Zitat von
deistergeist
[Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in vielen Behörden ziemlich viel unnötige bürokratische Verfahren durchgeführt werden und auch entsprechend unnötige Kosten verursacht werden.]
Das kann ich nur voll und ganz unterstreichen. Die Gemeinde, in der unsere Firma ansässig ist, hatte uns Fragebögen zukommen lassen und wollte diverse Unterlagen - Datenblätter der von uns verwendeten Maschinenöle etc.
Es ging ferner um die Entsorgung des Sondermülls, Lagerungsort der Maschinenöle, Grundwasserschutz und und und ....
Nach der Auswertung der Fragebögen sollte dann ein externes Ing.-Büro zusammen mit einem Angestellten der Gemeinde eine Betriebsbegehung machen und unsere Angaben kontrollieren.
Einige unserer Kunden hatten uns eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen lassen, dass kein Aussenstehender Einblick in die Zeichnungen und Werkstücke erhält, die wir für den jeweiligen Kunden fertigen. Nach Rücksprache mit unserem RA war klar - wir müssen diese Leute durch die Werkhallen laufen lassen. Es war geplant, dass unmittelbar vor dem Termin diverse Zeichnungen etc. "verschwinden" mussten - schliesslich waren wir auch unseren Kunden gegenüber eine Verpflichtung eingegangen.
Was soll ich sagen? Dieser ganze Zauber - das Ausfüllen der Fragebögen, die Beschaffung der Datenblätter etc. - hatte mich 2 kompl. Arbeitstage gekostet. Die Unterlagen befinden sich immer noch bei uns, da sich von der Gemeinde nie wieder jemand gemeldet hatte. Dieses Projekt wurde aus finanziellen Gründen sang- und klanglos eingestellt. Mein Chef hat sich vor Begeisterung kaum noch eingekriegt ob des überflüssigen Zeitaufwandes :-)
@grana
Ich hatte auch Sterbeurkunden, die direkt im Familienstammbuch eingetragen waren - schön in Sütterlinschrift, keine Kopien aus dem Sterberegister. Diese Eintragungen stammen aus den Jahren 1945 - 1946 - 1947.