Straffreiheit für Doping-Ärzte: Zum Verzweifeln

REUTERSDie Freiburger Staatsanwaltschaft verzichtet auf eine Anklage gegen zwei frühere Mannschaftsärzte des Teams Telekom - obwohl Indizien dafür sprechen, dass die Mediziner gedopt haben. Die Ermittler scheiterten an der Verschwiegenheit der Radsport-Szene und kapitulierten vor der Gesetzeslage.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,851070,00.html
  1. #1

    Warum Gesetze?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Freiburger Staatsanwaltschaft verzichtet auf eine Anklage gegen zwei frühere Mannschaftsärzte des Teams Telekom - obwohl Indizien dafür sprechen, dass die Mediziner gedopt haben. Die Ermittler scheiterten an der Verschwiegenheit der Radsport-Szene und kapitulierten vor der Gesetzeslage.

    Doping im Radsport: Keine Anklage gegen Ex-Ärzte des Team Telekom - SPIEGEL ONLINE
    Einfach Doping ab 18j erlauben, kann ja jeder mündige Bürger selbst entscheiden. Dann sparen wir viel Geld, weil wir keine Kontrollen mehr brauchen und es herrschen wieder gleiche Wettkampfbedingungen.
    Es dopen doch sowieso alle, oder wie sind diese unglaublichen Leistungssteigerungen zu erklären?
  2. #2

    Man sollte das ganze Doping einfach legalisieren, jedoch mit der Auflage, dass alle gedopten Sportler, sozusagen als Werbeschild auf ihrem Trickot, die Substanz kenntlich tragen müssen, mit welcher sie gedopt sind.

    Dann weiß man hinterher wenigstens nicht nur, warum jemand gewonnen hat, sondern welche Mittel auch richtig wirken. ;)

    Wäre nur der nächste, konsequente Schritt!
  3. #3

    Lasst sie doch

    alle dopen. Sie tun es ohnehin und nur der der es schafft ohne entdeckt zu werden hat Erfolg. Aber dann hat wenigstens jeder die selbe Chance zu gewinnen. Interessant ist dieser Sport eh nicht mehr für den Zuschauer.
  4. #4

    Fundstück

    Denn ein medizinischer Eingriff ohne therapeutischen Nutzen kann stets strafrechtlich relevant sein, weil kein Arzt genau wissen kann, wie die Behandlung tatsächlich wirkt.

    Doping im Radsport: Keine Anklage gegen Ex-Ärzte des Team Telekom - SPIEGEL ONLINE
    ....kann stets strafrechtlich relevant sein... Was die Öffentlichkeit nicht unbedingt weiß: In der dt. Rechtssprechung steht der Arzt unter Generalverdacht. Wenn sich also in der ex-post-Betrachtung ergibt, dass der medizinische Eingriff nicht bzw. nicht hinreichend therapeutisch wirksam ist, dann "kann" der Eingriff "stets" (diesen Widerspruch kann die Rechtsprechung nicht auflösen) strafrechtlich relevant sein.

    Wie ist es dann mit der Beschneidungsdebatte? Welchen therapeutischen Nutzen hat eine Beschneidung? Der Schluss kann nur lauten: Eine Circumcision aus religiösen (d.h. nicht-medizinischen) Gründen ist stets strafrechtlich relevant. Genauso wie jedes Doping, unabhängig von einer evtl. Einwilligung des "Opfers", strafrechtlich relevant ist.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Freiburger Staatsanwaltschaft verzichtet auf eine Anklage gegen zwei frühere Mannschaftsärzte des Teams Telekom - obwohl Indizien dafür sprechen, dass die Mediziner gedopt haben. Die Ermittler scheiterten an der Verschwiegenheit der Radsport-Szene und kapitulierten vor der Gesetzeslage.

    Doping im Radsport: Keine Anklage gegen Ex-Ärzte des Team Telekom - SPIEGEL ONLINE
    Die Formulierung der dopenden Mediziner taucht mindestens zweimal im Artikel auf. Dies ist natürlich falsch im Sinne der Anklage, denn es geht/ging vielmehr darum, dass die Herren Doktoren anderen geholfen haben zu dopen oder Dopingmittel verabreichten. Ein etwas besserer Umgang mit der deutschen Sprache wäre in diesem Punkt angebracht, auch wenn es um einen Anglizismus geht...
  6. #6

    Deutsch für Alle!

    Zitat von nickmason Beitrag anzeigen
    Die Formulierung der dopenden Mediziner taucht mindestens zweimal im Artikel auf.
    Wenn wir es schon so genau nehmen, dann war es nicht die Formulierung der dopenden Mediziner, sondern die Formulierung des Redakteurs.
  7. #7

    Zitat von renegat_66 Beitrag anzeigen
    Einfach Doping ab 18j erlauben, kann ja jeder mündige Bürger selbst entscheiden. Dann sparen wir viel Geld, weil wir keine Kontrollen mehr brauchen und es herrschen wieder gleiche Wettkampfbedingungen.
    Es dopen doch sowieso alle, oder wie sind diese unglaublichen Leistungssteigerungen zu erklären?
    Damit wären sie DER Totengräber des wettkampforientierten Sports... Es würden die folgenden Sportlergenerationen ausbleiben, denn welche Eltern würden ihr Kind der Gefahr aussetzen wollen, als "Doping-Junkie" zu enden?!?
    Ironie ON
    ...wohl ausschliesslich Radfahrereltern!
    Ironie OFF
  8. #8

    Legalize it ....

    Doping im Sport als Präzedenzfall für die freieberufliche Beratung und Nutzung von entspannungs- und leistungsfördernden Mitteln im Privatbereich erschliesst vielen arbeitslosen Ärzten neue gewinnbringende Märkte in mitten einer bösen Rezession. Danke liebes Gericht, das ist besser als die Akademiker-Vermittlung der Arbeitsagentur!
  9. #9

    Die Überschrift bringt es auf den Punkt

    "Zum Verzweifeln!"

    In der Tat, mehr ist dazu nicht zu sagen. Wenn es nicht so traurig wäre...