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Streit*über Flugverbotszone: Araber bitten Westen um Hilfe gegen Gaddafi
Eine Einmischung des Westens in den Libyen-Konflikt haben arabische Staaten bisher strikt abgelehnt. Nun scheinen sie ihre Haltung zu ändern - und fordern eine international kontrollierte Flugverbotszone, um Gaddafis Krieg gegen sein eigenes Volk zu erschweren.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...749918,00.html
- #110 09.03.2011 19:40 von Petra
- #111 09.03.2011 19:44 von
der Willie wieder...
Vielleicht sollten Sie den Ball was flacher halten. Denn da wir den Fall noch nicht haben, dass US-Streitkräfte sauber, präzise und opferfrei das lybische Militär ausschalten, IST nicht, es handelt sich dabei lediglich um Ihre Vermutungen. Und ja, die ist für das "was ist" ebenso irrelevant wie die Ihres Vorredners.
Haben Sie noch was mehr zu bieten, als dass Sie die Einwohnerzahl Lybiens und deren ungefähre Ballungszentrum kennen? Wissen ist was anderes, insbesondere, wenns um risikoarme Interventionen geht. - #112 09.03.2011 19:45 von
Hier riechen einige Profit
Hier geht es nur um Oel und Wasserreserven die Lybien hat. Das die USA gerne zugriff haette ist ausser Zweifel. Das Saudi Arabien alles sagt was die USA wollen ist auch ausser Zweifel.
Eine Flugverbotszone kann nur mit UNo Mandat beschlossen werden. Falls die Arabische Liga eine durchsetzen will, nebenan liegt Aegypten die haben genug Waffen aus dem Westen, wie uebrigens Gaddafi auch der noch vor Wochen als Partner gehandelt wurde und dem die neusten Waffen verkauft wurden. - #113 09.03.2011 19:45 von
Also?
Erfrischend sachliche Diskussion hier.
Ich habe jetzt verstanden, weshalb einige auch bei Beschränkung auf die Durchsetzung einer Flugverbotszone die Gefahr größerer ziviler Opfer sehen.
Welche Parteien genau da derzeit für welche Ziele kämpfen, ist in der Tat bisher wenig transparent geworden. Kein Anlass für vorschnelle Festlegungen.
Was sollten wir aber jetzt mit dieser Situation anfangen?
Die arabische Liga bittet offenbar den Westen, sie aus humanitären Gründen bei der Unterbindung eines Bürger-Krieges mit Kampfflugzeugen zu unterstützen. In einem arabischen Land!
Welche Motive auch immer dahinterstecken, da öffnet sich die Liga doch auch einem neuen Verständnis von Kooperation bei begründeten, humanitären, Extremfällen.
Meiner Ansicht nach könnte das potentiell dazu beitragen, dem von interessierten Kreisen künstlich beförderten Clash of Cultures ein Gegenkonzept entgegenzustellen. Klingt sicher hochgegriffen, dennoch: Was machen wir jetzt mit dieser ausgestreckten Hand?
Boykott allein überzeugt mich nicht, wie lange dauert es, bis kein Flugzeug mehr flugfähig ist?
Ignorieren und Aussitzen kann es doch auch nicht sein? - #114 09.03.2011 19:47 von
Fotos
Da es ja da unten Massen an Toten geben muss, würde ich doch gerne mal Aufnahmen sehen, oder zumindest die Gräber.
Kann nicht glauben das solche Bilder nicht gefragt sind, die Reporter vor Ort dürften doch wohl an solchen sensationellen Billdern interessiert sein, aber was zu sehen ist, Bewaffnete in verschiedensten Stellungen mit ihren Waffen, mehr nicht.
Ich meine nicht irgendwelche verwackelte Aufnahen in schlechter Qualität, wo keiner weiss, wer das ist, und wer sie gemacht hat. - #115 09.03.2011 19:48 von
Schlagzeilen
Wieso? Ist Saudi Arabien vielleicht nicht bis auf die Zähne bewaffnet, um Gadaffi herauszufordern? Braucht es einen "Weltkrieg", ( nichts anderes bedeutet ja eine international ausghesprochene Flugverbotszone) um einen Bürgerkrieg zu beenden? Es handelt sich ja nicht um friedliche Demonstrationen, wie in Ägypten. Drehen jetzt alle durch oder wie?
- #116 09.03.2011 19:51 von derfflingert
- #117 09.03.2011 19:51 von
Bombardiert !
Libyen ist flächenmässig sehr gross, hat aber nur eine Bevölkerung von ca 6,5 millionen. Und da ist ein unsäglicher Gaddafi, ein Mörder, der diese Bevölkerung mit Waffengewalt in Geiselhaft versucht zu halten.
Das ist völlig irrational. Dagegen könnte ein konzentrierter Angriff der Nato innert Tagen völlige Freiheit garantieren. Mit Cruise Missiles wären innert Stunden die Flugplätze des Gaddafis-Regimes ausgeschaltet, der Despot in seinem Zelt/Palast getroffen und die Weltgemeinschaft könnte zur Tagesordnung übergehen.
Wieviele junge Menschen müssen denn noch sinnlos sterben, bis endlich dieser Schweinehund erledigt wird? - #118 09.03.2011 19:52 von
Ghaddafi doch das kleinere Übel?
Aus wertkonservativer Sicht komme ich im Libyenkonflikt zu flg Schluß:
Ghaddafi ist vielleicht doch das kleine Übel und wir sollten ihn - vielleicht seinen geistig gesunden Sohn - unterstützen
Warum?
1) Ghaddafi hält uns die Islamisten vom Hals. Es ist doch merkwürdig, dass Länder wie Saudi-Arabien, Iran und die Hisbollah die libyschen Rebellen unterstützen. Der Osten Libyens war schon immer Ghaddafi-feindlich, konservativ und islamistisch. Demokratie im westlichen Sinne ist in von Clanverhältnissen geprägten Libyen eine Illussion. Zu freien Wahlen muß eine Gesellschaft reif sein. In Afrika werden freie Wahlen regelmäßig gekauft. Außerdem will nur der desertierte libysche diplomatische Dienst freie Wahlen.
Freie Wahlen können auch zur Hamas führen.
2) Ghaddafi hält uns die afrikanischen Elentsflüchtlinge von Hals. Otto Schillys alter Plan in Libyen Auffanglager für diese Elentsflüchtlinge zu errichten war schon vernünftig. Als Libyen noch funktionierte, schuf es für diese Elentsflüchtliche als Gastarbeiter Arbeitsplätze zu Löhnen, von denen ein Ägypter nur täumen konnte. Berlusconi der Verräter, hat genau aus diesem Grund mit Ghaddafi paktiert.
Aber wenn ihr Islamisten und afrikanische Elentsflüchtlinge wollte - bitte - macht dann gegen Ghaddafi eine Flugverbotszone - mit dem Blut unserer NATO-Soldaten.
Außerdem, gibt es Euch nicht zu denken, dass mittlerweile auch der linke Bisky für eine Flugverbotszone im Europaparlament stimmt? Da muß man doch als Wertkonservativer nachdenklich werden - #119 09.03.2011 19:52 von
United States of the World
Das ist alles hochbrisanter politischer Sprengstoff, und Obama steht jetzt voll im Fokus, zumal er ja bei Guantanamo wieder zurückgerudert ist, wobei das doch eine seiner zentralen Wahlkampfaussagen war.
Ist das jetzt dem Wahlergebnis zu verdanken, was ihn zwingt mit den Republikanern zusammenzuarbeiten, oder waren es von vorneherein reine Lippenbekenntnisse?
China und Russland werden nichts tun, und sich an der Not der Amerikaner ergötzen, sodass ein militärisches Eingreifen, wie angeblich von den arabischen Staaten gefordert, ewig als Makel an der westlichen Allianz heften bleiben wird.
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