DPAErst Berlin-Tegel und Frankfurt, dann München: Auf den Deutschlands großen Flughäfen streiken die Flugbegleiter der Lufthansa. Viele der betroffenen Passagiere reagieren mit Verständnis auf die Forderungen, einige ärgern sich über die späte Flugausfall-Information.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...853894,00.html
.....lassen einem die Haare zu Berge stehen! Hinzu kommt die Unwissenheit bzw. 'Das nicht wissen wollen' der tatsächlichen Verhältnisse.
-Der Lufthansa Konzern hat noch im Jahr 2010 einen Konzerngewinn von rd. 1,4 Mrd. Euro (Davon Passage rd. 900 Millionen Euro) eingefahren. Eineinhalb Jahre später soll allein die Passage/Kabine im Rahmen von 'Score' Ihren 'Beitrag' von rund 900 Millionen Euro Einsparungspotenzial erbringen, damit (längst überfälliges - auch schon in 2010) neues Fluggerät angeschafft werden kann.
-Die jetzt angebotenen 3,5 % Lohnerhöhung (nach 3 Jahren Nullrunde - siehe nochmals oben - 1,4 Mrd. LH Konzerngewinn in 2010) sind nur die halbe Wahrheit; Die Geschäftsleitung der LH bzw. deren Sprecher verschweigen aber grundsätzlich, dass hieran weitere Bedingungen geknüpft sind:
*Mehrarbeit von ca. 20-30 Prozent ohne Lohnausgleich, da durch die 3,5 % Lohnerhöhung abgegolten.
* Kappung der Streckenfakturierung
* Minderung des Urlaubsanspruchs
* Streckung der Gehaltsstufen
* usw.
In Summe heisst dies: 3,5 % mehr - aber im Gesamtpaket ca. 20 - 30 % weniger.
Dafür wird auf die 'Fremdbereederung' durch Leiharbeitskräfte (Aviation Power) am Standort BER für die Laufzeit des Tarifvertrages von 15 Monaten verzichtet. Wie allgemein bekannt ist, wird BER nicht vor frühestens Oktober 2013 eröffnet werden - Ergo: Der Verzicht auf Fremdbereederung bleibt für die Geschäftsleitung der LH für einen Zeitraum von max. 3-6 Monaten (je nachdem, wann BER letztendlich an den Start geht) recht übersichtlich und komfortabel.
Noch ein generelles Wort zur Medienberichterstattung: Es ist unfassbar, wie einseitig derzeit zu Gunsten des Konzerns in den Medien berichtet wird. Dies dürfte einerseits mit der 'Marktmacht' der LH zusammenhängen - Berichtest du negativ, liegen deine Druckerzeugnisse einfach nicht mehr im Flieger aus.
Andererseits aber auch mit der Vita von Klaus Walter/Leiter Konzernkommunikation LH, da dieser vorher sowohl beim ZDF als auch beim SWR beschäftigt war. (Nachzulesen unter Klaus Walther Kopf: kress.de). Insofern ist es sicherlich kein Zufall, dass insbesondere beim 'Zweiten' eine 'Parteinahme' zugunsten des LH Managements nicht zu übersehen ist.
Es wäre der ganzen Sache schlussendlich dienlicher, wenn die mediale Berichterstattung insgesamt ausgewogener stattfinden würde.