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Strategiepapier: Wie die EU-Kommission geistiges Eigentum schützen will

Die Europäische Union will einen gemeinsamen Online-Binnenmarkt schaffen, in dem geistiges Eigentum gut geschützt ist.*Einen entsprechenden Rahmenplan hat*EU-Kommissar Michel Barnier präsentiert. Vorgesehen sind*Musik-Lizenzen und Regeln für "verwaiste" Bücher.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...764705,00.html
  1. #1

    Was soll dass nun wieder?

    Musik und Innovation? Dass ich nicht lache. Musik gehört überhaupt nicht geschützt, denn daran ist nichts technisch innovativ. Wer mit Musik Geld verdienen will, kann das gerne mit Konzerten tun, mit Konserven ist es eben nicht mehr möglich, und das ist auch gut so.
  2. #2

    Tv?

    Hört sich gut an, endlich nicht mehr dieser Klein-Staaten Mist. Vielleicht wird dann auch das Thema TV sich ändern. Während in den USA die Medien wieter sind, bewgen wir uns im Steinzeitalter.

    Allerdings: Wir reden von der EU,die selbe, die gerne nach Angaben von Juncker auch Lügen muss. Denen da in Brüssel traue ich nicht ganz bei der Sache. Da dürfen die sich bei den Finanzn, ähm Bankministern wie Schäuble bedanken.
  3. #3

    Geistiges Eigentum ist ein Affront gegen Kultur selbst

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Musik und Innovation? Dass ich nicht lache. Musik gehört überhaupt nicht geschützt, denn daran ist nichts technisch innovativ. Wer mit Musik Geld verdienen will, kann das gerne mit Konzerten tun, mit Konserven ist es eben nicht mehr möglich, und das ist auch gut so.
    Eben. Bevor es Aufzeichnungsmöglichkeiten gab, mussten Musiker ihren Lebensunterhalt durch das bestreiten, wozu sie da sind: Auftreten. Wer gute Musik macht, zu dessen Konzerten werden die Leute auch kommen. Da ist das Internet die optimale Werbeplattform. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn man meine Musik tausendfach kostenlos runterlädt. Denn das bedeutet mehr Publikum beim nächsten Konzert. Durch Filesharing habe ich schon so manche Musikgruppe entdeckt, von der ich normalerweise nie erfahren hätte. Und durch meine Konzertbesuche haben die sicher mehr an mir verdient als wenn ich nie von dieser Musik erfahren hätte. Ein positiver Nebeneffekt: 0815 Retortenkünstler können nicht mehr so wie früher schnell mal ein Haufen Geld machen. Man muss wieder mehr Qualität liefern und auch bühnenfähig sein. Die Hörer kaufen nicht mehr jeden Eintagsfliegen-Schrott. Gleiches gilt für Filme. Die wirklichen guten Filme wollen die Leute nach wie vor im Kino sehen und sich oft später auch die DVD kaufen.

    Die Leute haben es einfach satt, von der Unterhaltungsindustrie über den Tisch gezogen zu werden und Katzen im Sack zu kaufen. Heutzutage kann man sich vorher ein sehr genaues Bild machen. Das ist gut so.

    Im übrigen ist geistiges Eigentum ein Affront gegen Kultur selbst. Es ist der Anspruch der Gier, des Nichtteilenwollens, des Zurückhaltens vor anderen. Geistiges Eigentum entspricht voll und ganz dem Profitgedanken der kapitalistischen Neuzeit. Es ist das genaue Gegenteil einer kreativ freien Haltung, das Gegenteil von Teilhaben. Gleiches gilt für Patente. Diese Dinge gehören schlicht abgeschafft. Es wäre ein großer Innovations- und Kreativitätsschub weltweit. Und der sogenannte Wettbewerb bestünde nicht mehr in Abgrenzung, sondern in Kooperation und Art der Umsetzung.
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Union will einen gemeinsamen Online-Binnenmarkt schaffen, in dem geistiges Eigentum gut geschützt ist.*Einen entsprechenden Rahmenplan hat*EU-Kommissar Michel Barnier präsentiert. Vorgesehen sind*Musik-Lizenzen und Regeln für "verwaiste" Bücher.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...764705,00.html
    Diese ganze Idee vom geistigen Eigentum ist sowieso totaler Schwachsinn. Klar, der Urheber hat eine Leistung erbracht für die er entlohnt werden soll, aber wieso muss das über ein Monopol passieren, welches dann mitunter für Jahrzehnte bestehen kann? Es gibt gut funktionierende Entlohnungssysteme, die täglich Millionen von Arbeitnehmern und Selbständige nutzen. Kein Mensch benötigt ein Urheberrecht auf seine Arbeitsleistung, sei sie geistig oder körperlich.
  5. #5

    Als jemand, der von seinem geistigen Eigentum

    leben muß, weiß ich, daß es sich dabei keineswegs
    um Schwachsinn handelt - es ist aber auch okay,
    daß diese nach einer weile erlischt.

    Klar besitzt die Mehrzahl der Leute kein geistiges Eigentum
    (woher sollte es auch kommen ?), aber so etwas gibt es
    tatsächlich - manche Menschen erdenken/erarbeiten so etwas,
    die sind dazu imstande.
    Die können sogar eigene Doktorarbeiten schreiben,
    man überlege mal ! Das rechnet sich bloß nicht so...

    Grotesk finde ich, daß hier immer nur die Rede ist von
    "Musik, Texten oder Filmen" - wer glaubt, daß es sonst
    nichts Schützenswertes gibt (außer evtl. dem Wankel-Motor, aber den
    kann man ja nicht ´runterladen - den müßte man schon
    wie die Rolex in China bestellen), der weiß einfach nicht,
    wovon er hier überhaupt schwallert,
    genausowenig wie der EU-Kommission das offenbar klar ist.
  6. #6

    Etwas mehr ist es schon

    Zitat von Ahnungslos Beitrag anzeigen
    Diese ganze Idee vom geistigen Eigentum ist sowieso totaler Schwachsinn...................

    Kein Mensch benötigt ein Urheberrecht auf seine Arbeitsleistung, sei sie geistig oder körperlich.
    Schön das Sie alle über einen Kamm scheren, und davon ausgehen das alle Menschen so einfältig sind wie Sie.

    Natürlich gibt es geistiges Eigentum, und selbstverständlich braucht es ein Urheberrecht.
    Nur weil Sie etwas nicht verstehen, existiert es nicht?

    Und wenn Sie die Augen zumachen verschwindet die Welt?
    Über dieses Stadium sind die meisten Menschen mit 3 Jahren hinaus, manche bleiben aber in ihrer Entwicklung stehen.

    Warum schreiben solche Genies wie Sie nicht einen Bestseller nach dem anderen?
    Oder sie komponieren ein Erfolgsalbum nach dem anderen?

    Schreiben Sie mal ein Drehbuch, und schauen wir was passiert wen sie abgelehnt werden,
    und der Film dann 1 Jahr später ohne Sie gedreht wird, nach ihrem Drehbuch .....

    Wollen Sie andere Beispiele?
    Tausende Ingenieure oder Techniker konstruieren täglich Schützenswertes, Mediziner forschen,
    und nicht immer kann alles Patentiert werden, weil nicht jeder Zwischenschritt dazu geeignet ist,
    aber trotzdem ist es das geistige Eigentum der Entwickler, nicht das von Konkurrenten oder Kollegen.

    Die Welt besteht aus mehr als nur das von Ihnen bevorzugte DSDS.
  7. #7

    .

    Geistiges Eigentum ist geschützt durch das Gesetz. Für Gesetzesverstöße ist die Justiz zuständig. Die EU braucht niemand.

    Die EU-Kommission ist Statthalter des Kapitals. Die EU-Kommission will das Internet kontrollieren und zensieren. Das Internet wird akzeptiert, soweit es den Interessen des Kapitals dient, darüber hinaus nicht. Nordafrika hat in der EU-Kommission sicherlich Panik ausgelöst.

    Die Haltung der EU-Kommission zum Internet ist ähnlich wie die der chinesischen Führung. Wirtschaftlich gut, politisch gefährlich.
  8. #8

    ~

    Zitat von Ahnungslos Beitrag anzeigen
    Diese ganze Idee vom geistigen Eigentum ist sowieso totaler Schwachsinn. Klar, der Urheber hat eine Leistung erbracht für die er entlohnt werden soll, aber wieso muss das über ein Monopol passieren, welches dann mitunter für Jahrzehnte bestehen kann? Es gibt gut funktionierende Entlohnungssysteme, die täglich Millionen von Arbeitnehmern und Selbständige nutzen. Kein Mensch benötigt ein Urheberrecht auf seine Arbeitsleistung, sei sie geistig oder körperlich.
    Also doch lieber ein Dr. zu Guttenberg ?

    Wie sie meinen, aber das wird sie die letzten Zähne kosten und zum Schluß lutschen Sie auf Marmor. ;)

    Ich nehme aber sehr an, das Sie die Lösung der "großen chinesischen Firewall" ebenso befürsprechen, wenn Sie schon so eindeutig gegen den Schutz von geistigen Eigentum argumentieren.
    Ist zwar blöd, aber so ist es eben, nämlich ein durchaus als "sowohl als auch" vertretbares Instrument, diese Blockade von Servern und Adressen für Anschlüsse in einem Netzbereich. Praktisch immer das Ende des Internet.
    Und auf wirschaftlichen Datenverkehr ausgeweitet, weil, wo will man da die Grenzen ziehen? Da heißt es auch in letzter Konsequenz Planwirtschaft für gesamt Europa.
    Dessen muß man sich schon ganz deutlich bewusst sein, daß Handlungen wie früher hinter dem eisernen Vorhang, genau die Umgebung voraussetzen die das letzte Jahrhundert als "undurchführbar trotz Totalität" erwiesen hat.

    Kann zwar sein, daß jemand auf Nord-Korea und Kuba als zukunftsweisende Wirtschaftssysteme vertraut, aber das geht ja sowieso auch ganz ohne Internet. ;)
  9. #9

    Recherche

    http://www.ccc.de/de/updates/2011/kulturwertmark

    Vielleicht mal lesen, nicht nur der Autor des Artikels, sondern auch die EU-Kommision.

    Mit Kunst und Musik reich werden, es geht hier ums reich werden, will nur die Industrie.


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