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Streit im Auto: Mann und Frau - ein Verkehrsdrama
CorbisMit Vollgas in den Beziehungsstress: Gemeinsame Autofahrten sind Belastungsproben für die Partnerschaft. Doch wie lässt sich Zoff im Auto vermeiden? Ein Experte sagt, wie man typische Konfliktsituationen bewältigt.
http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...829539,00.html
- #10 02.05.2012 12:25 von
Wie Kommunikation im Auto zwischen Frau und Mann nicht funktioniert und man sich aber trotzdem wieder verträgt kann man mit einem Augenzwinkern hier sehen:
DSF Motor - Das muss Liebe sein!!! - YouTube
Ansonsten schließe ich mich der Meinung an, wenn man drüber redet was einem nicht passt (egal ob als Fahrer oder Beifahrer) sollte zwischen erwachsenen Menschen normalerweise eine Lösung möglich sein. - #11 02.05.2012 12:31 von
Dr. rer. nat. phil.
Für die meisten der "Probleme" sind doch die "Lösungen" schon da. Alles was zu schnell ist, ist zu schnell. StVO und fertig! Langesamer geht immer, denn es heißt Höchstgeschwindigkeit und nicht Sollgeschwindigkeit. Meine Frau fährt mir anfangs auch zu langsam, aber nach ein paar Minuten gewöhne ich mich dran und genieße dann den gemütlicheren Stil. Für die Routen gibt es Navis. Mittlerweile schon in jedem Smartphone... Aktive Beifahrer habe ich aber auch gefressen, deswegen halte ich die Klappe, wenn andere fahren. Es sei denn, das Kopfnicken wird zu heftig ;-)
- #12 02.05.2012 12:38 von
die im Artikel
und im Forum genannten Beispiele kenne ich nur zu gut.
(besonders das Tochter Mutter Beispiel, da kennt jemand meine Schwägerin)
Ich habe eine liebe Bekannte und sie gestand mir dann mal
auf einer längeren Fahrt das sie eine absolut schlechte Beifahrerin
sei. Ich hab den nächsten Parkplatz angesteuert und ihr meinen
Schlüssel in die Hand gedrückt.
Seit dem darf sie immer fahren. und ich muss zugeben das ich ein mieser Fahrer bin. Jetzt macht Autofahren richtig Spass.
Sie hat Benzin im Blut.
So kanns auch gehen. - #13 02.05.2012 12:39 von
Was Sie hier schreiben, habe ich alles auch erlebt - als Frau. Tja, mit dem Einparken durch die Frauen und auch durch mich ist das so ein Ding. 1990, ich hatte 1976 den Führerschein gemacht und bin dann so gut wie nie gefahren, wollte bzw. mußte ich das 1x allein einparken mit meinem Trabi. Was hab ich mich gequält und war glücklich, als da ein Bekannter kam, den ich bat, doch mal für mich rückwärts einzuparken. Durch die lange Zeit des Nichtfahrens hatte ich die richtige Einparkvariante vergessen. Wir haben laut gelacht und heute muß ich auch noch schmunzeln. Ich bin ehrlich, daß ich froh bin, daß auch die anderen Autofahrer mal bei einem Fehler von mir richtig reagieren, so wie ich auch nicht gleich einem anderen den Vogel zeige, wenn er gepatzt hat. Fahrer und Beifahrer sollten beim Fahren keinen Mißmut bzw. Streß aufkommen lassen, sondern auch mal kräftig über den eigenen Blödsinn, den man soeben, Gott sei Dank ohne schwerwiegende Folgen vollbracht hat, lachen. Das entspannt, aber sonst hat der Fahrer das Sagen. Wenn er vernünftig ist, wird er von sich aus eine Pause einlegen wollen bzw. einen Fahrerwechsel vorschlagen.
- #14 02.05.2012 12:44 von
optional
Autofahren ist doch nun wirklich keine besondere Herausforderung, und da traue ich meiner Frau ebenso zu, dass sie das ordentlich kann, wie sie es mir auch zutraut. Streit hat es wegen des Fahrstil sowieso noch nie gegeben, weil wir beide einen sehr ähnlichen Fahrstil pflegen. Flott, aber nicht aggressiv oder riskant.
- #15 02.05.2012 12:47 von
Bei Niklas Luhmann findet man den schönen Satz (aus "Liebe als Passion"): "Ehen werden im Himmel geschlossen und im Auto gehen sie auseinander."
- #16 02.05.2012 12:58 von
Ein paar Tipps:
1. Ein gutes Navi entspannt: Das löst schon einmal 50% der Konfliktherde, die da wären: Karte falsch herum halten oder nicht lesen können; ständig nach dem Weg fragen oder nie; Besserwisserei über die kürzeste Strecke; Vorwürfe beim Verfahren etc.
2. Fährt er (oder sie) zu schnell ist es effektiver zu sagen: "Da war ein Blitzgerät" oder "Ich glaube, die blitzen hier." Da bremst jeder instinktiv ab. Stattdessen hat die wiederholt vorgetregene Bitte: "Fahr' bitte langsamer", ein hohes Nervpotential. Am Besten sind "subtilere Methoden". "Geh mal auf die rechte Spur, ich muss Dir etwa wichtigeres erzählen." - #17 02.05.2012 12:58 von
Theoretisch ist es ganz einfach:
1. Der Beifahrer hat grundsätzlich die Klappe zu halten was das Fahren im Allgemeinen angeht, es sei denn er hat etwas wichtiges beizusteuern, z.B. er hat Angst , verpasstes Tempolimit usw. Wenn einem etwas am Fahrstil des Partners mißfällt, kann man das immer noch nach der Fahrt in Ruhe ansprechen - ist ja meistens allgemeingültig. Diskussionen während der Fahrt lenken höchstens vom Fahren ab.
2. Der Fahrer kann mit ruhiger und vorausschauender Fahrweise allen Insassen ein gefühl von Sicherheit vermitteln - das funktioniert auch bei hohen Geschwindigkeiten, liegt aber ein bisschen an jedem selbst. Mit wilden Wechseln von Vollgas und Vollbremsung wirds nix.
3. Auf langen Strecken ist der Beifahrer für die Routenplanung/Einhaltung zuständig und sagt an, wo es lang geht. so ist er selbst beschäftigt und kann den Fahrer obendrein ECHT unterstützen.
Wenn man sich dann verfährt, ist der Beifahrer schuld ... klare Sache :) - #18 02.05.2012 13:02 von
hm, komisch
"Generell gilt: Wer fährt, der fährt - und darf und muss auch die Entscheidung treffen, welches Tempo er für richtig hält. Das sollte der Partner akzeptieren."
aber davor:
"Grundsätzlich gilt: Wenn der Beifahrer Angst hat, muss langsamer gefahren werden" - #19 02.05.2012 13:08 von
Kindergartenpsychologie
aber wenigstens kann man über die genannten Vorschläge zur Deeskalierung herzhaft lachen, wie z. Bsp.:"Man kann das ja moderat ausdrücken und zum Fahrer sagen: "Ich ärgere mich, dass wir uns jetzt verfahren haben. Das kann ja mal passieren - "
gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis für einen anderen Fahrstil des Partners ist ja alles schön und gut. Wenn mein Beifahrer aber bei 70km/h auf der Landtstr. nen Herzkasper bekommt, weil man überholen möchte - da liegt das Problem eindeutig an dessen irrationaler Angst.
Hier kommt eine Fahrerwechsel überhaupt nicht in Frage, sehe ich doch solche verängstigte Personen am Steuer, für mindestens genauso gefährlich an wie Raser o.ä.
Ansonsten ist das Thema generell für mich völlig "überbewertet". Wer es bei solchen Lapalien zu richtigen Streiszenarien kommen läßt, hat ganz andere Beziehungsprobleme.
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