Im Geschäft mit Stradivaris hat Dietmar Machold Millionen gemacht. Doch das Geld* für seinen jüngsten Mega-Deal bleibt aus,*plötzlich steht der Luxus-Geigenhändler vorm Ruin.*Sein Rolls Royce ist schon verscherbelt -*sein*Schloss könnte folgen.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...731104,00.html
"*Sein Rolls Royce ist schon verscherbelt -*sein*Schloss könnte folgen. "
ich finde das einfach nur traurig. Ein Leben ohne Schloss ist die Hölle.
Dieser werte Herr aus Bremen ist mit daran Schuld, dass sich sehr gute Musiker keine sehr guten Instrumente mehr leisten können. Alle wertvollen Streichinstrumente - und nur die sind es, die im Laufe der Jahrhunderte enorm an "Wert" zugelegt haben - werden nach und nach den Musikern entwendet durch die Madoff-, pardon Machold - Methode: Durch Recyclen Geld aus Luft produzieren.
Um sich einmal die Dimensionen der Profitaufblähung von Händlern wie Machold klar zu machen:
Machold bot im Jahr 1975 für eine sehr gut erhaltene zertifizierte Giuseppe Gagliano Violine gebaut im Jahr 1786 als Ankaufspreis DM 8000,- , heute würde er sie nicht unter einer halben Million Euro weiter verscherbeln. Viele Instrumente werden bei diesen Ganoven für Jahre zurückgehalten, um dann im Laufe der Preistreiberei tausende von Profitprozenten einzustreichen.
Leute wie Machold drücken zunächst den Wert eines Instruments bis ins Lächerliche wenn das Instrument von Privat angeboten wird, um dann das vorher billig gemachte Instrument in den siebten Himmel zu loben, nachdem es von ihm eine Reinigung und einen neuen Klarlack erhalten hat. Machold ( klingt ähnlich wie Madoff) trägt dazu bei, dass nicht einmal Musiker in den besten Orchestern sich noch sehr gute Instrumente leisten können bei einem Monatseinkommen von 3000 Euro netto im obersten Bereich.
In den 60er Jahren hätte also ein Berliner Philharmoniker für eine Geige der Gagliano / Guadagnini Güteklasse ( also etwas unter Stradivari und Guarneri ) ca. ein Jahresgehalt hinlegen müssen. Auch wenn diese SpitzenMusiker heute 5000 + Euro verdienen, dann bräuchten sie ein Arbeitsleben um solch ein Instrument unterhalb der Spitzenklasse erwerben zu können.
.... frage mich warum der den geleasten Phaeton noch hat.... wenn man Insolvenz anmeldet wird der Wagen zumeist von der Leasinggesellschaft am Folgetag abgeholt, da man ja keine Leasingrate mehr bekommt. Wenn der gute Mann die bezahlt, die anderen Rechnungen aber nicht, ist das Insolvenzbetrug, da er einen Gläubiger bevorzugt.
Sehe das aber auch so wie meine Vorredner hier... ich hab kein Mitleid mit ihm. Da gibts genug arme Schweine in der Nachbarschaft mit einer Schar Kinder die wegen Arbeitslosigkeit Haus und Hof verlieren... der Knabe hier hat einfach zu heftig gezockt.
Ich weiß nicht ob ich Mitleid oder Verachtung für den Mann haben soll. Wer seine Geschäfte ohne genügendes Eigenkapital durchführt und dies lieber in einen protzigen Lebensstil steckt, der sollte sich in wirtschaftlich mageren Zeiten nicht wundern, auf der von Banken finanzierten Ware sitzen zu bleiben und erdrückende Zinslast finanzieren zu müssen. Ich wieß nicht ob der Mann Opfer oder Täter ist, aber als Geschäftsmann muss man immer damit rechnen, dass wenn das Geschäftsfeld versiegt, man auch seinen Laden dicht machen oder umstrukturieren muss.
Ich kann diese Herrn nicht wirklich bedauern. Für einen solchen Megadeal hätte er locker eine Anzahlung verlangen können bevor er tätig wird. Ein seriöser Geschäftspartner hätte das akzeptiert. Wahrscheinlich ist der Mann aus Italien selbst ein Händler dem die Kunden abgesprungen sind.
Aber manche kriegen eben den Hals nicht voll wie man so schon sagt.....
Und wie er sich verkalkuliert hat. Wenn er überhaupt kalkuliert hat.
Aus dem Artikel wird klar, dass er sämtlichen Gewinn sofort verprasst hat und seine Handelsgeschäfte weiterhin 100% fremdfinanziert hat. Hätte er etwas bescheidener gelebt (nur eine Villa für 2 mio anstatt 5 in ein Schloss, so als Beispiel) dann würde er nicht dieses Problem haben.
Hier geht es nicht um einen ordentlichen Handwerker oder Restaurator, der sein Geld mit seiner Hände Arbeit verdient. Hier geht es um einen Absahner, der Millionen zu Lasten der Musiker gemacht hat. Denn die mussten die überhöhten Preisen ja zahlen oder auf ihr Handwerkszeug verzichten. Eine Geige hängt ja nicht im Museum oder in der Sammlung an der Wand, sondern bringt nach wie vor ihre Töne hervor und ermöglich es dem Musiker, sein Publikum zu begeitern.
Er hat wohl darauf gesetzt dass der Aufzug immer weiter nach oben fährt und wundert sich jetzt dass die Preise fallen.
Beim spekulieren kann man auch verlieren.
Dass dieser Herr Machold demnächst vom Hartz IV-Satz leben muss, ist nicht zu erwarten. Er wird höchstens merken dass man auch in einem Reihenhaus leben kann und dass ein "3er" im Stau nicht einmal langsamer ist...
Ich frage mich, warum fast alle Antworten praktisch nur geschrieben sind, um Neid auszudrücken.
(Ich selber habe weniger freies Geld für Essen, Benzin, Telefon, Kleidung etc. zur Verfügung als ein Hartz IV Empfänger).
Klar, man macht sich Gedanken, wie man sich mal anständige Winterschuhe leisten kann, und jemand verdient eine Million. Aber was macht er mit der Geld oder allenfalls den Zinsen, die er drauf nachgeschmissen kriegt? Richtig, er gibt es anderen Leuten. Das Restaurant samt, letztlich, dem letzten Aushilfskellner verdient sich damit sein Geld, der Autohändler ist begeistert, die Tankstellen florieren, irgendwo wird jemand eine Immobilie los, die ihm sonst wie ein Klotz am Bein hängt.
Dass das Geld an sich nichts wert ist, sieht man an dieser Geige. Jemand hat eine Super Geige, gestern war sie 60.000 Mark wert, heute vier Millionen Euro. Es ist immer noch dieselbe Geige. Muss ich den, der sie heute hat, um 3.970.000 Euro mehr beneiden als den, der sie in den 50er Jahren in der Sammlung hatte?!
Das ist wie beim britischen Königshaus. Klar, die können sich von Butlern bedienen lassen, aber wo würden die Butler ihr Geld herkriegen, wenn sie den Job nicht hätten?!
Nee, Leute, sucht Euch lieber irgend welche jahrtausendealter Kinderf... vereine, Kriegstreiber, Kurpfuscher oder Waffenhändler für Eure Opposition. Deren hat's genug.