Zitat von
platzanweiser
Kinder werden in dieser Gesellschaft als Ideal oder als Mittel zum Zweck verstanden. Gesunde neue Generationen sollten aber weder das eine noch das andere sein. Doch der Staat tut seit Jahrzehnten alles, dass nur noch Idealisten sich den Kinderwunsch erfüllen - denn Kinder heisst auf sehr lange Zeit auf einen sorglosen Wohlstand zu verzichten. Das sind aber meist auch engagierte Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern, die zudem auch selten überhaupt nur mit diesem Problem in Kontakt kommen. Die Kreise, in die betroffene Kinder dieser (normalen) Familien abrutschen, gehören aber zumeist anderen Gesellschaftsschichten an. Dort fehlen Perspektiven und Aufgaben - und das nicht erst bei den Kindern, sondern schon bei den Eltern. Es fehlen Werte und Richtlinien. Die rotgrünen Gleichmacher haben nämlich vergessen, dass Individuen sich nicht gleich machen lassen, ausser auf dem aller kleinsten Nenner, der nunmal eben so klein ist, dass er keine Perspektiven bieten kann. Aber das ist ja sozial gerecht. Die Eltern wissen schon nichts mit sich anzufangen - wie sollen sie dann ihren Kindern etwas anderes beibringen. Wir erleben jetzt die Früchte struktureller Fehler in Sozial-, Bildungs- und Arbeitspolitik - mit Gerechtigkeit hat das nichts mehr zu tun. Die leidtragenden sind die Kinder, die nichts mit sich anzufangen wissen, denen das Abbrechen der Schule leicht gemacht wird, weil man ihnen den Sinn einer Ausbildung nicht mehr vermittelt - und auf die für eine entsprechende Wertebildung notwendigen Grenzen mehr und mehr verzichtet. Gemacht wird, was cool ist, weil der Ruf nunmehr der einzige Wert ist, den diese Kinder von zu Hause mit ins Leben bekommen. Status entwickelt sich nicht mehr aus der eigenen Leistung heraus sondern auf der Straße durch das Recht des Stärkeren. Für die oberen Schichten ist dieses Problem egal, weil weit weg - die soziale Schere klafft ja immer schön weiter. Handlungsbedarf seitens der Politik wird von den Verantwortlichen nicht gesehen. Verbote von Alkohol und Zigaretten, Bußgelder etc. helfen da nicht mehr weiter. Das Problem muss weiter begriffen und angepackt werden - oder der Karren knallt mit einem furiosen Ende an die Wand des Reichstags...
Zur Kasse bitten sollte man dafür all die gutmenschelnden Gleichmacher, die dafür verantwortlich sind, dass man den Kindern den Wert einer Schulbildung nicht mehr vermitteln kann, den Schulabbruch erleichtert und den Eltern den Job und damit jede Zukunftsperspektive genommen hat. Das sind die strukturellen Probleme mit denen die Gesellschaft kämpft. Komasaufen ist da nur ein Symptom, dass man nicht mit gutgemeinten Ratschlägen wie Verbot von Alkohol oder Beteiligung der Eltern an Schäden, die die Kinder verursachen (was sich aus der Aufsichtspflicht eigentlich ohnehin schon ergeben sollte) bekämpfen kann.