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Stracke-Rücktritt: Nächsten Opel-Chef erwarten miese Zahlen

REUTERSNach dem überstürzten Abgang von Karl-Friedrich Stracke braucht Opel einen neuen Chef. Laut einem Zeitungsbericht hat Strategievorstand Thomas Sedran gute Chancen. Der künftige Boss muss gegen einen schrumpfenden Absatz ankämpfen - während Konkurrent Volkswagen erneut Erfolge verkündet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...844174,00.html
  1. #60

    Ich denke nicht, dass der Ausbau von Opel zu einer Premiummarke Erfolg haben wird, der Markt dafür wäre noch kleiner und es dauert wohl einige Jahre, um eine Marke derart aufzuwerten.
    Nachdem die Einführung von Cadillac in Europa als bestehende Premiummarke von GM sang und klanglos gescheitert ist, wird sich das wohl auch keiner aus dem GM-Management trauen.
    Opel als billigmarke zu verschleudern hilft wohl auch nicht, dann hätte man VW endgültig nichts mehr entgegen zu setzen, und GM hat bereits (mit Erfolg) auf Chevrolet als Billigmarke gesetzt.
    Für die Überproduktion von Opel gibt es derzeit einfach keinen Markt, da hilft es nur, diese Kapazitäten abzubauen, warum sollte es Opel da besser ergehen als Renault, PSA und FIAT?
    Der Export nach Asien/Amerika macht nur wieder GM selbst Konkurenz, und in Zukunft wird da sicher noch mehr angeglichen, so dass sich Buick und Opel bald noch weniger unterscheiden werden.
    Als einzige sinnvolle Forderung der Opelaner um die Auslastung der europäischen Werke zu erhöhen halte ich die Idee, die derzeit gefragten Chevis teilweise in Europa zu bauen.
    Wer mal einen Astra mit einem Cruz verglichen hat, findet fast das selbe Auto mit eben weniger hochwertigen Materialen und Ausstattung, also sollte es wenig Mühe bereiten, dieses Auto zB auch in Bochum zu bauen.

    Wer übrigens einen Astra kauft, wird bald dem deutschen Standort von Opel nicht mehr helfen, da dieses Modell in naher Zukunft nur noch in England und Polen gebaut werden wird.

    Was die häufigen Managementwechsel angeht: diese finden ja nicht nur bei Opel, sondern auch an der Konzernspitze statt, es wäre wohl zu einfach, sie als alleinigen Grund für den Niedergang von Opel anzuführen.
  2. #61

    Preussisch Nassau

    Zitat von crocodil Beitrag anzeigen
    doch ein sterbendes Produkt. Wer kauft sich denn heute noch so einen Wagen, wenn man nicht weiss, wie die Zukunft aussieht. Komischerweise lese ich nichts von Ford - ist ja auch eine amerikanische Marke - nur lfd.lfd OPEL. GM will systematisch seine Erzeugnisse auf den europäischen Markt etablieren (Chevrolet/Cadillac usw.), dabei spielen doch die Betroffenen keine Rolle mehr.
    Ford Deu/EU gehts so richtig gut auch nicht.
    Die Rahmenbedingungen sind ähnlich.
    Gebietsschütz für die Märkte der Schwellenländer
    Boom Staaten für die Konzernmutter und/oder
    die nationalen Gesellschaften.

    Wenn man eine international gewebtes Unterbhmen hat,
    lässt man die Gewinne da anfallen, wo die niedrigsten
    Steuern sind.
    In die Ländern mit hohen steueren schiebt man
    die Entwicklungskosten.
    Wenn das auch nicht hilft,
    leiht eine Tochter der anderen Tochter Geld zu überhöhten
    Zinsen, bis sie buchmässig Verluste macht,
    die verleihende Tochter macht dann dicke Gewinne,
    aber zahlt dafür niedrigere Steuern, als die leihende
    Tochter zahlen müsste, wenn sie das Geld nicht leiht,
    was sie im Übrigen gar nicht braucht.
    Und in preussisch Nassau klappt sowas besonders gut,
    wie viele andere Arten von Steuertricks.
    Auch die Selbstdartstellung ist dort sehr beliebt,
    relativ zur Konkurenz haben Opels einen
    enormen Werbeaufwand, mit Starts
    aus Sport,Funk und Fernsehen.
  3. #62

    Opel

    Ich fahre derzeit einen Astra J 2.0 mit 165PS. Schicke Innovation-Ausstattung plus alle Extras. Ich habe noch nie ein derart rundum komfortables und angenehmes Auto gefahren. Und ich bin noch nie bequemer gesessen als jetzt in diesen AGR-Sitzen.

    Es ist wieder mein erster Opel seit 30 Jahren. Dazwischen viel VW, Audi, Mercedes, Japaner, Franzosen etc. Alles, wo gibt ;-)

    Das Auto ist gut, sieht gut aus, der Preis ist gut - nur das Image ist mies.
    Aber wer fährt schon mit einem Image rum? Ich nicht.
  4. #63

    GM Qualität

    Hallo Leute, ich arbeite für GM USA/Opel bei einem Zulieferbetrieb für das elektronische Herzstück im Antriebstrang und ich weiß das die Anforderungen an die Qualität, Validierung und an die Komponententechnologie höher sind als bei diversen deutschen Premiumanbietern und als beim Marktführer mit seinem Baukasten. Mag sein das die Anzahl an Innovationen die man als Endkunde bemerkt etwas weniger sind als beim Wettbewerber, aber die Einzelkomponenten sind langlebiger ausgelegt (siehe z.B. die 160000km Garantie) und werden intensiver erprobt. Als Kostensenkungsmaßnahme könnte man in Zukunft nur noch PSA Diesel in alle Opel einbauen lassen.
  5. #64

    kein Titel

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    Nein: Im Gegensatz zu Bosch ist VW ein Staatsunternehmen, jedenfalls faktisch. Hochpolitisch gepampert von einem Bundesland, das chronisch die anderen Bundesländer im Länderfinanzausgleich abzockt. Mit dem Verzicht auf angemessene Rendite zahlen letztlich sogar die Opelaner in Rüsselsheim für die zu Dumping-Preisen auf den Markt geworfenen (und immer noch schweineteuren) Fahrzeuge ihrer halbstaatlichen Konkurrenz.
    So ein Unsinn. Das Bundesland Niedersachsen hat durch die Beteiligung die Möglichkeit Übernahmen zu verhindern. Stellen in Deutschland abzubauen ist dadurch für VW auch fast nicht möglich. Daher ist es ja wohl sehr sinnvoll, dass es diese Beteiligung gibt.
    Wenn VW kann, würde es sicherlich mehr Autos im Ausland produzieren. Und dann wird es ziemlich unschön im Länderfinanzausgleich... ;) Sie denken daher meiner Meinung nach zu kurz.

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    Zum aktuellen Börsenwert verkauft, kämen ~ 12,5 Mrd. in die niedersächsische Kasse und könnten das Land nachhaltig entschulden, Geld für andere Investitionen bereitstellen usw. Das wäre zu übersehen, wenn wenigstens eine Rendite herauskäme, die sich in Höhe der Refinanzierungskosten des Landes für seine Staatsschulden beliefe - aber es kommt nur die Hälfte: Insofern bezuschussen die Steuerzahler jedes Jahr das Land Niedersachsen, über den Länderfinanzausgleich hinaus, mit ~ 125 Mio Euro.
    Niedersachsen hat über 50 Milliarden Euro Schulden. Man würde sich ein paar Zinsen sparen, mehr aber auch nicht. Und wie bereits oben gesagt, könnte VW über die nächsten Jahre dann ein paar Stellen ins billigere Ausland verlagern. Die Einnahmen für das Land würden also weiter sinken, usw. usf. ...

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    So gesehen, ist natürlich das Halten der Aktien für Niedersachsen hoch profitabel. Erspart den Leuten um McAllister das Gestalten vernünftiger Politik ...
    Tja, vernünftige Politik ist so eine Sache... ob wir das noch mal erleben werden?
  6. #65

    Zitat von digitalesradiergummi Beitrag anzeigen
    Ford Deu/EU gehts so richtig gut auch nicht.
    Die Rahmenbedingungen sind ähnlich.
    .
    Ford D hat den Vorteil, unter dem Namen der Muttergesellschaft agieren zu können. So etwas wie das Opel-bashing würde es dort nicht geben. Dort wird jetzt ohne großes Aufsehen auf sog. Weltautos umgestellt, die auf der ganzen Welt ohne nennenswerte Unterschiede produziert und verkauft werden. Die notwendigen Kompromisse merkt man den Autos mittlerweile auch schon an, wie ich finde..
    Die GM-Strategie mit regionalen Marken und regionaler Identität ist vermutlich ein Auslaufmodell.
  7. #66

    Zitat von schokolado Beitrag anzeigen
    Hallo Leute, ich arbeite für GM USA/Opel bei einem Zulieferbetrieb für das elektronische Herzstück im Antriebstrang und ich weiß das die Anforderungen an die Qualität, Validierung und an die Komponententechnologie höher sind als bei diversen deutschen Premiumanbietern und als beim Marktführer mit seinem Baukasten. Mag sein das die Anzahl an Innovationen die man als Endkunde bemerkt etwas weniger sind als beim Wettbewerber, aber die Einzelkomponenten sind langlebiger ausgelegt (siehe z.B. die 160000km Garantie) und werden intensiver erprobt. Als Kostensenkungsmaßnahme könnte man in Zukunft nur noch PSA Diesel in alle Opel einbauen lassen.
    160.000km Garantie?
    Das fahren manche Vertreter und Aussendienstler in 1,5 Jahren.
    Die Wettbewerber haben keine km Begrenzung.
  8. #67

    Zitat von NichtsWissenMachtNichts Beitrag anzeigen
    160.000km Garantie?
    Das fahren manche Vertreter und Aussendienstler in 1,5 Jahren.
    Die Wettbewerber haben keine km Begrenzung.
    Es gab bei Opel eine lebenslange Garantie. Diese war jedoch auf 160.000 km begrenzt. Auf Druck der Wettbewerber musste Opel diese Garantie leider beenden.
    Was war genau die lebenslange Garantie? Nun, der Fahrzeughalter hatte eine normale 2 jährige Werksgarantie ohne Kilometerbegrenzung. Nach Ablauf dieser Werksgarantie trat eine, für den Kunden kostenfreie Garantieversicherung in Kraft. Zeitlich unbefristet jedoch mit Eigenbeteiligungen im Schadensfall ab 50.000km bis max. 160.000km. Der viel zitierte Otto Normalverbraucher fährt in der Regel zwischen 6.000 und 15.000km pro Jahr und hätte dadurch ein wesentlich besseres Garantiepaket erhalten als bei allen Wettbewerbern. Koreaner eingeschlossen.
  9. #68

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    Es tut mir leid, aber diese Marke kann nur noch abgewickelt werden und das wünscht GM auch. Opel hat in vielen Bereichen, insbsondere auf dem SUV Sektor die Zeit verschlaffen und nicht nachgelegt:
    Touran Pendant bei Opel? Zafira Auslaufmodell
    Tiguan Pendant bei Opel? Fehlanzeige
    Passat dto ? Insignia Flop
    usw. usw.

    Schade um eine große ehemalige deutsche Automarke.
    Vergleichen sie doch mal die Zulassungen 2011 in Europa von Zafira, Astra, Insignia mir den von Touran,Golf und Passat. Rechnen sie dann die deutschen Zulassungen raus und sie werden sehen international sind beide Marken fast auf Augenhöhe.


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