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Streik im September: Ärzte drohen mit Praxisschließungen

dpaKrankenkassen und Ärzte streiten ums Honorar. Die Forderung der Kassen, die Vergütung der Mediziner um sieben Prozent zu kürzen, hat die zehn größten Ärzteverbände alarmiert. Die Pläne seien "rechtswidrig". Sollten sie beschlossen werden, werde gestreikt - und zwar direkt ab September.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...852158,00.html
  1. #1

    Hauptproblem!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Krankenkassen und Ärzte streiten ums Honorar. Die Forderung der Kassen, die Vergütung der Mediziner um sieben Prozent zu kürzen, hat die zehn größten Ärzteverbände alarmiert. Die Pläne seien "rechtswidrig". Sollten sie beschlossen werden, werde gestreikt - und zwar direkt ab September.

    Ärztestreik: Mediziner wollen im September streiken - SPIEGEL ONLINE
    Das Hauptproblem ist doch dass man mit diesen grotesken und lächerlich Maßnahmen das "absurde und korrupte" Kassensystem nicht verändern wird. Natürlich gibt es Ärzte, die damit sehr sehr gut verdienen, ich denke hier insbesondere an operativ tätige Orthopäden, Internisten, die Dialyse oder Herzkatheter durchführen oder Radiologen und NATÜRLICH im Klinik-Bereich die gesammelten privaten Großkonzerne, bei denen Ärzte ein Leistungsprämie für überwiegend vollständig unnötige Operationen, wie insbesondere Knie-TEPS oder Wirbelsäulen-Ops bekommen. Die Masse der niedergelassenen Ärzte kommt mit absurden 14 bis 18 Euro Regelleistungsvolumen ganz sicherlich nicht MEHR zurecht und MUSS Patienten mit z.B. Igel-Leistungen oder vollständig unnötige Ops abzocken, um überhaupt über die Runden zu kommen, regelrecht und regelmäßig abzocken. Und die privaten Klinikkonzerne schreiben urplötzlich massive Gewinne wie die kommunalen Träger noch Verluste einfuhren....

    Leidtragend sind am Ende eh wieder nur der Patienten, die sich zum einen regelmäßig verarschen lassen muss oder alternativ vollständig unnötig körperverletzen....

    Es ist allerdings ein Witz, dass die einigermaßen ehrlichen und anständigen Ärzte, von denen es allerdings nicht mehr allzuviele gibt, mit den korrputen zusammen streiken sollen, noch viel absurder gehts eigentlich nicht mehr!
  2. #2

    Arzt oder Apotheker möchte ich sein ...

    Solche Luxusprobleme haben kleine Handwerksmeister und Facharbeiter schon lange nicht mehr.

    Beispiel Opel: Ganz rein theoretisch 4% plus X Lohnerhöhung für 2012 in der Branche. JA_ABER; Wie würde die Regierung sagen: Mehr Netto vom Brutto!!!

    Auf der einen Seite diejenigen, welche knallhart der globalisierten Welt zum Fraß vorgeworfen wurden. Auf der anderen Seite die Bediensteten von Stadt, Land und Bund plus Ärzte, Apotheker und Rechtsanwälte.
    Es leben die festen und gemütlichen Einkommen.
  3. #3

    Verteilungsfrage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Krankenkassen und Ärzte streiten ums Honorar. Die Forderung der Kassen, die Vergütung der Mediziner um sieben Prozent zu kürzen, hat die zehn größten Ärzteverbände alarmiert. Die Pläne seien "rechtswidrig". Sollten sie beschlossen werden, werde gestreikt - und zwar direkt ab September.

    Ärztestreik: Mediziner wollen im September streiken - SPIEGEL ONLINE
    Wenn das Geld nicht für dubiose Hilfsmaßnahmen verschwendet wird, ist auch genug Geld für unsere Gesundheit da. Aber vermutlich sind die Banker, Millionäre und der übrige Unrat froh, wenn vom Fußvolk nicht zu viele überleben....
  4. #4

    optional

    Na, dann hoffen wir mal drauf, das keiner der Doktores Private in die Praxis lassen will, aber Gesetzliche bestreikt!
  5. #5

    Bitte

    Zitat von naklar? Beitrag anzeigen
    Solche Luxusprobleme haben kleine Handwerksmeister und Facharbeiter schon lange nicht mehr.

    Beispiel Opel: Ganz rein theoretisch 4% plus X Lohnerhöhung für 2012 in der Branche. JA_ABER; Wie würde die Regierung sagen: Mehr Netto vom Brutto!!!

    Auf der einen Seite diejenigen, welche knallhart der globalisierten Welt zum Fraß vorgeworfen wurden. Auf der anderen Seite die Bediensteten von Stadt, Land und Bund plus Ärzte, Apotheker und Rechtsanwälte.
    Es leben die festen und gemütlichen Einkommen.
    Bitte.

    Dann machen sie ein 6jähriges Studium plus 4-6 Jahre Facharztausbildung und lassen sich nieder.

    Dann kämpfen Sie mit den Krankenkassen um Regresse, sobald Sie anfangen die Patienten vernünftig und nicht billig zu behandeln. Sprich, sie zahlen der Kasse eine Strafe ohne selber mehr verdient zu haben.
    Richten Sie sich zusätzlich auf eine mind. 60h Woche ein wo sie auch gerne Samstag und Sonntags mal länger arbeiten.

    Zur Selbststädigkeit:

    - Alles was da noch selbstständig ist, ist das Risiko, dass Sie tragen.


    Nicht wundern, wenn irgendwann die Ärzte ihre Kassenzulassung zurück geben und nurnoch Privat/Selbstzahler behandeln. Ewig werden die Gängeleien der Kassen nicht ertragen... .
  6. #6

    Gut informiert?!

    Zitat von naklar? Beitrag anzeigen
    Solche Luxusprobleme haben kleine Handwerksmeister und Facharbeiter schon lange nicht mehr.
    ...
    Auf der anderen Seite die Bediensteten von Stadt, Land und Bund plus Ärzte, Apotheker und Rechtsanwälte.
    Es leben die festen und gemütlichen Einkommen.
    Sie haben offensichtlich aktuelle Zahlen vorliegen, wie hoch die festen und gemütlichen Einkommen der Apotheker sind. Wenn nicht, so würde ich Ihre Aussage als billige Stammtischpolemik bezeichnen und Ihnen nahelegen, sich zu informieren. Und ja, fragen sie bitte nicht die Apotheker, die im Ruhestand sind, sondern die, die sich vor 0-10 Jahren selbständig gemacht haben und denen es keinen Spaß macht, Stellen "abzubauen", um nicht baden zu gehen.

    http://www.abda.de/fileadmin/assets/...0_ZDF_2011.pdf

    Oft wird vergessen, dass in deutschen Apotheken rund 148 TSD Arbeitsplätze stecken, die (in kleinen Apotheken) zum Teil besser bezahlt werden als die Rendite der Apotheke für den Leiter ist.

    Aber was schreibe ich hier gegen lange und gut gepflegte Vorurteile.
  7. #7

    Mit welchem...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Krankenkassen und Ärzte streiten ums Honorar. Die Forderung der Kassen, die Vergütung der Mediziner um sieben Prozent zu kürzen, hat die zehn größten Ärzteverbände alarmiert. Die Pläne seien "rechtswidrig". Sollten sie beschlossen werden, werde gestreikt - und zwar direkt ab September.

    Ärztestreik: Mediziner wollen im September streiken - SPIEGEL ONLINE
    Auto gehts denn zur Demonstration? Dem 6er-BMW oder doch lieber den Opel GT?

    Vielleicht gibt es Ärzte, die kurz vorm Bankrott sind. Gesehen habe ich sie bisher nicht. Selbst Urologen, die nach eingener Rechnung pro Quartal eigentlich nichts verdienen müssten, kommen am Ende des Jahres noch auf im Schnitt 190000 Euro brutto und beschäftigen noch nebenbei 10 Arzthelfer/innen.

    Sein wir ehrlich die viel zitierte Undruchsichtigkeit scheint vielen Ärzten recht zu sein und die Ungerechtigkeit bewegt sich eher im Bereich 4000-15000.
  8. #8

    Zitat von LDaniel Beitrag anzeigen
    Bitte.
    ...
    Nicht wundern, wenn irgendwann die Ärzte ihre Kassenzulassung zurück geben und nurnoch Privat/Selbstzahler behandeln. Ewig werden die Gängeleien der Kassen nicht ertragen... .
    Naiv wie ich in dieser Beziehung nun mal war, dachte ich gaaanz früher mal, daß jemand Arzt wird, weil er anderen Menschen helfen will.
    Aber inzwischen ist sogar mir klar geworden, daß bestimmt 90% nur Arzt werden, um sich selbst zu helfen.
    Ende der Diskussion, zumindest für mich.
  9. #9

    Zitat von klimperhannes Beitrag anzeigen
    Aber was schreibe ich hier gegen lange und gut gepflegte Vorurteile.
    Richtig, die werden Sie ohnehin nicht entkräften können, weil es da gar nichts zu entkräften gibt.








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