. Wenn es nicht klappt sind dann die "weltfremden" oder unfähigen Richter schuld.
In sämtlichen Onlinehilfeforen sind die "Helfer" die Oberhelden, welche dem Hilfesuchenden möglichst kpl. Recht geben und seinen (sich nicht wehren könnenden, da nicht online..) Gegner verdammen..
Tatsächlich ist meist um die 90% des tatsächlich relevanten Sachverhalts von dem Hilfesuchenden erstunken und erlogen..
Und die typischen Superhelfer interessiert die Aussage des ggf. später dazugekommenen Beschuldigten einen Kehricht..
Sie wollen ja helfen.. Und haben sich auf den Erstfrager als "Opfer" festgelegt..
Beim RA ist es ncht unbedingt viel anders.
Der lässt sich den Fall aus Mandantensicht schildern und handelt danach.
Nicht aus godwill, sondern weil er weiss, dass der Mandant zwar gelogen hat, aber wenn er ihm das sagt, er meist den Auftrag verliert und auch noch schlechte Werbung bekommt.
Dann doch lieber das Honorar des überhöhten Streitwerts mitnehmen.
Einer wird es bezahlen.
Zu über 50% der eigene Mandant.
Insbesondere bei einem Vergleich..
Da ist dann noch ein Extrabonus drin, der den Fall erst richtig finanziell interessant macht.
Schon hat man den doppelten Verdienst..
Den der eigene Mandant bezahlt..
Es gibt aber auch RA, die mehr auf ihren Ruf bedacht sind.
Nach meiner Erfahrung aber eher, wenn sie eine OLG-Zulassung haben.
Sie müssen ja schlimme Erfahrungen mit Anwälten gemacht haben. Aber woher sollen diese denn wissen, ob ein Mandant bei der Schilderung des Sachverhalts gelogen hat? Schließlich sind sie keine Detektive und die Wahrheit ergibt sich auch eher selten aus einer Abfolge von für sich gesehen richtigen Überlegungen. Wenn die Unwahrheit nicht offen auf der Hand liegt, oder wenn der Sachverhalt - wie meistens - erst noch durch eine Beweisaufnahme geklärt werden muss, kann der Anwalt doch gar nichts anderes tun, als den ihm geschilderten Sachverhalt juristisch korrekt aufzubereiten, selbstverständlich nur soweit es möglich ist, und ihn dem Gericht möglichst überzeugend vortragen. Alles andere liegt nicht in seiner Macht. Selbstverständlich sollte er dem Mandanten nichts vormachen. Den meisten Mandanten ist mehr daran gelegen, zu wissen wo sie stehen, als sich im Recht zu wähnen ohne es zu sein. Aber es gibt durchaus auch Mandanten, die die Wahrheit nicht vertragen. Da ist es dann eine Frage des Gespürs, wie weit man solchen Mandanten reinen Wein einschenkt. Mit der OLG Zulassung hat das eher wenig zu tun.
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Es ist vielen Mandanten einfach nicht zu erklären, daß ihre Vertreter auf einem eigenen Planeten, Justitia, leben und dort eine ganz eigene Sprache und Sichtweise ausleben, bei der es jedenfalls nicht um Recht und Unrecht geht.
Das einzige Unmißverständliche sind die hohen Anwaltsgebühren.
rabenkrähe
Geändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....