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Streik am Frankfurter Flughafen: Lufthansa streicht hundert Flüge
dapdAm Frankfurter Flughafen legen nur 200 Mitarbeiter am Nachmittag die Arbeit nieder - doch der Streik wird den Luftverkehr an Deutschlands größtem Airport stark beeinträchtigen. Allein Lufthansa hat bisher rund hundert Verbindungen annulliert. Die wichtigsten Informationen für Reisende im Überblick.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...815609,00.html
- #1 16.02.2012 11:13 von
Dieser Streik beweist nur einmal mehr, dass grundsätzlich Arbeitsabläufe so gestaltet werden müssen, dass es keiner Minderheit möglich ist ganze Systemabläufe zu stören.
Oder es müssen die technischen und rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um Verkehrwege jederzeit aufrechtzuerhalten. Für systemrelevante Einrichtungen muß das Streikrecht beschränkt werden.
Obwohl eigentlich ein Gegner des Mindestlohns ergäbe sich die Möglichkeit, dass bei Zahlung des Mindestlohnes kein Streikrecht mehr besteht.
Der Flughafengesellschaft ist anzuraten, die vermutlich "erzwungenen Mehrkosten" an anderer Stelle durch Freisetzungen von Personal zu kompensieren und die Arbeitsabläufe zuverdichten. - #2 16.02.2012 11:20 von
noch kein eintrag bis jetzt?
nun wird sich sicher wieder die übliche neiddebatte entfachen.
"ich muss heute beruflich unbedingt, ich bin wichtig!", "wie kann so eine kleine zahl ...", "die haben kein studium und wollen mehr geld?", "diese gewerkschaften gehören verboten...", "die streiken doch dauernd..." - alle phrasen die wir schon im sommer beim angekündigten fluglotsenstreik gehört haben.
damals wie heute leere phrasen ohne berechtigung.
allerdings werden heute (wieder-)angelernte als streikbrecher eingesetzt. zulassung zum job par ordre du mufti.
sicherheit ist sicher etwas anderes, wer heute ab frankfurt/main fliegt, sollte sich ernsthaft sorgen machen. - #3 16.02.2012 11:26 von
- #4 16.02.2012 11:30 von
nun wird sich sicher wieder die übliche neiddebatte entfachen.
"ich muss heute beruflich unbedingt, ich bin wichtig!", "wie kann so eine kleine zahl ...", "die haben kein studium und wollen mehr geld?", "diese gewerkschaften gehören verboten...", "die streiken doch dauernd..." - alle phrasen die wir schon im sommer beim angekündigten fluglotsenstreik gehört haben.
damals wie heute leere phrasen ohne berechtigung.
allerdings werden heute (wieder-)angelernte als streikbrecher eingesetzt. zulassung zum job par ordre du mufti, wo sonst eine ausbildung, gesundheitstests und schließlich eine zulassung nötig ist.
sicherheit ist sicher etwas anderes, wer heute ab frankfurt/main fliegt, sollte sich ernsthaft sorgen machen. - #5 16.02.2012 11:50 von
Das Übliche
Fraport hat selbst die Schlichtungsempfehlung ausgeschlagen. Was haben die denn erwartet, was dann passiert? Das Spiel wiederholt sich doch seit Jahr und Tag und Gewerkschaften haben traditionell immer Schuld. An allem.
Mindestlohn? Drückt man den Leuten dann 8-9 Euro brutto die Stunde in die Hand und erwartet, daß sie freudestrahlend ihrer Arbeit nachgehen? Und für die paar Peanuts sollen sie dann auch noch bitte schön ihre Rechte aufgeben?
Das ist ja hochgradig lächerlich. - #6 16.02.2012 11:50 von
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Großartig! Um mal Ihr Posting und das des Vorposters, auf den Sie sich ja bezogen, zusammenzufassen: Jeder Arzt in DE erhält ab sofort 8,50€ die Stunden und dann wird dank Streikverbot im Krankenhaus wenigstens durchgearbeitet.
Was mir bei Ihrem Posting aus irgendeinem Grund auch noch einfällt: Die Gewerkschaft der Lehrer erhält grundsätzlich Streikverbot. Man sieht ja, wohin das führen kann ;-) - #7 16.02.2012 11:53 von
OT: Die Leier von "Deutschlands größtem Airport" geht ...
- #8 16.02.2012 12:22 von
Soso...
Die Tatsache, dass die Vorfeldkontrolle eben nicht automatisiert werden kann, beweist die Wichtigkeit dieser Tätigkeiten.
Was bitte ist am Frankfurter Flughafen "systemrelevant" ??? Fraport ist ein privates Unternehmen, und ca. 99,9 % der Verkehrsbewegungen dienen wohl nur privat(wirtschaftlich)en Zwecken. Und: noch gibt es kein Recht auf "Verkehr", zumal bei den allermeisten (europäischen) Verbindungen wohl ausreichend Alternativen zur Verfügung stehen. Und auch bei einigen Transantlantikverbindungen genügt wahrscheinlich auch die gute alte "Videokonferenz".
Ich ergänze sprachlos Ihren Vorschlag: Alle, die übertariflich verdienen, verzichten freiwillig auf Ihre Menschenrechte. Arbeitnehmer prostituiert Euch vollständig!
Ihnen ist anzuraten, dass Sie nie in eine Situation geraten, in der Sie auf Arbeitnehmer angewiesen sind, die ein bisschen mehr leisten, als Ihnen von Leuten wie Ihnen eigentlich zugestanden wird. Vorsorglich: vor solchen Situationen schützen weder Selbständigkeit oder dicke Bankkonten. - #9 16.02.2012 12:26 von
Neid? "Geiselhaft"!
Mit Neid hat das wohl nichts zu tun, wenn 200 Menschen viele Tausende Andere in "Geiselhaft" nehmen. Ich hoffe sehr der VV von Fraport so langsam dazu lernt und für solche Fälle einen "Plan B" entwirft, der verhindert, dass eine derart überschaubare Gruppe von Menschen es schafft, einen Flughafen mit 50.000 Arbeitsplätzen und zigtausenden von Reisenden lahmzulegen. Der damalige US-Präsident Ronald Reagan (man muss ihn ja nicht mögen) hat in den 80er Jahren klüger reagiert.
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