Forum


 

Streik in Frankfurt: Flughafen-Personal will Arbeitskampf verschärfen

DPADie Gewerkschaft der Flugsicherung erhöht am zweiten Tag ihres Streiks den Druck auf den Airport-Betreiber Fraport: Für 14 Stunden soll Deutschlands größtes Luftfahrt-Drehkreuz heute blockiert werden, über 280 Flüge wurden bereits gestrichen. Und nächste Woche drohen neue Turbulenzen.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...815823,00.html
  1. #30

    Fehleinschätzung!

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Für 45.000 Euro Brutto im Jahr fängt man im öD in der Entgeltgruppe 15 an. Da muss man promoviert haben und ist Abteilungsleiter mit Personal- und Budgetverantwortung.
    Muss also ein Vorfeldlotse auch promoviert haben und hat ein solch hohes Maß der .....
    Hier werden immer wieder wieder Äpfel mit Birnen verglichen! Die Bedeutung, vorallem gesundheitlich, des Schichtbetriebes wird zu wenig gewichtet. Dann muss hier mal gesagt werden dass die Forderungen auf 4 Jahre aufgeteilt werden sollten. Die hier veröffentlichen Zahlen entsprechen ohnehin nicht der Wahrheit. Verdi, IG-Metall fordern jetzt 6,5 Prozent für 12 Monate Laufzeit...mal 4 Jahre, kommt man auf 26 Prozent! Wo bleibt hier das entsetzen? Es liegt immer am Blickwinkel. Fraport hat es verstanden trotz riesiger Gewinne in den letzten Jahren den Gehaltszuwachs unter der Inflationsrate zu halten. Seit Jahren werden Zulagen und Vergünstigungen der gesammten Belegschaft gestrichen und somit das einkommen derart reduziert dass man sich fragt wo der einstige finanzielle Vorteil eines Schichtarbeiters gegenüber eines 5-Tage -Arbeitnehmers hinkam. Vergleicht man die Gehälter mit den Prämien und Gewinnen im Vorstand kann man jeden streikenden nur beglückwünschen zur Entscheidung. Das Gespenst Outsourcing und Drittanbieter wird an Schrecken verlieren....in allen Bereichen!
  2. #31

    Zitat von vostei Beitrag anzeigen
    Zu der Rechnung seitens Fraport: um wieviel sind eigtl. die Vorstandgehälter gestiegen? Boni? Aktienpakete...??
    Das Gehalt von Dr. Stefan Schulte ist zwischen 2009 (997,5 Tsd €) und 2010 (1324,2 Tsd €) um 32% gestiegen, bei den anderen Personen des Vorstandes sieht es ähnlich aus.
    Zu finden unter Fraport AG | Geschäftsberichte "Einzelabschluss 2010" Seite 52

    Für das Geschäftsjahr 2011 liegen mir noch keine Zahlen vor)
  3. #32

    ..

    Zitat von bughunter Beitrag anzeigen
    Heut sind ja mal wieder die besonderst intelligente art von Freitagstrollen unterwegs.
    Haben Sie es nötig ihren Beitrag hervorzuheben in dem Sie probieren andere verumglimpfen?
    Zitat von bughunter Beitrag anzeigen
    1. verdienen Hochschulabsolventen mehr, weil sie mind. 4 Jahre fast garnichts verdient haben.
    Ist das eine Frage? Wenn ja, lautet die Anwort: Nein. Sie verdienen in der Regel mehr weil sie besser Qualifiziert sind und nicht weil sie 4 Jahre nichts verdient haben.

    Zitat von bughunter Beitrag anzeigen
    2. Jeder Zeitarbeiter der für 4-8 € einen Knochenjob machen muss, würde liebend gerne tauschen.
    Wer sich nicht organisiert, der hat auch kein Druckmittel für höhere Löhne.
    Zitat von bughunter Beitrag anzeigen
    3. Der Fraport ist ein Wirdschaftsunternehmen, bei solchen Gehaltssprüngen ist eine vernünftige Kostenrechnung nicht mehr möglich.
    Wieso sollte keine Kostenrechnung mehr möglich sein? Die Kosten sind weiterhin bekannt, also kalkulierbar. Oder meinen Sie vielleicht vielleicht ganz einfach gesagt dass die Kosten steigen?
    Zitat von bughunter Beitrag anzeigen
    4. Für 65k würde ich den Job schon machen und meine Kollegen hier im Büro auch.
    Dann mal los! Schreiben Sie ihre Beiträge in der Mittagspause? Ich hoffe ja. Ihre Arbeitszeit bezahlen schließlich ihre Kunden.

    Zitat von bughunter Beitrag anzeigen
    Ergo muss ich mehr für mein Flugticket zahlen, so das ich eigentlich nur noch beruflich fliege, was widerum auf die Leute am Flughafen abgewälzt wird die wirklich nur 6,50€ verdienen.
    Jaja, bei 2 Mrd Umsatz und 56 mio Passagieren kann man natürlich von einer unsagbaren Erhöhung ihrer Ticketpreise sprechen....

    Sollte die Gewerkschaft die maximal Forderung durchbringen sind das ca EUR 5 mio zusätzliche Kosten im Jahr. Sollten diese Kosten zu 100 % an die Fluggesellschaften weitergegeben werden und diese die Kosten zu 100% auf die Passagier umgelegen, zahlt man ca. 9 cent mehr.

    Wegen 9 Cent fliegen Sie nicht mehr?
  4. #33

    Mathe-Nachhilfe

    Zitat von viktor-quax Beitrag anzeigen
    Hier werden immer wieder wieder Äpfel mit Birnen verglichen! Die Bedeutung, vorallem gesundheitlich, des Schichtbetriebes wird zu wenig gewichtet.
    Offenbar sind Sie der Meinung, alle Arbeit außer der des Vorfeldlotsen sei Schreibtischarbeit im klimatisierten Gebäude. Ich glaube, mit der Meinung stehen Sie allein da. Ich ziehe das Beispiel Krankenpfleger/in bzw. Altenpfleger/in heran. Ebenso Schichtarbeit, unbezahlte Überstunden, physisch und psychisch sehr harte Arbeit, usw. Ich kenne keine Pflegekraft, die annähernd 45.000 Euro im Jahr erhält.

    Zitat von viktor-quax Beitrag anzeigen
    Dann muss hier mal gesagt werden dass die Forderungen auf 4 Jahre aufgeteilt werden sollten. Die hier veröffentlichen Zahlen entsprechen ohnehin nicht der Wahrheit. Verdi, IG-Metall fordern jetzt 6,5 Prozent für 12 Monate Laufzeit...mal 4 Jahre, kommt man auf 26 Prozent!
    Die Rechnung müssen Sie uns bitte erklären. 4 x 6,5 ergibt zwar 26, aber in Prozentrechnung ergibt das 28,6 Prozent.
    Des weiteren habe ich von 4 Jahren nichts gelesen. Haben Sie eine Quelle? Ich fand nur eine Forderung von 6,5 Prozent für 12 Monate. Die Verhandlungen sollen im März beginnen.
    Die 50 prozentig höhere Forderung am Flughafen steht damit in keinem Verhältnis.

    Zitat von viktor-quax Beitrag anzeigen
    Seit Jahren werden Zulagen und Vergünstigungen der gesammten Belegschaft gestrichen und somit das einkommen derart reduziert dass man sich fragt wo der einstige finanzielle Vorteil eines Schichtarbeiters gegenüber eines 5-Tage -Arbeitnehmers hinkam.
    Ich kann Ihnen versichern: es gibt genügend Branchen, in denen erhält man keine Zulagen für Nacht- oder Schichtarbeit.

    Warum ist man denn nicht eher beim Frankfurter Flughafen für solche Dinge eingetreten? Zuerst lässt man es sich gefallen und fordert dann 50 Prozent mehr Lohn. Da fasst sich das Volk doch an den Kopf.
  5. #34

    zu kleine Gruppe

    Zitat von onecomment Beitrag anzeigen
    Lassen Sie mich raten: Sie sind und waren noch nie in einer Gewerkschaft organisiert. Sie sind leitender Angestellter, Beamter oder Selbstständig.
    Oder verdienen Sie zu wenig und sind deshalb neidisch? Sind Sie verbittert weils sich niemand für Sie einsetzt?
    Meine persönlichen Umstände haben nichts damit zu tuen. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Streiks, aber wenn die Gruppe, die da jetzt streikt mehr haben möchte als ein Lehrer mit 10-jähriger Berufserfahrung (siehe Spiegel dieser Woche) und so mancher Professor, dann stimmt da etwas nicht. Dann ist das Erpressung der Allgemeinheit durch eine meiner Meinung nach zu kleinen Gruppe.
  6. #35

    Kurzsichtige Rechnung

    Zitat von onecomment Beitrag anzeigen
    Sollte die Gewerkschaft die maximal Forderung durchbringen sind das ca EUR 5 mio zusätzliche Kosten im Jahr. Sollten diese Kosten zu 100 % an die Fluggesellschaften weitergegeben werden und diese die Kosten zu 100% auf die Passagier umgelegen, zahlt man ca. 9 cent mehr.

    Wegen 9 Cent fliegen Sie nicht mehr?
    Diese Rechnung wird nicht sehr lange richtig sein. Denn die anderen Fraport-Mitarbeiter werden dann auch bis zu 50% mehr wollen, was dann die Kosten in exorbitante Höhe schrauben wird. Und dann wird - angesichts des Nachtflugverbots - eben ein anderen Flughafen zum zentralen HUB hochgerüstet. Andere Flughäfen würden sich freuen.
  7. #36

    Solidarität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Gewerkschaft der Flugsicherung erhöht am zweiten Tag ihres Streiks den Druck auf den Airport-Betreiber Fraport: Für 14 Stunden soll Deutschlands größtes Luftfahrt-Drehkreuz heute blockiert werden, über 280 Flüge wurden bereits gestrichen. Und nächste Woche drohen neue Turbulenzen.

    Streik*in Frankfurt: Flughafen-Personal will Arbeitskampf verschärfen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise

    Ich bin nicht gegen Streiks. Ich finde es nur ziemlich schäbig wenn sich eine kleine Gruppe "entsolidarisiert" um nur für sich unverhältnismässige forderungen durchzusetzen. Alle anderen können ja gerne auf der Strecke bleiben. Nun, diesmal sind nicht nur die vom Streik betroffenen Passagiere deswegen aufgebracht, auch alle anderen Mitarbeiter des Flughafens möchten am liebsten vor den Vorfeldmitarbeitern ausspucken.
  8. #37

    nachdem die arbeitgeber ........

    Zitat von sabine_franz Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht gegen Streiks. Ich finde es nur ziemlich schäbig wenn sich eine kleine Gruppe "entsolidarisiert" um nur für sich unverhältnismässige forderungen durchzusetzen. Alle anderen können ja gerne auf der Strecke bleiben. Nun, diesmal sind nicht nur die vom Streik betroffenen Passagiere deswegen aufgebracht, auch alle anderen Mitarbeiter des Flughafens möchten am liebsten vor den Vorfeldmitarbeitern ausspucken.
    nachdem die arbeitgeber in den letzten 20 jahren so gut wie keine solidritaet mit den arbeitnehmern gezeigt haben, muessen sie sich nicht wundern, wenn leute ihre situation zur verbesserung ihres einkommens ausnutzen.

    das management bedient sich ja auch schamlos. steigerungen sind exorbitant, verantwortung ? naja ..........

    leute, weiterstreiken....................








TOP



TOP