Strahlenschutz in Fukushima: AKW-Betreiber*zieht*Polyester-Plane über Reaktor

Mit Polyester gegen Strahlung: Der japanische Energiekonzern Tepco hat über eines der demolierten Reaktorgebäude auf dem AKW-Komplex Fukushima eine Plane montiert. Sie soll das Austreten weiterer Radioaktivität verhindern. Doch selbst ein Erfolg der Maßnahme löst nicht das größte Problem.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...792316,00.html
  1. #310

    Wenn

    Zitat von Morten Hammerdahl Beitrag anzeigen
    *Seufz

    Haben denn die Ingenieure versagt? Ich stelle das einfach mal als Frage in den Raum.
    überhaupt von Versagen gesprochen werden kann, die Ingenieure waren es mit Sicherheit nicht.
    Allenfalls hat das damalige Managment kommerzielle
    Einsparungen zu stark ausgereizt.

    Bei der Auslegung der Anlagen in den 60ern wurden die
    Schutzmauerhöhen mit zu geringen Sicherheitsreserven für
    diesen Standort beaufschlagt.
    Die Schutzmauern waren " nur " etwa so hoch, wie an diesem Ort historisch bekannte Tsunamis jemals aufgetreten sind.
    Eine kurzer, anschaulicher Bericht.
    http://www.kernenergie.de/kernenergi...-fukushima.pdf
    Bevor die KKW-Gegner wieder mit dem üblichen Gezeter ( Lobbybericht etc. ) beginnen, bitte fachlich und sachliche Gegenberichte verlinken.
  2. #311

    -

    Zitat von Morten Hammerdahl Beitrag anzeigen
    Nun, wenn das tatsächlich in Frage steht, dann lassen wir es offen. Mir scheint aber die Erklärung plausibler, dass ein Ausfall der Nachkühlung der Auslöser ist, als eine durch eventuell das Erdbeben bendingte Undichtigkeit....
    Es gibt wohl Hinweise, dass zu mindest Reaktor eins auch mit intaktem Kühlsystem nicht zu retten gewesen wäre, da das Druckgefäß und dessen Zuleitungen durch das eigentliche Beben stark beschädigt wurden

    http://www.gegenfrage.com/fukushima-...r-dem-tsunami/
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nuklear...Chlungsausfall
    Ein recht guter Artikel:
    http://www.n-tv.de/panorama/Die-Wahr...le3365931.html
  3. #312

    -

    Zitat von Morten Hammerdahl Beitrag anzeigen
    ...
    Sorry, das ist energietechnisch und -wirtschaftlich falsch. Ich könnte es erklären, lasse es aber lieber.

    Richtig ist, dass EE nicht der Grund für das Ende der Kernenergie sind.
    Da stehen Sie aber an einsamer Front in diesem Forum.

    Zitat von Morten Hammerdahl Beitrag anzeigen
    EE machen viele andere Sachen kaputt (wie den Energiehandel an der Börse.
    Da sagt der VDI aber was anderes. Den Link gabs hier vor Kurzem.

    Zitat von Morten Hammerdahl Beitrag anzeigen
    Ich persönlich habe auch nichts gegen EE. Sie sind mir nur zu teuer.
    Dann informieren Sie sich doch mal über die Kosten anderer Energieerzeugungsformen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kernene...in_Deutschland
  4. #313

    ...

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    Wow - EE stört die EEX?
    Aber doch nur die Mauschler und Manipulatoren der Börsenpreise?

    Ich habe letztlich immer wieder gelesen, dass EE - und besonders PV - die Spitzenpreise abflacht - und gerade
    diese Spitzenbearfspreise waren doch die reine Sahne -
    für die Betreiber und Händler.
    Da Sie keine Ahnung von der Funktionsweise einer Strombörse haben - und das haben Sie offensichtlich nicht - muss ich auch nicht fürchten, dass Sie zu diesem Thema einen qualifizierten Kommentar abzugeben in der Lage sind.

    EE senkt die Preise in Schwachlastzeiten, richtig. Gleichzeitig steigen die Kosten im System und die Börsenpreise müssen entsprechend höher sein, wenn die EE mal nicht oder nur wenig einspeisen (kein Wind, wenig Sonne).

    Börsenpreise sind ein Signal für Knappheiten und Signale für eventuellen Neubaubedarf. Diese Signale werden durch die massive (subventionierte) Einspeisung von Erneuerbaren abgeschwächt bzw. ausgeschaltet. Ob das im Sinne der sicheren Versorgung mit Energie ist...
  5. #314

    .

    Zitat von Solarium Beitrag anzeigen
    Die Versicherungskosten werden nicht erfunden, da nicht vorhanden. Kein AKW weltweit ist versicherbar gegen Schäden durch einen Unfall.
    Nur, dass in Deutschland die Betreiber der AKW eine Haftpflichtvericherung abschliessen MÜSSEN und offensichtlich abgeschlossen haben, ist ihnen - wiedermal - entfallen. Schluckauf...
    Lesen ist nicht so Ihr Ding?
    Das Gelesene korrekt verarbeiten nicht ihr Ding?
    Aus Ihrem Link:
    "Zitat von wiki->Inhärenz
    In der Technik spricht man von inhärenter Sicherheit, wenn ein technisches System derart konstruiert ist, dass es auch nach dem Ausfall mehrerer Komponenten sicher arbeitet."

    ARBEITET.

    Halten Sie einen Reaktor mit Durchfall für den regulären Betriebsablauf?

    Es geht um den BETRIEB. Ist das so schwer?
    Falsch. Es geht darum, dass ein Reaktor nur dann inhärent sicher ist, wenn er auch bei Ausfall aller (Kühl-)systeme nicht durchbrennen kann. zB. der Kugelhaufenreaktor. Niemand (außer ihnen) wird ein System als "inhärent unsicher" bezeichnen, wenn es nach Ausfall eines Trafos außerhalb des Reaktorgebäudes keinen Strom mehr liefert.
    Nochmals: Kein technisches System ist "inhärent sicher", es ist nur als inhärent sicher einstufbar per Definition.
    Nette Wortklauberei...

    Es ist überhaupt nicht notwendig, dass ein AKW nach Ausfall eines oder mehrerer Systeme arbeitet - also Strom liefert. Notwendig ist ist, dass es selbst nach einer Kernschmelze nicht zum Freisetzen von radioaktiven Substanzen kommt. Und das ist bei EPR gegeben: also inhärent sicher.
  6. #315

    -

    Zitat von Morten Hammerdahl Beitrag anzeigen
    ...
    Die Frischwasserzuleitung des Reaktors ist - zumindest nach dem was mir bekannt ist - nicht abgerissen. Ansonsten hätte man nicht einmal notbehelfsmäßig Meerwasser einleiten können....
    Und warum hat man dann statt dessen Wasser von außen auf die Behälter gepumpt? Waren nicht genau diese Schäden der Grund dafür, dass man mit Betonpumpen, und sogar Hubschraubern, verzweifelt versucht die Brennstäbe in den Druckbehältern und Abklingbecken zu kühlen?
  7. #316

    Der Fugit....

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    Also wenn Sie meinen, dass eine Plastikplane ausreicht - die dann hoffentlich nicht wegfliegt - dann hätte man auch in Tschernobyl statt einem StahlbetonRiesensarkophag zu bauen, einfach eine Plane spannen können, die alle Super-GAU-Probleme löst,
    Auf die Idee kamen schon andere hier - manche ernst und manche ironisch...
    Sie ziehen einen Vergleich zwischen zwei Dingen, die keine inhaltliche Verbindung haben. Der Sarkophag hat nichts mit der "Plastikplane" in Fukushima zu tun und umgekehrt. Niemand hat im übrigen die Plane als "Lösung für alle Super-GAU-Probleme" bezeichnet - außer Ihnen.

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    Ganz einfach ist, dass es passiert ist - Murphy's Law.
    Und hinterher schlauer zu sein, löst das vorhandene Problem nicht.
    Die Erklärung, warum etwas passiert ist, hilft dabei, dass ähnliche Folgen in Zukunft vermieden werden können.

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    ...die der Atmophilen!
    Aha, habe ich nicht ein Mitspracherecht dabei, welcher Gruppe ich angehöre? Oder entscheiden Sie das ganz allein ex cathedra?

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    Muss ich das so verstehen, dass die guten japanischen Ingenieure Häuser bauen und der Rest Atomkraftwerke - auf Anweisung von ShareholderValue orientierten Managern?
    Wenn Sie meine Aussage so verstehen, dann kann ich das nicht ändern - Sie scheinen so strukturiert zu sein, dass Sie jede Aussage auf Ihre eigene Art und Weise interpretieren. Für micht ist die Tatsache, dass bei einem solchen historisch starken Erdbeeben lediglich 3% der Gebäude beschädigt (!!) werden ein Zeichen dafür, dass in Japan die Gebäude sehr erdbeebensicher gebaut werden. Ob das jetzt allein den Ingenieuren, oder auch den Architekten und Statikern zuzuschreiben ist, sei mal dahingestellt. Sie stricken aber aus meiner Aussage eine völlig davon unabhängige rein normative Behauptung.

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    Wer hat denn 'ausgelegt'?
    Das Erdbeben, der Tsunami - oder die planenden Ingenieure und Techniker?
    Die dann doch explizit die japanspezifischen Parameter kennen sollten?
    Also mindest so gut wie ein M.H. - nicht ein tf!
    In einer tsunamigefährdeten Küstenregion die Notstromaggregate nicht wassergeschützt aufzustellen ist das Auslegungsdefizit. Dieser Fehler wurde in der Planungsphase begangen und trotz Hinweise im Nachhinein nicht behoben. (Erklären Sie doch bitte Ihre Abkürzungen)

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    Ich will doch nicht Ihren Glauben erschüttern - ganz sicher sind Sie schlauer als ich...
    Ja - ich wurde schon paarmal gesperrt - aber diese Auszeiten find' ich nicht mal schlecht, zudem es viele Forumer gibt, die meine Meinung bestens vertreten!

    Da bin ich ganz bescheiden!
    Sie behaupten, ich sei schlauer als ich. Von meiner Seite kam eine solche Behauptung nicht. Und es ist auch nicht mein Glauben. Weder kenne ich Sie, noch kennen Sie mich.

    Aber Ihre unterirdische Diskussionskultur und Ihre ausfallende Art - ja, die ist mir sehr gut bekannt.