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Warum? der artikel ist so doll auch nicht,und neues bringt er auch nicht.
Ein Investor aus China will den Flugplatz Parchim zum Cargozentrum ausbauen - für die Kleinstadt in Mecklenburg wäre es ein Segen. Doch bis es so weit ist, geht das normale Leben weiter: mit Ostalgie-Partys, Hartz IV und Pitbulls, die "Cadillac" heißen. Henryk M. Broder hat sich umgesehen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,508921,00.html
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Warum? der artikel ist so doll auch nicht,und neues bringt er auch nicht.
sehe es ähnlich wie dayo. die geschichte mit dem flughafen ist ein alter hut, der schon durch so ziemlich alle medien ging und auch sonst liefert der beitrag von herrn broder keine neuen erkenntnisse. das sich andere orte deutlich besser für eine innovoative story ala "stillstand osten" eignen, kommt noch hinzu. da ich das praktische jahr innerhalb meines studiums in schwerin verbracht habe, kenne ich die ecke ein wenig und in den landkreisen NWM, LWL und PCH gibt es noch verleichsweise viele jobs und durch die nähe zu lübeck,lüneburg und hamburg pendeln auch sehr viele menschen aus dieser region. das nächste mal vielleicht wieder einen kreis an der polnischen grenze auswählen, da kann man klischees viel eindrucksvoller und glauberhafter vermitteln.....
Fordern kann man viel, machen muß man es! Solange zwei Wochen Mallorca inkl.Flug(!!!) billiger sind als eine Woche "Seebad Binz/Ahlbeck/...", da kann man Tourismus eher als Planspiel praktizieren, so in der Art: wenn wir 5Milliarden Touristen nach Ostdeutschland holen, dann ist der Osten gerettet. Nö, so geht das nicht.
Neues bringt der Artikel schon, und zwar den immer wieder recht eigentümlich sarkastischen Blick Broders, diesmal auf die putzigen Gegensätze von norddeutscher Misere und chinesischer Globalisierungsexpansion. Artikel bringen mich selten zum Lachen. Broder hat das mit diesem Artikel mit seinen skurrilen Tupfern wieder mindestens zweimal geschafft. Die Originalität des Artikels liegt denn wohl auch mehr im Atmosphärischen dieses Aufeinanderprallens zweier Welten als in dessen reinen Fakten.
Daß Menschen 100 km und mehr zu ihrem Arbeitsplatz "pendeln", ist kein Zeichen für "Tristesse" (Traurigkeit, Langweiligkeit), sondern dafür, daß in ihrer Heimat Arbeitsplätze fehlen.
Traurig ist von alleine weder die Landschaft noch die Städte und die Menschen. Ich komme selbst aus Mecklenburg und wäre gerne dageblieben. Traurig sind die wirtschaftliche Lage und die daraus resultierende demographische Lage.
Und traurig steht es um ein Land, das mit einem Drittel seines Territoriums nichts anderes anzufangen weiß als "Infrastruktur verbessern". Das sich über die eigene Lage und die Ursachen dafür permanent belügt. Das immer noch nicht begriffen hat, daß das Elend im Osten (jetzt) das eigene Elend ist. Das aus ideologischer Verbohrtheit die (annähernd) gleichmäßige Verteilung der Produktivkräfte als eine Sache der Wirtschaft alleine begreift. Das die Integration der DDR niemals als gewaltige und einschneidende, aber lohnenswerte Aufgabe aller Deutschen angesehen hat.
Regelmäßig finden Kommissionen die bereits bekannte Wahrheit wieder, damit die Parteien und die das ändern könnenden gesellschaftlichen Kräfte zwei Tage danach wieder zum "business as usual" übergehen können.
Und damit der gewöhnliche homo occidentoteutonicus seinen Abscheu vor diesen primitiven Landsleuten immer wieder neu nähren kann, werden Vorfälle aufgebauscht, falsch dargestellt und zur Konstruktion des "schlechten" Ossis und des "guten" Wessis mißbraucht (Sebnitz, Mügeln, ...). Paternalismus, Pharisäertum und Heuchelei. Man braucht's offenbar.
Würde irgendeine westdeutsche Provinz dermaßen von intelligenten, arbeitswilligen und agilen Menschen entvölkert wie der Osten, wären die Ergebnisse auch nicht viel anders.
Angesichts der so ungleichen Ausgangslagen ist ein staatlicher Eingriff in die Wirtschaftsentwicklung der "DDR" notwendig, denn die Wirtschaft alleine schafft es nicht, wenn sie denn überhaupt will. Der Staat hat die Verantwortung dafür! Das aber will keiner hören.
Friedrich hätte etwas unternommen, jeder etwas beschlagene Potentat, schon um des eigenen Vorteils und seiner Nachkommen willen. Aber die Demokratie behauptet, so etwas ginge nicht, sei verboten. Jetzt gelte ich bestimmt als demokratiefeindlich.
Dafür wird alimentiert und dann sich beklagt, daß die Kinder nicht so gehorchen wie sie sollen. Alimentierung nimmt einem die Würde, Hilfe zur Selbsthilfe schafft sie.