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Streit im Kiez: Berliner Politiker will Szene-Clubs retten

Berlin droht, seine Szene zu verlieren. Immer mehr Clubs müssen schließen, weil Nachbarn sich beschweren und Investoren mehr Profit wollen. Jetzt nimmt die Politik Geld in die Hand, um den Ruf der hippen Hauptstadt zu retten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...811653,00.html
  1. #20

    Wie kann man neben dem Watergate

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Wer hat sei ermächtigt eigenen Gesetze zu machen? Ic
    ...
    Aber das ist ja wohl zu viel verlangt...
    Ich würde Ihnen gern recht geben, aber ich frage mich: Wie kann man neben dem Watergate, dem zweit besten Club der Welt, auf die Idee kommen, Wohnungen neu zu bauen? - und sich dann wundern, dass da Leute betrunken rauskommen und da hinpinkeln, wo sie es schon immer getan haben - nur das da jemand plötzlich ein Haus hingestellt oder renoviert hat?

    Folgerichtig finde ich es richtig, dass sich dieses Lab verzogen hat. Die sollen dort hin gehen, wo es genauso hipp ist, wie das Lab ist. Kreuzberg ist das sicher nicht, Charlottenburg ist angebrachter.

    Und glauben sie mir: Ich verdiene sicher mehr als sie und bin in besseren Kreisen unterwegs. Aber ich weiß, wo ich hingehe, wenn ich es laut und dreckig haben will, und ich weiß wo ich bin, wenn ich es ruhig haben will. Und ich muss mir keine Kreuzberger-Coolness überziehen, in dem ich hinziehe und dann klage - und damit im Prinzip töte, warum ich eigentlich da bin.

    Das selbe gilt fürs Knaack: Wer eine Wohnung an einen seit ca. 60 Jahren bestehenden Club baut...

    Das Geld kann auch woanders hingehen. Das kam schon immer ganz gut ohne Kreuzberg klar. Eine Nachfrage gibt es immer.

    Matths

    P.S.: Meinen Lärm und Dreck werde ich als politisches Statement bewusster einsetzen müssen :)
  2. #21

    Arm uns Sexy

    wenn das weiter so geht, ist Berlin bald nur noch arm.
  3. #22

    Zieht halt nach München

    Zitat von weizenbier warrior Beitrag anzeigen
    Man könnte doch alle Clubs auf das Tempelhofer Feld verlegen und es als "Welt größte Party-Location" verkaufen...
    ...so wie in München. was dazu führt, dass diese Stadt zur den langweiligsten und spiessigsten im Land gehört. Ballermann Kunstpark für die Prolls, der Rest trinkt seinen gepritzten Aperol oder weizenbier in öden P1 Loungen für 17 €.
  4. #23

    ich weiß was...

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Nochmals, gelten da andere Regeln? Man fragt sich ja, ob um so einen Club der Rechtsstaat nicht mehr vorhanden ist?
    ...
    simpel ist die Sache.
    Ich kann ihn sagen was ich will: So eine Möchtegern-Ausgehgegend wie in München mit der Kulturfabrik vermeiden. So eine Ansammlung von Klubs mit Möchte-Gern-Stil (ey, gehn wir mal rüber zum HipHop?).

    Und es wird nicht besser, wenn sie das Wort asozial weiter benutzen ;) - weil das liegt oft im Auge des Betrachters, gell.
  5. #24

    typisch

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    Da kommen die Schwaben aus ihrer Kleinstadt in den angesagten Prenzlauer Berg mit ihrer Kohle und das erste was sie machen, sie fangen an, ihre schwäbische Kleinstadt nach Prenzlauer Berg zu verpflanzen.
    Klar, über die Schwaben meckern. Sollen die doch in BaWü bleiben und weiterhin Berlin via des Länderfinanzausgleiches finanzieren , gelle ?
    Auf der einen Seite meckern auf der anderen die Hand aufhalten , typisch Berlin , und morgen werden dann wieder Investoren davongejagt.
  6. #25

    Verträge und so.

    Wo ist hier eigentlich das Problem? Der Vertrag mit den Vermieter ist ausgelaufen. Es handelt sich nicht um Wohnraum.

    Wieso zum Geier ist das Ding noch nicht geräumt?
  7. #26

    An Mitte, PrenzlBerg und Friedrichshain,

    kann man erkennen, wie schnell die Zeit vergangen ist.
    Ich erinnere mich noch an die Zeit, als in der ziemlich heruntergekommenen Altbausubstanz der beiden Bezirke mitten in der Wendezeit und auch noch kurz nach nach der Wiedervereinigung der Bär steppte. Er steppte wirklich und als er im Hellwerden oder danach dann nach Hause taumelte, konnte er die eingesessene Bevölkerung beinah noch mit ihrem Vornamen bei ihrem Tagwerk begrüßen. ;o)
    Die Kieze waren so in sich geschlossen und doch so weltoffen und romantisch (Herrlich romantisch!) wie nur irgendwas. Und soweit ich es beobachten konnte, störten sich die damaligen Anwohner nicht an dem bunten und lautem Treiben.
    In jedem Kellerabgang ne Kneipe (häufig ohne Klo), brauchte man ein Taxi, stellte man sich einfach an den Straßenrand und winkte. Irgend jemand hielt schon an, meistens Privat-PKWs, deren Fahrer sich schnell ne (D-)Mark dazu verdienen wollten. Die Keller teilweise abgesoffen, die Stromleitungen in den Wänden noch stoffummanteltes Alu und stets warm, weil mit den vielen neuen Geräten völlig überlastet. ;o)
    Alles open end , solange es auch dem letzten Gast noch nach Gesellschaft und nem Bierchen aus der Flasche dürstete.
    Keine Sau kümmerte sich um Vorschriften, die Volkspolizei blieb auf ihrer Wache.
    Dagegen geht es heute selbst in der Nähe der umstrittenen Clubs trist und langweilig zu. Das Überbleibsel Simon-Dach-Str. ist inzwischen auch längst den Zwängen der Ökonomie und den Vorschriften der div. Ämter erlegen.
    Der PrenzlBerg hat derzeit etwas von einer urbanen Puppenstube, in Mitte tobt die Politik und das Geschäft.
    Wenn man sich allerdings auskennt, findet sich immer noch das eine oder andere Kleinod, dass sich seine berliner Ursprünglichkeit bewahrt hat.
    Nur der Friedrichshain hat sich an einigen zentralen Ecken seine Wildheit bewahrt, aber es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Reste ökonomischen Gesetzmäßigkeiten zum Opfer fallen.
    Allerdings, abgesoffene Keller und Alu-Leitungen in den Wänden gibt es fast nicht mehr.
    Ich hoffe es gelingt, der berliner Innenstadt einen Rest ihres Flairs zu erhalten.
    Es wäre ein echter Verlust für die Metropole, gelänge dass nicht.
  8. #27

    leider kein Regen für Sie

    Zitat von Rochus Beitrag anzeigen
    Laß die Szene dahin gehen, wo sie niemanden stört und sich selbst finanzert! Berlin ist griechischer pleite als Athen! Was für eine Art von Investment soll das werden?
    Aber was solls, Große Schulden Koalition tut sich nicht weh. Und die reichen Bundesländer werden die Haustür-Urinale sicher gerne finanzieren.
    Herr: laß Hirn vom Himmel regnen!
    Rochus
    Die Clubszene finanziert sich selbst! Dazu fungiert sie als Touristenmagnet und spült somit auch Geld außerhalb der Clubs in die leeren berliner Kassen. Damit ist die Clubszene ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Berlin. Ihr Argument ist schlicht falsch.
  9. #28

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    Wer hat Dich eigendlich gezwungen dort eine Wohnung zu kaufen oder zu mieten. Ist man nicht mehr in der Lage, vor einer Entscheidung sich die nähre Umgebung anzusehen und sich den vorherrschenden Verhältnissen anzupassen und nicht seine Umgebung mit seinen egoistischen Wünschen zu terrorisieren. Ihr geht in eine angesagte Gegend und das erste, was ihr macht, ihr zerstört die Gegend und landet dann wieder in eueren Spieserumgebung, aus der ihre gerade geflüchtet seit. Ihr wisst nicht, was ihr tut und was ihr wollt.
    ach und was ist wenn ein Club dort aufmacht wo früher eher ruhe war? Der Vorposter hat nicht ganz unrecht warum müssen die Besucher den Anwohner vors Haus pinkeln? Und mir eine Flasche kaputt geht dann habe ich die Scherben auf und werfe sie weg, das hat nichts mit Spieser oder Alternativer zu tun sondern einfach mit Rücksicht und die sollte jeder haben ob nun Punk,Rocker oder halt Spieser. Wenn sie das so toll und urban finden, wenn ihnen Menschen vor ihr Haus oder die Wohnung pinkeln muss das noch lange nicht für alle Menschen gelten.
  10. #29

    Sie müssen es wissen

    Zitat von boeseHelene Beitrag anzeigen
    Wenn sie das so toll und urban finden, wenn ihnen Menschen vor ihr Haus oder die Wohnung pinkeln muss das noch lange nicht für alle Menschen gelten.
    Keiner sagt, dass irgendjemand vor Haustüren pinkeln und Flaschen kaputtmachen toll und urban findet. Wo haben sie bloß diese Unterstellungen her?


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