Streit der EU-Finanzminister: Briten wollen schärfere Bankenregulierung

AFPAuf den ersten Blick scheint alles normal - Europa streitet wieder um eine strengere Bankenregulierung. Doch dieses Mal ist vieles anders: Ausgerechnet Großbritannien, das seinen Finanzsektor sonst vor jedem Staatseingriff schützen will, pocht nun auf schärfere Regeln. Und Deutschland bremst.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...831017,00.html
  1. #10

    Soweit ich mich erinnere geht es hierbei um die Volksbanken und Sparkassen die es fast nur in Deutschland gibt. Sie benötigen keine Rücklagen nach der geforderten Art, es funktioniert durch andere Einlagen, bin da leider grade nicht ganz drin im Thema.
  2. #11

    das wird daran liegen,

    Zitat von cato-der-ältere Beitrag anzeigen
    Die Frage aller Fragen ist: WARUM bremst Schäuble, bzw. die Bundesregierung? WARUM wird das verrückte Monster Banken-Sektor nicht unter Kontrolle gebracht? Wäre das nicht mal ein Thema das sich zu recherchieren lohnt? Ist es Ideologie, Inkompetenz, Korruption, eine Mischung von all dem, oder gar sachlich begründet?
    dass der ESM erst in 2 Staaten ratifiziert ist.

    Wenn das Monstrum installiert ist, sind die Euro-Staaten ohnehin r e c h t l o s, da diese Finanzagentur ,ihre Mitarbeiter, ihre Bilanzen, das ganze Dingens also immun ist, also auch vom europäischen Gerichtshof nicht verklagt werden kann.

    Man spricht doch jetzt schon davon, dass Banken direkt vom ESM gefördert werden sollen - dann können Basel3 und andere Regulierungen beschlossen werden, die Banken brauchen sich aber nicht daran zu halten........

    Tja, liebe Bundesregierung, vor allem liebe Frau Kanzlerin, jetzt fordern Ackermann und Co Leistungen, sie haben schließlich nicht umsonst 2 Jahre die Gesetze in Deutschland und vor allem in der EU zum Teil selber geschrieben.

    So ein Sch... aber auch, dass gerade die Briten jetzt die Maske den Eurokraten vom Gesicht reissen......
  3. #12

    Zitat von peter234 Beitrag anzeigen
    Es fällt mir schwer zu glauben die Briten hätten plötzlich das Allgemeinwohl im Sinne wenn es um die Finanz"industrie" geht.
    Weiß jemand den wahren Grund warum die Lobbyisten in London so einen Vorstoß zugelassen haben?
    Wollen sie vielleicht schlimmeren zuvor kommen?
    Die sind sich sicher, dass in der Euro-Zone wegen Merkozys Unfähigkeit bald ein deftiger Bankencrash kommt. Und die hoffe, dass der auch in der Euro-Zone bleibt und nicht auf GB überschwappt und wenn doch soll eben das höhere Kernkapital den Briten mit ihrem übergroßen Bankensektor helfen.
  4. #13

    Zitat von al2001 Beitrag anzeigen
    "e mehr Kernkapital eine Bank hat, umso länger kann sie in Krisen davon zehren - und ohne Hilfe des Staates auskommen." hallo wieso hilft man banken und nicht den menschen ... das wird ja mittlerweile als selbstverstöndlichkeit verrausgesetzt ,einfach nur traurig .wäre ein wunder wenn hier nicht auch bald alles brennt ,
    Man kann die Banken auch pleite gehen lassen. Das kostet sie halt ihre Ersparnisse und ihren Arbeitsplatz und womöglich noch alles andere. Dann können sie ja nach Hilfe für die Bürger schreien. Den banken wird geholfen, damit die Bürger nicht pleite gehen.
  5. #14

    Keine Bankenregulierung

    Das wäre doch das Schlimmste. Sie können nicht mehr soviel Boni und Dividenden zahlen. Und wenn sie selbst-verschuldet in Probleme kommen gibt´s keine Milliarden mehr vom Staat. Ich bin aber überzeugt, unsere "rechtschaffenen" Politiker werden es schon richten. Sonntags in die Kirche und von Montag bis Sonnabend "Gott" Geld anbeten.
    Leider hat es die Finanzwirtschaft, nicht nur bei uns, geschafft, die Politik vor sich her zu treiben und offensichtlich mit Erfolg.
  6. #15

    Ob die Piraten wirklich ehrlicher sind...

    Zitat von JohnBlank Beitrag anzeigen
    ......................
    Aber am Ende siegen die Bänker, egal ob CDU oder Grüne an der Macht sind, oder wer ist es, der durch Euro-Bonds wieder die Risiken auf die Steuerzahler abwelzen will, genau, das wollen die Grünen. Toll. Und desegen wähle ich bei uns in NRW die Piraten, die sind ehrlicher als die Grünen!
    ......................

    .
    ...als die Grünen, ist doch vollkommen unklar.

    Es mag sein, dass die Grünen in ihrem EURO(pa) Wahn die
    falschen Vorstellungen haben, aber welche konstruktiven Ideen
    haben die Piraten ? Nur Schweigen und Ratlosigkeit reichen
    auf Dauer nicht aus.
  7. #16

    Lobbykratie - je mehr Regulierung desto kleiner die Boni der Banker!

    Zitat von unangepasst Beitrag anzeigen
    Diese Regierung gehört abgewählt!
    Es ist doch zu offensichtlich,
    wer hier bei uns das Sagen hat!
    Die Regierungen kommen und gehen, aber die Finanzbranchen
    Lobbyisten bleiben. Die Rettung der Banken hat in der
    Schweiz 6 % BIP, 20 % in Deutschland, 70 % in England und
    fast 90 % in den USA gekostet. Je härter die Regulierung
    desto weniger Schaden entsteht. Das müssten auch
    Schäuble und Merkel wissen, die einmal mehr die
    Interessen der Banker einseitig vertreten.
  8. #17

    Weshalb hatte Kanada keine Probleme?

    Hat sich einer mal gefragt warum Kanada mit seinen Banken -die gibt's tatsächlich- so gut durch die Krise gekommen ist?
    Ganz einfach, Kanada hat schärfere Regeln als Deutschland. Dennoch sind die Kanadischen Banken keine Leichtgewichte, sie zocken nur nicht.
    Die aktuelle Diskussion zeigt einmal mehr wie ernst Frau Merkel und Herr Schäuble wirklich die Bankenzockerei "bekämpfen" wollen, nämlich gar nicht. Es ist wie mit der Euro-Schuldenkrise, es wird mit dem Finger immer auf die Anderen gezeigt, dabei hat man jede Menge Dreck am Stecken. So schafft es Herr Schäuble selbst jetzt, trotz ungeplanter Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe, nicht die Neuverschuldung auf NULL zu drücken.
    Die Ursache liegt darin, dass allerorts das Geld, die Steuergelder der Bürger mit vollen Händen zum Fenster hinaus geworfen werden, anstatt sich auf wirklich sinnvolle Projekte zu beschränken.
    Deutschland ist kein Deut besser als Griechenland, nur versteht sich die deutsche Regierung noch besser auf Tricksereien!
  9. #18

    Zirkelschluss

    Zitat von doofundick Beitrag anzeigen
    Man kann die Banken auch pleite gehen lassen. Das kostet sie halt ihre Ersparnisse und ihren Arbeitsplatz und womöglich noch alles andere. Dann können sie ja nach Hilfe für die Bürger schreien. Den Banken wird geholfen, damit die Bürger nicht pleite gehen.
    Toll! Und woher kommt das Geld, mit dem "den Banken geholfen wird, damit die Bürger nicht pleite gehen"? Doch wohl von den Steuerzahlern, also den Bürgern die gezwungen werden zu bürgen (daher der Name). Merken Sie nicht den Zirkel? Glauben Sie wirklich, dass so ein selbstreferentielles System überleben kann?
  10. #19

    Halbwahrheiten....

    Zitat von peter234 Beitrag anzeigen
    Es fällt mir schwer zu glauben die Briten hätten plötzlich das Allgemeinwohl im Sinne wenn es um die Finanz"industrie" geht.
    Weiß jemand den wahren Grund warum die Lobbyisten in London so einen Vorstoß zugelassen haben?
    Wollen sie vielleicht schlimmeren zuvor kommen?
    Zunächst mal stellt sich die Frage, wie durch wen und warum die EK-Quoten ("hartes Kernkaital" ist ein Euphemismus - entweder es ist Eigenkapital und haftet voll - oder eben nicht - dann ist es aber auch kein Eigenkapital, sondern eher ein Bilanztrick...) der Banken überhaupt so tief sinken durften ??? Basel I,II...III ?? Wer hat so was protegiert ? Das ist ein schlechter Witz - wer wurde oder wird zur Verantwortung gezogen ???

    Natürlich ist eine Anhebung der Quote an sich etwas Gutes (mehr Eigenverantwortung der Banken, grössere Haftung) - es ist aber auch tatsächlich so, dass ausgerechnet in Deutschland z.B. im Sparkassensektor womöglich andere Regeln gelten - die in der Krise übrigens äusserst stabilisierend wirkten.

    Genau diesen Mechanismus wollen private Geschäftsbanken/Investmentbanken aushebeln um sich ein grosseres Stück vom Kuchen zu sichern (quasi als Belohnung für das Zocken ;) - ein Stück mehr totaler Markt eben, bloss keine ihrem Einfluss entzogenen Sektoren....

    Das ist die ganze Scheinheiligkeit....

    Das Allerschlimmste aber ist die Tatsache, dass keiner den Mut und Willen (oder gar Durchblick ?) hat, dort anzusetzen wo das Eigenkapital in Zusammenhang mit den Risiken gebracht wird:

    Für manche systemgefährdenden Derivative ist nämlich eine geringere EK-Belastung vorgeschrieben als für stinknormale Kredite, wegen denen noch kein System gecrasht ist....so aber geht es weiter wie bisher als wäre nichts geschehen...

    Das ist übrigens auch ein Grund, warum die EZB Milliarden eben eher in die Spekulation, als ins Kreditgeschäft fliessen....weil die prozentuale EK-Anrechnung derartiger Zockerei einer Subvention für Derivate-Händler gleichkommt, die dem stinknormalen Kreditgeschäft das Wasser abgräbt ....

    Guten Abend.