Keine Aufklärung, fehlende Protokolle, mangelnde Sachkenntnis: Bei der Anlageberatung ist laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest mehr als ein Viertel der überprüften deutschen Banken durchgefallen. Fazit: Die Institute arbeiten oft auf "jämmerlichem Niveau".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...707455,00.html
ja und die Bäckerzunft auch, die haben mir heute morgen Brötchen von gestern angedreht und die Lehrerin meiner Kinder hat schonwieder Urlaub und wegen der Bauarbeiter verlier ich Zeit UND Geld und die Ärzte rechnen sowieso ALLE falsch ab .... und und und...
HGW Stiftung Warentest: Sie haben das Ziel/Volk erreicht.
Bankberater sollten schon deswegen keine Verlustgeschäfte abschließen, damit es ihre Bank auch künftig gibt. Ansonsten hat ein Bankberater schon ein Portfolio an mehreren, für die Bank bzw. den Kunden unterschiedlich lukrativen Produkten zur Auswahl. Und damit wird er - wie jeder andere Verkäufer auch - individuell auf den Kunden reagieren. Bietet er das für den Kunden schlechteste Produkt an, riskiert er, dass der Kunde woanders abschließt, wo er ein besseres Angebot bekommen hat. Bietet er das für den Kunden beste Produkt an, leidet sein Arbeitgeber und sein Arbeitsplatz.
Was hat denn das Aufzählen wenig überraschender Fakten zur Inkompetenz und Gier von Bankangestellten jetzt mit "abstrafen" gemein?
Strafe: "eine Maßnahme, durch die jemand bestraft wird, z. B. indem man ihn einsperrt, ihn schlägt, ihm etwas verbietet od. ihn Geld zahlen lässt"
Irgendwie sehe ich da den Zusammenhang nicht. Was imme man jetzt wieder tolles über diesen beruffstand gerausgefunden hat führt zu keine der o.g. Sanktionen, also kann man wohl kaum von "abstrafen" reden.
Die Banker zucken mit der schulter, machen weiter wie gehabt, und die Kunden vergessen dass der Typ der vor ihnen sitzt in Finanzdingen genau so ein inkompetenter Depp ist wie sie selber (nur skrupelloser und gieriger) auch sofort wieder...
Im Grunde ist es doch so: fährt mein Banker keinen Ferrari, ist er offensichtlich ein inkompetenter Loser, der auch nicht mehr Ahnung hat als ich. Fährt er einen ist er ein skrupelloser Verbrecher, der mich über den Tisch ziehen wird.
g.m
Bei dem Thema kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Ein ordinärer Bankräuber bekommt für seine Missetat mehrere Jahre Knast auf gebrummt. Wenn er mehrere Banküberfälle begangen hat sind schon durchaus mal 10 - 15 Jahre Knast drin. Genauso ergeht es einen Bankbetrüger, wenn er schafft die Bank zu linken.
Ganz anderes sieht es aber aus wenn die Bank ihre Kunden überfällt, pardon beratet, obwohl sie nachweislich und wissentlich unter dem Deckmantel der Seriosität Schrott verkauft hat. Oder Schneeballsysteme mit milliardenschwerer Boni - Garantie im Gang gesetzt hat. Oder wissentlich falsche Aussagen zu Ungunsten der Bankkunden über den Zustand seiner Bank gemacht hat.
Was passiert denn dann. Gar nix. Schlimmstenfalls fast nix.
Dazu der ganz aktuelle Fall. Die Verurteilung des ehemaligen Chef der Krisenbank IKB, Stefan Ortseifen durch das Landgericht Düsseldorf. Obwohl die Richterin von Vorsatz spricht,ist das Urteil von 10 Monaten auf Bewährung durchaus eines Slapptick würdig.
Das mal nur zu Thema "Vertrauen" in demokratische Institutionen.
Genau das ist die Art von Menschenkenntnis, die ich hier vorfinde und auch anpranger. Falls Sie glauben ich sei Banker, weit gefehlt. Aber dieses "gleichmachen" ist widerlich.
Es hat noch nicht einer sich zu den Inhalten des Ergebnisses (welches ja im Detail noch nicht einmal veröffentlich ist) geäußert. Ich erkenne nur, das die Verkäufer (was sie tatsächlich sind - ist aber kein Schimpfwort) hauptsächlich an der "Lösung des Anlageproblems" gescheitert sind. Dass es momentan eine Herausforderung ist, eine gute Anlage zu finden, weiß ich selbst.
Insofern wünsche ich mir einfach nur weniger Hatz und mehr Tiefgang.
Ja, die Veränderung sieht dann allerdings so aus, dass derjenige sich nen anderen Job suchen kann und sich Cheffe jemanden für die Stelle sucht, der das Spiel mitmacht, oder besser, es erst gar nicht durchschaut, und an denen mangelt es nun auf dem Arbeitsmarkt gewiß nicht.
Ein weitgehend unregulierter Finanzmarkt ist und bleibt nun mal ein Schweinesystem, egal ob man sowas moderat vorträgt oder einfach sagt, wie es ist.
Vielen Dank, @Bernd.Brincken, Sie sprechen mir mit Ihrem SCHUFA-Vorschlag voll aus dem Herzen!!! Eine
ähnlich mächtige Institution zum Schutz der Kunden von Finanzdienstleistern ist schon seit langer Zeit
ÜBER-fällig.
Wer übrigens glaubt, die niederschmetternden "Beratungs"ergebnisse seien allein darauf zurückzuführen,
daß die "Berater" es nicht besser wollten, dem sei hier gesagt, daß das gros es einfach nicht besser KANN.
In den vier Jahren, in denen ich das zweifelhafte Vergnügen hatte, eine unserer deutschen Geschäftsban-
ken zu beraten, sind alle meine Vor-Urteile bestätigt worden. Die Realität übertraf alle Befürchtungen bei
weitem!
Die Basis für die permanenten "handwerklichen Ungeschicklichkeiten" und Schlechtleistungen ist dabei vor
allem die absolute Gewißheit, hierfür praktisch nie zur Verantwortung gezogen zu werden. Und wird die
Bank bzw. die Branche doch mal erwischt, sorgt schon die Iudikative dafür, daß der beklagte "Dienstleister"
sein Strafmaß selber festlegen kann. Wenn er denn überhaupt rechtlich herangezogen wird.
Die Finanzbranche - besonders in der aktuellen Ausrichtung - zeigt uns Tag für Tag, daß sie gesellschaftlich
nicht mehr integrationsbereit ist. Dafür, daß sie ihre selbstvergessene Gier ausleben kann und sich nicht
mehr auf die Aufgaben besinnen will, die ihr ursprünglich zugedacht waren, hat die Politik durch ihre maß-
lose Verschuldungspolitik selbst gesorgt und uns "Kunden" damit zur Dauer-Geisel gemacht.
[QUOTE=sysop;5894863]Keine Aufklärung, fehlende Protokolle, mangelnde Sachkenntnis: Bei der Anlageberatung ist laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest mehr als ein Viertel der überprüften deutschen Banken durchgefallen. Fazit: Die Institute arbeiten oft auf "jämmerlichem Niveau".
Hallo werte Spon - Gemeinde,
trotz bisheriger fleißiger Leserschaft heute mein erster Eintrag und vorneweg : Ja, ja - auch ich gehöre zur Klasse der inkompetenten Bankberater :)
Zur Stiftung Warentest : Immer gerne gelesen, aber z.T. auch
tendenziös. Wichtige Institution, aber bitte weniger markt-
schreierisch ! Eben eine Meinung unter mehreren.
Zum Wertpapierberatungsprotokoll neuester Art: Eigentlich eine gute Sache, aber Ende letzten Jahres mit der heißen Nadel gestrickt und noch voller inhaltlicher Unklarheiten.
Und nicht jeder Kunde will für 5.000,- E Kauf von Bundes -
schatzbriefen seine Lebensgeschichte darlegen müssen....
In Bezug auf " die Banken " generell würde ich mich über
etwas mehr Differenzierung freuen; unser( Genossenschafts-)
Institut hat 5,50 % Dividende an seine Eigentümer ( = unsere
Kunden ) ausgeschüttet und das kann man auch mit normalen Ge
schäftsaktivitäten ( d.h. die eigenen und für Kunden ) ohne Zockerei verdienen.
Auch für die Kollegen von den Sparkassen sei hier mal eine Lanze gebrochen. Inwieweit der Test wirklich repräsentaiv sein konnte, bleibt dahingestellt...
Matthias50a