dapdSarkozy wird unterstützt, sein Konkurrent boykottiert: Dass Kanzlerin Merkel ein europäisches Bündnis gegen Frankreichs Sozialisten Hollande geschmiedet haben soll, sorgt für Ärger in der Bundesregierung. Außenminister Westerwelle ist irritiert. Er fürchtet um die Beziehungen zu Paris.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819193,00.html
Ich glaube es nicht. Das ist schon das zweite Mal, dass Westerwelle sich dieses Jahr staatsmännisch und gar staatstragend äußert.
Weiter so!!!
Es darf nicht sein, dass die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin sich in den Wahlkampf eines autonomen und demokratischen Staats einmischt. Erst recht nicht, wenn dieser Staat unser wichtigster außenpolitischer Verbündeter ist.
Wer attestiert eigentlich der Kanzlerin immer "... sie denke vom Ende her "? Ein völliger Fehlschluss. Das ist bei der Causa Wulff, den diversen Rettungsschirmen, der Causa Guttenberg, der Kerntechnik...und jetzt im Verhältnis zu Frankreich schon daneben gegangen.
Was passiert denn, wenn Sarkozy in Frankreich abgewählt wird und die FDP aus der Koalition aussteigt (aussteigen muss, um überhaupt noch eine Chance zu haben)? Dann ist soviel Porzellan unnütz zerschlagen worden, dass die Reparatur unendlich teuer wird.
Reicht es nicht, das sie schon versucht über den €-Schirm Einfluß außerhalb Deutschlands zu erlangen?
Ich denke mal andere Länder oder unsere europäischen Freunde wissen bereits, das wir gastfreundlich und toll sind.
Siehe die Resonanz bei der letzten Fußball WM und andere internationale Veranstaltungen.
Für Einmischungen unserer Politiker in andere Länder können wir nichts dafür.
Ist ein untragbarer Zustand und mir sehr peinlich.
Ich hoffe wenn es schief geht, das sie es uns verzeihen.
Interessanter Mann dieser Hollande.
Als links-Liberaler halte ich es den Umständen entsprechend dennoch für sinnvoll, dass die konservativen Kreise die Krise weiter gemeinsam durchstehen, und ihr Programm durchziehen. Dies sollte im Endeffekt effektiver sein, als wenn dort jetzt eine gegensätzliche Politik mit reinspielt - ist für Europa momentan wohl das beste. So paradox und unrechtmäßig, ja gar verwerflich das auch klingen mag.
Und für Hollande wahrscheinlich auch, falls er es in 4 Jahren noch einmal versucht: Ihm bleibt momentan nicht anderes über, als sich der radikalmarktwirtschaftlichen Realtiät anzupassen. Realität ist hier vielleicht das falsche Wort, da diese in diesem Fall ja eher erzeugt, als wirklich begründet ist und durch die Krisenbewältigung der Konservativen ja weiter forciert wird. Sollte er seinen Ideale treu bleiben, sind hinterher die Sozialisten Schuld, wenn Europa scheitert. Was eine Ironie des Schicksals! Wo doch gerade die konservative Politik des eifrigen Kapitalismus dafür verantwortlich ist.
Arbeitet Merkel im Auftrag der Russen ? Mittlerweile drängt sich dieser Eindruck immer stärker auf. Es werden von ihr immer mehr Sprengsätze am europäischen Einigungswerk verankert.
Vielleicht denkt Merkel doch bis ans Ende ? Hat Sie Geheimdienstwissen über die vielen anderen Bundespolitiker, die Sie ins Abseits befördern konnte ?
Möchte hier nicht als Verschwörungstheoretiker rüberkommen. Allerdings passen immer mehr Puzzle-Teilchen zusammen.