Im Währungsstreit verschärft sich der Ton zwischen China und den USA drastisch. US-Politiker arbeiten an einem Gesetz, um den schwachen Yuan mit Ausgleichszöllen zu kontern. Peking sieht dadurch sein Wirtschaftswachstum in Gefahr - und*warnt vor einem Handelskrieg.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...789761,00.html
Sie haben ja (leider) Recht.
Nachfragen muss ich nur zu Ihrer Formulierung
"... SCHEIN-Demokratie wollen wir nicht"?
Wer ist "wir"??? Die Minderheit, die im Westen die Zügel im persönlichen Interesse straff hält, sicher nicht. Die Volksmehrheit, die sich längst hat verdummen und korrumpieren lassen, auch nicht. Bleibt noch eine Minderheit, die noch halbwegs klar denken kann und will. Wer sind diese Leute? Ich (Kein BND-Spitzel!) würde sie gerne kennen lernen. ---
Zu winnetou16 (Zitat) "der grösste Unterschied besteht noch darin, dass man bei uns alles sagen darf und kann, wo man dort schon noch vorsichtig sein muss.":
Ist es ein Trost für Sie, dass man hierzulande (angeblich) alles sagen darf?
Merken Sie nicht, dass es sich bei unserer Demokratie und Redefreiheit nur um eine kalkulierte Show handelt? Lesen Sie nicht z. B. SPON, merken sie nicht, wie auch diese Redaktion sich dreht und wendet, ihre Gehirnwindungen sich längst verknotet haben, würgt, den schmalen Grat zwischen Gehorsamkeit und Rebellion, zwischen Lüge und Wahrheit zu formulieren?
Wir dürfen hier keineswegs a l l e s sagen. Wir dürfen gerade so reden, wie es Hofnarren zusteht. Wollen wir diesen Status verlassen, ist Ende mit "Demokratie". Was denken Sie, warum massenhaft Daten gesammelt werden, Häuser systematisch gefilmt werden usw.?
Und: Was interessiert mich meine Redefreiheit, wenn die mächtigen, fast unsichtbaren Hintermänner und ihre willigen Werkzeuge (umgangssprachlich genannt "Politiker") doch machen, was sie wollen und den Karren weiter gegen die Wand fahren?
Abgesehen davon: Einen überaus großen Teil der Bürger interessiert nicht der Schein, sondern ausschließlich das Sein.
Ich meinte mit "potential für verbesserungen" nicht die Chinesischen , sondern die deutschen Zustände. Wir maulen so viel über unsere Politiker, andere Probleme, das es einen schon verwundert wenn man mal für seine ordentlichen Behörden gelobt wird.
S21 Disskussionen gäbe es in China zum beispiel nicht, da wird einfach gebaut. Ist für die Infrastruktur und Entwicklung natürlich besser, trotzdem schätze ich die Deutsche Demokratie doch eher. Wir können die Parteien zumindest Abwählen wenn sie es übertreiben, auch wenn die Alternativen oftmals nicht die besten sind.
Das hilft den Amis auch nicht wirklich weiter. Man hat ja schon mal Zölle auf Autoreifen eingeführt, angeblich weil diese aus China zu Dumpingpreisen angeboten werden und um zu Hause Jobs zu schaffen. Erfolg des ganzen, die Reifen kommen jetzt vermehrt aus Mexico und es gibt keinen Arbeitsplatz mehr deswegen in den USA. Was lernen wir daraus, es gibt immer Einen der billiger produziert.
Schlussendlich ist dies eine protektionistische Massnahme die die wirtschaftliche Schieflage der USA nicht löst sondern nur verschaerft. Und solange Peking das Wechselkursverhältniss zum Dollar festlegt, lässt sich damit auch der Dollar nicht weiter abwerten.
Schauen wir mal, ich gehe mal davon aus das der RMB gegenüber dem Dollar plötzlich sehr viel schwächer werden wird wenn Sie das Gesetz durchkriegen. Und die FED wird wohl Geld, das Sie ja nicht haben, in die Hand nehmen müssen wenn sich die Chinesen an den Auktionen zurückhält. Vielleicht gar nicht schlecht für Europa, da verlagert sich die Finanzkriese mal wieder auf die andere Seite des Atlantiks.
Schon mal chinesischen Strassenverkehr live erlebt?
Das mit den Behörden verwundert mich. Deutsche Amtsstuben sehen vielleicht schöner aus und der Umgang mit D.Behörden ist vielleicht stressfreier, aber in Sachen Bürokratie nehmen die sich nichts. Na ja, vielleicht hab ich es als Lauwei auch manchmal etwas einfacher.
Ich kenne die Chinesischen Behörden nicht, aber die Deutschen können manchmal überkorrekt bis zum Wahnsinn sein. Als "Normalbürger" kommen sie in D. aber vermutlich eher an ihr Recht als in C. Wie läuft es für Einheimische in C. auf den Behörden, mit Scheinchen, oder mit Beziehungen, oder für alle gleich?
Das mit den Scheinchen dürfte wohl davon abhängen, was man von den Behörden will bzw. um wieviel Geld es dabei geht. Ich habe noch keine gebraucht.
Ich kenn chinesische Behörden ebenfalls als sehr korrekt, nach meinem Gefühl wiehert da der Amtsschimmel in D. viel lauter.
Man muss vielleicht nach dazu sagen das viele chinesen im Umgang mit Behörden reichlich blauäugig sind bzw. ein Verhalten an den Tag legen, bei dem ich als Beamter auch erstmal ahnungslos spielen würde.
So ein System bashing ist ja kaum auszuhalten. Sie verharmlosen die Diktatur in China und ihre Auswirkungen auf das Leben der Menschen dort. Nur ein Hinweis: Wären wir in China, wäre ich ein Staatsspitzel und Sie würden alleine wegen ihres Beitrages hier wahrscheinlich erstmal hinter Gitter wandern.
Ich denke hier wie Churchill: Die Demokratie ist die am wenigsten schlechte Form.
Ich bin sicher die chinesen ließen sich gerne ein wenig belügen, wenn sie dafür Arbeitnehmervertretungen, Umweltschutzauflagen, Menschenrechte und eine gerechtere Verteilung der Reichtümer gäbe.
Ich sage nicht, dass das bei uns perfekt läuft, aber so ein unqualifizierter Kommentar über meine in der Volkswirtschaft völlig anerkannten Theorien muss auch nicht sein.