Forum


 

Stoiber und das Internet: "Viele Politiker verstehen das Netz nicht"

dapdEdmund Stoiber meldet sich zur Netzpolitik zur Wort: "Viele Politiker nutzen das Internet, verstehen es aber nicht", mahnt der frühere bayerische Ministerpräsident. Der Piratenpartei räumt er keine großen Chancen ein. Und er selbst liest lieber offline Nachrichten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836372,00.html
  1. #1

    Ja, da habt ihr alle gepennt...

    aber dies ist keine Grund, jetzt Regulierungen zu fordern (nur um wieder mal Druck und Einfluß in die bekannte, gewünschte Richtung ausüben zu können). Was dabei rauskommt sehen wir ja bei Rundfunk und Presse in D. Uniformität!
    Auch die Einnahmen von Urheberrechten kommen ja der Medienindustrie und nicht den Kreativen zu Gute. In dieser Form: weg damit!
  2. #2

    Wieso müssen sich die Piraten der Realität anpassen, wenn die Realität inkompatibel mit ihren Vorstellungen ist? Das würde sie in der Tat zu etwas Überflüssigem machen, denn dann wären sie so wie die anderen Parteien und es gäbe keinen Grund mehr, sie zu wählen!
  3. #3

    Börsengang = Marktmacht

    "Mit Sorge sehe der einstige Medienpolitiker die Marktmacht, die Online-Konzerne mit dem Gang an die Börsen erlangt hätten." Hier erschliesst sich mir nicht der kausale Zusammenhang. Marktmacht erringt man nur im Markt und nicht mit einem Börsengang.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Edmund Stoiber meldet sich zur Netzpolitik zur Wort: "Viele Politiker nutzen das Internet, verstehen es aber nicht", mahnt der frühere bayerische Ministerpräsident. Der Piratenpartei räumt er keine großen Chancen ein. Und er selbst liest lieber offline Nachrichten.

    Stoiber kritisiert die Unkenntnis vieler Politiker über das Internet - SPIEGEL ONLINE
    Das Glashaus ....?
  5. #5

    Stoiber sagt:

    "Viele Politiker nutzen das Internet, verstehen es aber nicht"... Der Piratenpartei räumt er keine großen Chancen ein. Und er selbst liest lieber offline Nachrichten"

    Realsatire pur.
  6. #6

    Haben Sie überhaupt ...

    Der bayerische Übervater hätte erst einmal gefragt: "Haben Sie überhaupt eine Homepage?" - Natürlich hat er eine, der "Dr. Edmund Stoiber" - reicht das aber als Beweis für die vielgepriesene Netzkompetenz, zumal als Verantwortlicher der "Nichtmehr?"-Doktor Dominic Stoiber firmiert?
  7. #7

    Der hat auch nichts verstanden

    Die behaupten immer, sie verstünden, aber das tun sie nicht.
    Die verstehen weder das Internet, noch die Piraten.
    Die Piraten wollen nicht den transparenten oder nackten Bürger - im Gegenteil! Sie sind nicht gegen die Menschenwürde, sondern für den Schutz der Menschenwürde.
    Die Forderung der Piraten lautet: Mehr Transparenz beim Staat und Schutz der Privatsphäre des Bürgers.

    Die Piraten werden erst entbehrlich, wenn diese Forderungen von der Politik umgesetzt wurden und Politiker, die meinen, dass sie die Bürgerrechtsbewegung des Informationszeitalters verstandern hätten, wenn sie sich einen Facebook-Account zulegen, haben diese ganz sicher nicht verstanden.
  8. #8

    copy

    ... paste!
    Ja, in der Familie Stoiber versteht man das internet!
    Kontrolle, damit sich Leute keinen Dr er-pasten, oder damit sie hinterher nicht erwischt werden?
  9. #9

    Ausnahmsweise mal..

    ... stimme ich mit Herrn Stoiber in den meisten Punkten überein. Der Schutz des Urheberrechts z.B. ist nicht verhandelbar. Die (auch nur teilweise) Aufhebung desselben kann nur von Leuten gefordert werden, die selbst nicht oder nur unerheblich selbst kreativ tätig sind und von der eigenen Kreativität leben müssen. Es mag auch eine Generationenfrage sein: als es das Internet noch nicht gab, war die Frage nach Aufhebung der Rechte am eigenen kreativen Schaffen an sich schon absurd, ganz zu schweigen von einer politischen Umsetzung in geltendes Recht. Das Internet ist keine Instanz im Sinne einer höheren Gewalt oder einer Qualität an sich, die allein durch ihre bloße Existenz solch selbstverständliche Grundsätze wie das Urheberrecht außer Kraft setzen könnte. Wenn das Recht am geistigen Eigentum eine so fragwürdige und wackelige Angelegenheit wäre, dann wäre es schon vor Jahrzehnten gekippt worden. Zu Recht hat es seit Generationen seine Gültigkeit, und die bloße Existenz des Internet mit der damit einhergehenden Selbstbedienungsmentalität ändert nichts an der Rechtmäßigkeit einer so wichtigen kulturellen Errungenschaft, die ja nicht von ungefähr weltweiten Bestand hat. Selbst Diktaturen haben sich nur bedingt am Urheberrecht und am geistigen Eigentum vergriffen. Das Internet mit seiner sich im Virtuellen ausbreitenden Beliebigkeit kann zu einer Diktatur verkommen, aber wir sollten ihm erst recht keine existenziellen Eingriffsrechte in unser reales Leben gewähren. Wie Herr Stoiber richtig sagt: wenn jeder alles überall abgreifen kann, verschwindet das kreative Potenzial, wenn vielleicht auch nicht komplett, aber doch nach und nach aus dem öffentlichen Raum ins Verborgene. Und dort nützt es nur wenigen, und ganz sicher nicht denjenigen, die alles sofort und umsonst zu bekommen gewohnt sind.


TOP



TOP