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Stillgelegte U-Bahnhöfe in London: Pub in der Tube

Wo sich Ratten und Spinnen tummeln, sollen*künftig Kneipenbummler ihren Spaß haben. In London will ein Unternehmer stillgelegte Underground-Stationen in Pubs, Museen und Freizeitparks umwandeln.*Der Bahnbetreiber hält wenig von der Idee - doch das spornt den Mann erst richtig an.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...755662,00.html
  1. #1

    Öffentlichen Verkehr stilllegen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wo sich Ratten und Spinnen tummeln, sollen*künftig Kneipenbummler ihren Spaß haben. In London will ein Unternehmer stillgelegte Underground-Stationen in Pubs, Museen und Freizeitparks umwandeln.*Der Bahnbetreiber hält wenig von der Idee - doch das spornt den Mann erst richtig an.

    http://www.spiegel.de/reise/staedte/...755662,00.html
    England ist doch dafür bekannt, dass man viele gesellschaftliche Bereiche Privatisiert und danach stillegen muss, so wie man es bei der Privatisierung der Eisenbahn, des Gesundheitswesen gemacht hatte und so wird es weitergehen.
    Aber das dann was danach kommt nur noch eine Katastrophe für die Menschen bedeutet, dass interssiert dem Kapital nicht.
    Bars und andere Amüsiertemple sind ja wichtiger, als ein gut funktioniernedes Gemeinwesen.
    So möchten es diese Leute auch in Deutschland nachen und die FDP steht dabei ganz vorne.
    HR
  2. #2

    Differenzierter

    Zitat von Hubert Rudnick Beitrag anzeigen
    England ist doch dafür bekannt, dass man viele gesellschaftliche Bereiche Privatisiert und danach stillegen muss, so wie man es bei der Privatisierung der Eisenbahn, des Gesundheitswesen ......
    Normalerweise würde ich da zustimmen, aber bei der London Underground geht es in einigen Fällen nicht um die in Deutschland so üblichen Stilllegungen von angeblich unrentablen Bahnstrecken. Klar gab es die auch, aber hauptsächlich wurden die Stationen aus anderen Gründen geschlossen, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlo...on_Underground
  3. #3

    Und in zehn Jahren werden die Pubs wieder dicht gemacht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wo sich Ratten und Spinnen tummeln, sollen*künftig Kneipenbummler ihren Spaß haben. In London will ein Unternehmer stillgelegte Underground-Stationen in Pubs, Museen und Freizeitparks umwandeln.*Der Bahnbetreiber hält wenig von der Idee - doch das spornt den Mann erst richtig an.

    http://www.spiegel.de/reise/staedte/...755662,00.html
    Und in zehn Jahren werden die Pubs wieder dichtgemacht, weil sie die moslemische Mehrheit dann nicht mehr tolerieren wird.
  4. #4

    ...

    Zitat von Hubert Rudnick Beitrag anzeigen
    England ist doch dafür bekannt, dass man viele gesellschaftliche Bereiche Privatisiert und danach stillegen muss, so wie man es bei der Privatisierung der Eisenbahn, des ......

    Es handelt sich hierbei um stillgelegte U-Bahnhöfe, wie Sie bei genauerem Nachlesen dem Artikel entnehmen könnten. Insofern handelt es sich nicht um eine Privatisierung irgendeiner Form des öffentlichen Verkehrs, da in diesen Tunneln seit teilweise hundert Jahren keine Züge mehr verkehrt. Deshalb ist es sicher besser, diese Tunnel und Bahnhöfe einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Was ist schlecht an dieser Idee? Müssen Einfallsreichtum und etwas ökonomisches Denken denn immer direkt verurteilt werden? Und vorallem: Was hat das mit der FDP zu tun? Ich glaube sie haben sich im Thread verirrt, zum "FDP-Bashing" geht's über den Suchbegriff "Schluss mit Realpolitik, grüne Demagogen an die Macht".

    PS: Das kann ich jetzt nicht lassen... Es heisst DAS Kapital.
  5. #5

    So ist das nicht ganz korrekt

    Es stimmt zwar, dass die Privatisierung und Zerschlagung von British Rail ein Skandal und Desaster sondergleichen war, welches die Regierung John Major aus reiner Geldgier beschloss. Den Schaden durften die Regierungen danach und der Steuerzahler teuer bezahlen.
    Obwohl sich TfL bzw. LUL auf Wunsch der Politik mit relative sinn- und erfolglosen public-private-partnerships herumschlagen müssen, hat die Stilllegung dieser Stationen nichts mit Network Rail (britisches Bahnsystem) und deren Finanzlage zu tun.
    Aldwych war eine einzelne Zweigstation der Piccadilly Line von Holborn Station aus und nie wirklich rentabel. Die Stationen wie Down Street, British Museum oder Trafalgar Square waren fast alle sehr tief und hatten, da es früher keine Rolltreppen gab, nur einen Lift und eine Notaustiegswendeltreppe als Zugang. Später hielt man dies für wenig zweckmäßig und baute um wo Platz dafür war - in diesen Stationen war keiner. Trafalgar Square und Britsh Museum fielen darüber hinaus der Verlängerung der Züge zum Opfer - Trafalgar Square lag zu nahe an Embankment und Charing Cross, die Enden der Bahnsteige hätten sich fast berührt. Aus finanzieller Sicht bedeutete die prekäre Haushaltlage während und nach den Weltkriegen das Aus für die Elektrifizierung einiger unrentabler Teilstrecken der Northern Line (Mill Hill, Alexandra Palace, Finsbury Park) und Central Line (Epping-Ongar). http://www.abandonedstations.org.uk/ erklärt das ganze recht genau und detailliert und man kann sehen, dass in den letzten Jahren auch Stationen wiederaufgebaut wurden (z.B. die East London Section der London Overground). Einige der stillgelegten Abschnitte dienten auch dem Güterverkehr (die Tube begann als Vollbahn mit Dampf und mit Frachtverkehr), der sich von Stadtzentrum weg verlagerte.
    Die Aktion selbst hat wohl wenig Erfolg, da die Sicherheitsbedenken sehr groß sind.
  6. #6

    S21 - Aufgemerkt!

    Riesenchance für ein lebenswertes Stuttgart! Bauen wir das Loch! Um 2030 erinnern wir uns an die grandiose Londoner Geschäftsidee. Wenn wir dann noch Geld für ein Bierchen in der Tasche haben
  7. #7

    London

    Ich weiß, ein kleiner, lebendiger aktueller Film über das oberirdische London passt nicht ganz zu einem Artikel über das unterirdische London, dennoch könnte mein Film vielleicht einen unterstützenden Eindruck beim Lesen des Artikels leisten:
    http://www.youtube.com/watch?v=zlTl_Dck70Q
    Grüße
  8. #8

    The Tube als Disneyland?

    Vielleicht war der Mann ja ein einigermaßen erfolgreicher Finanzzocker, aber von dieser Materie hat er offensichtlich wenig Ahnung.

    Man denke nur einmal an die Bedingungen, die modernen Standards entsprechen müssen. Sichere Ein- und Ausgänge, ausreichende Notausgänge, Feuerschutz, Sprinkleranlagen, Be- und Entlüftungsanlagen, Sicherheitseinrichtungen inkl. Personal, unzählige Toiletten inkl. Abwasseranlagen, Frischwasser-Versorgung, Entfernung und Einebnung der Gleise, Neuverlegung der Stromversorgung und so weiter. Und selbst dann ist noch kein einziges Geschäft gebaut worden. Und oben kommen die Hauptprobleme, da ja auf Straßenebene alles schon bebaut ist. Da kann man nicht mal so eben große Ein- und Ausgänge mit Rolltreppen, Luftschächte oder Notzugänge für Feuerwehr und Polizei dazwischenquetschen.

    Dazu kommt, daß ein Flair von "U-Bahnhof" durch den Umbau vollkommen verloren geht und das, was übrigbleiben würde, nichts weiter als eine große Kelleranlage zum Trinken, Essen und Einkaufen ist.

    Alles das zu einer Zeit, in der es normale Geschäfte und Gaststätten auf Straßenebene schon schwer haben, genug Kunden zu finden um einen gesunden Umsatz zu erzeugen.

    Ich bewundere normalerweise gesunde Träumer, die über Tellerränder blicken können und das scheinbar Unmögliche möglich machen. Aber in diesem Falle scheint es sich eher um einen naiven Deppen zu handeln.
  9. #9

    ÖPNV in England

    Ich kann aus neueren Erfahrungen sagen, dass der Ödffentliche Nahverkehr in England in der Fläche genausogut funktioniert wie in D, häufig sogar besser, trotz privatbahnen die auf den Strecken verkehren. Zwar ist es richtig, dass es nach der Privatisierung zunächst massive Probleme gab, aber wer heute im 20 min Takt (kein Witz) in etwas über einer Stunde von Birmingham nach London fährt ist zufrieden. Schon alleine deshalb bin ich für eine Privatisierung der Deutschen Bahn, damit endlich auch die letzten kapieren, dass die bundesbahn Zeiten vorbei sin.

    Wie allerdings schon gesagt wurde haben die Stillgelegten Underground Stationen nichts mit privatisierung zu tun,sondern mit reinen wirtschaftlichen überlegungenin der vergangenheit. Sie wieder einer sinnvollen Benutzung zuzzuführen fände wohl nicht nur ich toll, und auch ein Vorbild für andere Städte.


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