dapdNach Berlin-Tegel und Frankfurt haben am Münchner Airport die Streikaktionen der Lufthansa-Flugbegleiter begonnen. Bis Mitternacht wollen sie die Arbeit niederlegen. Insgesamt musste die Fluglinie bisher rund 300 Flüge streichen.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...853816,00.html
Die derzeitigen LH-Bedingungen in der Kabine:
- Durchschnittsverdienst in der Kabine mit Zulagen brutto 3200 EUR/Monat
- aufgrund von steuerfreien Zulagen netto ca. 2400 EUR / Monat
- steuerfreie Spesen: ca. 300 EUR / Monat
- mind. 12-14 Tage im Monat frei, davon 4 zusammenhängend
- pro Monat ein Wunschflug im vorraus "requestbar"
- LH sorgt mit Altersvorsorge für Pensionierung ab 55 Jahre
- keine betriebsbedingten Kündigungen
- sehr günstige private Flüge incl. Familienmitglieder.
mein Kommentar zur Versachlichung der Debatte.
Wie immer wenn in diesem unserem Land was schief läuft, hat BBC World News das Thema Lufthansastreik natürlich genüsslich aufgegriffen. Mit Erstaunen vernahm ich dort allerdings einen Aviation-Experten, der meinte, dass angesichts von CASH-RESERVEN von 1 Mrd € das LH Management den Streik gut aussitzen kann. Wäre es da nicht effizienter, sich ein bisschen aufeinander zuzubewegen?
Der Image-Verlust fuer die Airline muss dramatisch sein.
a) Wird jetzt alle Welt denken, LH sei ein Unternehmen, das seine Angestellten ausbeutet
b) Wer kann das Risiko eingehen, bei LH Fluege zu buchen, wenn nicht gewiss ist ob die Belegschaft mal wieder streikt. Ich kann mich jedenfalls erinnern, jemals von einer anderen grossen internationalen Airline gehoert zu haben, die solch streikbedingte Probleme hatte.
Mir scheint es nur so, dass sich die Flugbegleiter ins eigene Bein schiessen.
Eine Kriegskasse für die Lufthansa ist vorhanden, allerdings spiegeln die "Cash-Reserven" unter anderem den Unternehmenswert wieder; sprich: bei unveränderter Unternehmenprognose sollte mit jedem Streiktag der Aktienkurs fallen, da durch die Streikkosten der Unternehmenswert sinkt. Die Aktionäre werden also nur bedingt die Füße stillhalten. Irgendwann stellt sich die Frage, was ist teurer: Erfüllung der Forderungen oder Fortsetzung des Streiks.
Durchschnittsverdienst? Auf welche Tabelle und Fakten berufen Sie sich? Schichtzulage ist steuerfrei: korrekt! Spesen werden versteuert, Anspruch auf freie Tage beträgt 10. Altersvorsorge ist aufgrund des geringen Anspruches mit 55 noch möglich, wird allerdings von vielen nicht in Anspruch genommen, weil die finanziellen Ansprüche schon jetzt nicht ausreichend sind.